Wie ein Taschenmesser uns den christlichen Glauben vorstellt (Besinnung zur Konfirmationspredigt): „Mit der Klinge lassen sich Materialen schneiden oder trennen. Mitunter heißt es messerscharf zu unterscheiden, was gut und was schlecht ist, was uns auf dem Lebensweg weiterbringt und was uns in eine Sackgasse führt. Dazu will der eigene Verstand immer wieder neu an Gottes Wort geschärft sein. Es ist keine tote Vorschrift, sondern Lebenswort, in das sich der dreieinige Gott mit dem Geheimnis des Sterbens und der Auferstehung seines Sohnes selbst hineingelegt hat: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Schließlich findet sich auf dem Taschenmesser das Zeichen des Kreuzes in einem Schild gefasst.“

Wie ein Taschenmesser uns den christlichen Glauben vorstellt Wer unterwegs ist, kann nicht für alle Fälle alles Mögliche mitnehmen. Dazu…

„Wer aus der Kirche austritt, der ist in Zukunft vom Abendmahl ausgeschlossen“ – Warum dieser Satz um Jesu willen nicht einfach so in der evangelischen Kirche gelten kann: „Getaufte Christen haben in der evangelischen Kirche grundsätzlich einen Anspruch auf das Abendmahl, da das Abendmahl keine mitgliederbezogene Handlung innerhalb einer korporierte Religionsgemeinschaft ist, sondern gemäß dem Befehl Jesu Christi für dessen Kirche zu vollziehen ist.“

„Wer aus der Kirche austritt, der ist in Zukunft vom Abendmahl ausgeschlossen“ – Warum dieser Satz um Jesu willen nicht…

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Warum das Kreuz Christi nicht für die „Grundwerte der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland“ stehen kann: „Jesu Selbstentäußerung und Selbsthingabe für Sünder und Gottverlorene, wie sie sich in seinem Kreuz zeigen, können nicht Maßstab staatlichen Handelns sein, wo eine äußere Rechtsordnung notfalls mit Zwangsmittel aufrechterhalten werden muss und die eigenökonomischen Interessen der Bevölkerung wohlfahrtsstaatlich zu koordinieren sind. Wo mit dem Kreuz Christi etwas vorgezeigt werden soll, z.B. die Legitimation staatlichen bzw. herrschaftlichen Handelns oder eine ‚christliche‘ Gesellschaftsordnung, kann dies zur Entstellung des Evangeliums führen, wie sich dies in der Geschichte wiederholt aufzeigen lässt.“

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Warum das Kreuz Christi nicht für die „Grundwerte der Rechts- und Gesellschaftsordnung in…

Hans Joachim Iwand, Die politische Existenz des Christen unter dem Auftrag und der Verheißung des Evangeliums von Jesus Christus (1953): „Wo die Verschiedenheit der beiden Reiche im Sinne willkürlicher Grenzziehung verstanden wird, wird der eschatologische Charakter des Reiches Gottes ausgestrichen, wird er beschränkt und begrenzt auf eine Innerlichkeit, die nicht mehr die Ohnmacht des Kreuzes, sondern die Ohnmacht des Unglaubens ist, wird die Gegenwart, in der wir leben, nicht mehr im Gericht und Verheißung bezogen auf das kommende Reich und auf seinen Herrn, geraten wir in Versuchung, die Weltgeschichte zu verwechseln mit dem Weltgericht und damit Erfolg und Mißerfolg entscheidend sein zu lassen über Gut und Böse, Gerecht und Ungerecht. Wir vergessen dann, daß es Jesus Christus ist, der als der Kommende den Prüfstein in der Hand hat, dass darum unsere politische Existenz vom Jenseits des Politischen her ihr Urteil empfängt. Die Weltgeschichte als solche ist nicht das Weltgericht.“

„Die politische Existenz des Christen unter dem Auftrag und der Verheißung des Evangeliums von Jesus Christus“ heißt der Vortrag, den…