Hermann Diem (02.02.1900-27.02.1975) Von Martin Honecker Hermann Diem hat nicht nur einen bemerkenswerten Lebenslauf, sondern er führte auch eine sehr…
Max Josef Metzgers Abba-Gedicht aus dem Gestapo-Gefängnis vom 13. Oktober 1943: „Nein, nimmer laß ich Dich mir rauben: Ich rufe gläubig Abba als Dein Kind.“
Abba Herr! Hast Du meiner denn vergessen?Bin ich der Sorge nimmer wert?Hab‘ ich auf Dich vertraut allzu vermessen?Hast Du Dein…
Kornelis Heiko Miskotte – Die Erlaubnis zum schriftgemäßen Denken: „Es ist «biblisch» unmöglich, eine Ontologie in die Gotteslehre einzuführen. Schon hier ist die «Orthodoxie» fatale Wege gegangen. Wenn die logische Verkrampfung, das Allgemeine voran, als Erstes, Tieferes, Umfassenderes denken zu wollen, gelöst wird, wenn die Deduktion aus dem Begriff zurückweicht vor der Induktion aus dem Namen, wenn in unsere Besinnung die «biblische» Bewegung aufgenommen wird: vom Besonderen zum Allgemeinen, dann ist dieser Gang des Denkens als evident «biblisch» schriftgemäß.“
Die Erlaubnis zum schriftgemäßen Denken Von Kornelis H. Miskotte Das Echo, die Zustimmung, welche Barth in Holland gefunden hat, ist,…
Leszek Kolakowski, Bileam, oder das Problem der objektiven Schuld: „Erste MORAL: Schätzen wir die Stimme eines Tieres nicht gering – denn es weiß gelegentlich etwas besser als wir. Zweite MORAL: Unwissenheit ist eine Sünde, und indem wir uns mit Unwissenheit rechtfertigen, fügen wir den alten Sünden eine neue hinzu.“
Leszek Kolakowski (1927-2009), der wohl bekannteste polnische Philosoph des 20. Jahrhunderts, hatte trotz kommunistischer Sozialisation immer auch ein Faible für…
Kornelis Heiko Miskotte – Letzte Worte (Über Psalm 22): „Der Name, dieser Name, das ist die Tragkraft, die Brücke, über die dieses Geheimnis sich vollzogen hat vom Leiden zur Herrlichkeit, die so absolut geschieden sind und so innig verbunden werden. Jesu Auferweckung zugunsten seiner Genossen, zugunsten seines Volkes, ist die Quelle ‚letzter Worte‘ geworden.“
Letzte Worte Von Kornelis Heiko Miskotte Einleitung des Übersetzers Der hier wiedergegebene Beitrag von Kornelis Heiko Miskotte (1894-1976) ist in…
Henning Luther, Die Lügen der Tröster (1991): „Seelsorge, die Trost vermitteln will durch die Behauptung von Sinn und Bestärkung von Lebensgewißheit, ist immer in der Gefahr, der Fassadenwelt aufzusitzen. Das „Dahinter“ einer trostlosen Welt, die um den Verstand bringt und in die Verzweiflung treibt, bleibt ausgespart und verdrängt.“
Henning Luthers (1947-1991) postum veröffentlichter Vortrag „Die Lügen der Tröster“ von 1991 ist für die Seelsorge während der Corona-Pandemie eine…
Die Heilung der verdorrten Hand ohne Jesu Übertretung des Sabbatgebotes in Markus 3,1-6: „Wird Jesus am Sabbat therapeutisch tätig, verstößt er gegen die Tora bzw. die Halacha. Jesus stellt in 3,4 klar, dass für ihn Gutes tun bzw. heilen auch am Sabbat Priorität hat. Aber dann nimmt er selbst keine Handlung vor, die ihm als Heilungsakt zugeschrieben werden kann. Stattdessen die Aufforderung an den Mann: ‚Strecke deine Hand aus!‘ (V 5) Im Vollzug der aktiven Handbewegung demonstriert dieser, dass Heilung an ihm bereits geschehen ist. Eine identifizierbare therapeutische Handlung Jesu ist also nicht erforderlich. Und doch weiß jeder, dass diese Heilung durch Jesus veranlasst worden ist.“
Die Heilung der verdorrten Hand ohne Jesu Übertretung des Sabbatgebotes in Markus 3,1-6 Im Evangelium nach Markus werden in 2,1-3,6…
Karl Barth über die Selbsttötung (Kirchliche Dogmatik): „Wir werden mit dem Eindeutigen beginnen müssen: Selbsttötung als Betätigung einer vermeintlichen, einer angemaßten Souveränität des Menschen über sich selbst ist Verletzung des Gebotes, ist Leichtsinn und Willkür, ist Frevel, ist Selbstmord. Sein Leben von ihm zu nehmen, ist Sache dessen, der es dem Menschen gegeben, nicht seine eigene Sache.“
Nachdem jüngst Reiner Anselm, Isolde Karle und Ulrich Lilie in der F.A.Z. die Möglichkeit eines assistierten Suizids in kirchlichen Einrichtungen…
Karl Barths Predigt über Johannes 2,1-11: „Gewiß heiligt Gottes Güte auch unsere Schmerzen. Aber wir dürfen auch dies hören: Sie heiligt auch unsere Freuden. Im Blick darauf dürfen wir uns wohl freuen auch in menschlicher Freude, wenn uns solche geschenkt wird.“
Predigt über Johannes 2,1-11 (2. Sonntag nach Epiphanias) Von Karl Barth »Es ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa« lesen…