Gottfried Griesl über die Spiritualität der Tränen: „Wir unterscheiden also zwei Gestalten des Weinens: die eine als Re-aktion, unbewußt-trieb­haft begründet und ab­laufend; die andere als Ausdruck einer inneren Erschütterung, hervorge­rufen durch eine kathartische Einsicht und hinzielend auf eine personale Umstel­lung. Unüberbietbar for­muliert Lukas 6,21 die Worte Jesu an die Weinenden: ‚Se­lig seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.‘ In dieser Form öffnet sich vielleicht neu der Zugang zur al­ten Weisheit vom Wert des Weinens.“

Dass Tränen durchaus ein geistliches Thema sein können, zeigt folgender Artikel aus dem (vergriffenen) Praktischen Lexikon der Spiritualität: Tränen Von … Mehr

Jürgen Moltmann über die Auferstehung Jesu (2019): „Das Grab war leer, sonst hätten die Jünger die Auferstehung Jesu Christi nicht verkündigen können. In Jerusalem hätten die Juden darauf verwiesen: Da liegt er doch im Grab, er ist nicht auferstanden. Der Leichnam wurde auferweckt und ist wieder lebendig geworden. Jesus ist also der gleiche Mensch, der er vorher war. Sonst hätten die Jünger ihn nicht erkannt. Und sie erkennen ihn an seiner Stimme und an den Wundmalen. Jesus ist in der ersten Gegenwart den Jüngern erschienen und in der zweiten Gegenwart uns. Im Wort der Verkündigung und im Sakrament ist er gegenwärtig.  Für mich bedeutet dies: im Ende der Anfang. Christi Ende war sein wahrer Anfang. Das erlebe ich mit meinen 92 Jahren immer wieder: Im Ende der Anfang. Das hab ich erlebt, als ich ohne Hoffnung war, in dem ersten Jahr meiner Gefan­genschaft nach dem 2. Weltkrieg. Da habe ich in meinem Ende den Anfang mit Christus erlebt.“

„Wage es, mit der Gewissheit der Auferstehung zu leben“ Ein Gespräch mit dem Tübinger Theologieprofessor Dr. Jürgen Moltmann über die … Mehr

Karfreitagspredigt zu Johannes 19,16-30 und zur Frage nach einem selbstbestimmten Sterben: „Wo Menschen sich an einer selbstbestimmten Tötung versuchen, weil sie sich nicht selbst dem eigenen Sterben-Müssen überlassen wollen, verlieren sie sich in ihrer vermeintlichen Selbstbestimmung. Wer einen Ausschalter für das eigene Leben beansprucht, gibt sich selbst im eigenen Tod verloren. Für sich selbst sterben führt in die hoffnungslose Vergangenheit: Das war’s mit mir und meinem Leben: Punkt. Aus. Ende.“

Wer einen Ausschalter für das eigene Leben beansprucht, gibt sich selbst im Tod verloren „Es ist vollbracht“ – Jesu Schlusswort … Mehr

Christus-Besinnung wider die eigene Angst: „In Jesu Gegenwart vermögen wir auch unsere eigenen Ängste auf das Abgrundtiefe auszuloten: Wovor habe ich Angst? Was ist das Schlimme daran, wenn es so kommen würde, wie ich es jetzt befürchte? Und was würde mit mir alternativ passieren, wenn das Befürchtete nicht eintreffen würde? Was ist mir im schlimmsten Fall von Jesus Christus zugesagt? Wo unser eigenes Leben von Jesu Tod und Auferstehung umgeben ist, bleiben wir uns nicht selbst überlassen.“

Christus-Besinnung wider die eigene Angst Das soll einer verstehen: Obwohl die meisten von uns finanziell, medizinisch, häuslich, nahrungs- und sozialversicherungsmäßig … Mehr