In Deinen guten Händen Von Max Josef Metzger In Deinen guten Händenruht meines Lebens Los.Die Todesdrangsal wendenmag Deine Allmacht bloß.So … Mehr
Kategorie: Seelsorge
Max Josef Metzgers Abba-Gedicht aus dem Gestapo-Gefängnis vom 13. Oktober 1943: „Nein, nimmer laß ich Dich mir rauben: Ich rufe gläubig Abba als Dein Kind.“
Abba Herr! Hast Du meiner denn vergessen?Bin ich der Sorge nimmer wert?Hab‘ ich auf Dich vertraut allzu vermessen?Hast Du Dein … Mehr
Henning Luther, Die Lügen der Tröster (1991): „Seelsorge, die Trost vermitteln will durch die Behauptung von Sinn und Bestärkung von Lebensgewißheit, ist immer in der Gefahr, der Fassadenwelt aufzusitzen. Das „Dahinter“ einer trostlosen Welt, die um den Verstand bringt und in die Verzweiflung treibt, bleibt ausgespart und verdrängt.“
Henning Luthers (1947-1991) postum veröffentlichter Vortrag „Die Lügen der Tröster“ von 1991 ist für die Seelsorge während der Corona-Pandemie eine … Mehr
Paul Schempps Grabrede vom Juni 1939 anlässlich der Beisetzung dreier bei Gleisarbeiten verunglückter Gemeindeglieder: „Was könnten wir mehr tun an solch einem Grabe, als die Leidtragenden und uns zu diesem Trost ermutigen: ‚Hofft auf den Herrn!‘ Wie könnten wir uns besser fassen und beruhigen an solch einem Grabe, als indem wir alle in der Tiefe der Seele diesen Anker auswerfen: ‚Ich hoffe auf dich!’“
Grabrede zu Psalm 39,8 Von Paul Schempp Da hat Paul Schempp der Kirchengemeinde Iptingen im Gemeindeblatt vom Juni/Juli 1939 über … Mehr
„Und Gott schweigt.“ Hans Ehrenbergs KZ-Aufenthalt in Sachsenhausen 1938/39: „‚Wenn man schon hier ist‘, meint Ehrenberg ’so soll man wenigstens was Sinnvolles tun. Unser Dienst an den Toten erscheint mir sinnvoll.‘ Mir und uns allen auch. Wir sind den Kameraden dankbar, es werden reine Hände sein, die uns betten, wenn wir in unserem Kampf ums Leben unterliegen. Für die SS ist der jüdische Pfarrer ein sensationeller Anlaß, ihren ‚Witz‘ spielen zu lassen. ‚Was bist du, Pfarrer? Rabbiner, meinst du?‘ Öfters wird er höheren SS-Führern vorgestellt, und seine ruhigen Antworten begleitet sie mit dem üblichen Hohn.“
„Und Gott schweigt.“ Begegnung und Gespräche mit Hans Ehrenberg im Konzentrationslager Sachsenhausen Von Hans Reichmann In seiner 1943 auf Englisch … Mehr
Siegfried Lenz über den Schmerz: „Der Schmerz als Erlebnis ist mehrdimensional, er ist nicht nur ein Problem, sondern auch ein Geheimnis.“
Über den Schmerz Von Siegfried Lenz Jeder kennt seine Wirkung, jeder weiß, wozu er uns bringen kann. Wir schreien, wimmern … Mehr
Helmut Thielicke im Nachruf auf Hans Joachim Iwand 1960: „Ich habe noch nie einen Menschen erlebt, der so unter seinem Gewissen gelitten hätte wie Hans Iwand, dem das Schicksal der Kirche, dem ihre Fehlentscheidungen und Irrwege buchstäblich den Schlaf raubten und sich wie die Last eigener Schuld und eigenen Versäumens auf die Seele legten“.
Nachdem Hans Joachim Iwand am 2. Mai 1960 in Folge eines Schlaganfalls in Bonn verstarb, hielt Helmut Thielicke vor seinen … Mehr
Alexander Schmemann, Den Tod in Leben verwandeln (Aus der Freude leben): „Das Christentum ist nicht Aussöhnung mit dem Tod, sondern seine Offenbarung, und es vermag den Tod zu enthüllen, weil es selbst das Leben offenbart. Dieses Leben ist Christus. Und nur wenn Christus Leben ist, kann das Christentum den Tod als den Feind erklären, den es zu zerstören gilt, und nicht als «Geheimnis», das erklärt werden müßte. Indem Religion und Säkularismus den Tod interpretieren, verleihen sie ihm einen «Status»: er ist eine «rationale», eine Forderung der Vernunft, er wird als «normal» hingestellt. Nur das Christentum erklärt ihn als anormal und daher als wirklich furchtbar.“
Den Tod in Leben verwandeln Von Alexander Schmemann Unsere heutige Kultur leugnet den Tod; sie will so wenig wie möglich … Mehr
Jörg Zink, Der Tod und seine Rückseite. Ein Geleitwort: „In früheren Zeiten bat man Gott um Bewahrung vor dem ‚jähen Tod‘, der eine bewusste Erfahrung des Sterbens verhindert wie auch die notwendige Reflexion darüber, was denn am Ende herausgekommen sei, was man noch in Ordnung bringen könne und womit man bestehen könne vor sich selbst und der letzten Instanz. Heute bittet man allenfalls um einen schnellen, schmerzlosen Tod, einen Tod, der nicht ins Bewusstsein tritt; man regrediert in den Wunsch nach bloßem Einschlafen. Die ernsthaftere Humanität lag bei unseren Voreltern, die den Abschied wünschten, die Einsicht, das Schuldbekenntnis und den Segen. Ich persönlich möchte es mir in aller Form verbeten haben, dass mich je ein Arzt um den bewussten Abschied bringen sollte.“
Der Tod und seine Rückseite. Ein Geleitwort Mit dem Thema „Tod“, das lange Zeit aus dem öffentlichen Gespräch ausgeklammert war, … Mehr