Rudolf Bohren, Predigt über Jesaja 52,13-53,12 – Der Gottesknecht (1976): „Nun gehen wir hinaus in den Karfreitag, in einen Tag, an dem voraussichtlich Men­schen sinnlos zu Tode gefahren werden. – Noch klagen die Menschen einander an, rechnen einander ihre Schuld vor. Aber unter dem Schnee blüht die Soldanelle. – Noch schieben die Menschen den Frieden vor sich her. Aber ein verkrüppelter Kirschbaum, zum Sterben in Ra­ten verurteilt, blüht über dem Asphalt. Allem Gift zum Trotz. – Noch ist der Knecht nicht wieder sichtbar. Noch ist sein Glück verborgen. Aber es kommt ein ‚Sommertag‘ ohneglei­chen, der Tag Jesu Christi. Ihm gehen wir entgegen, wenn wir heute auseinandergehen.“

Der Gottesknecht. Predigt über Jesaja 52,13-53,12 Von Rudolf Bohren Am Anfang und am Ende unseres Textes hat der Gott Israels … Mehr

Kirsten Huxel über die Botschaft vom Karsamstag: „So wie mit der Geburt alle Not um der Freude über das Kind willen vergessen ist, so wird auch nach dem Tod keine Angst mehr, sondern reine Freude sein. Der Weg der Sterbenden führt durch einen neuerlichen dunklen Geburtskanal in eine andere Welt, die das ewige Reich Christi ist. Die tröstliche Gewissheit besteht für die Sterbenden darin, dass Christus nicht nur den gleichen Weg vorausgegangen ist, sondern überdies die Tür für die Seinen weit aufgetan hat, damit auch sie mit ihm ungehindert ins Himmelreich eingehen können.“

Die Botschaft von Karsamstag Von Kirsten Huxel Am Karfreitag gedenken wir Jesu Kreuzigung und Tod. Am Ostersonntag begehen wir das … Mehr

Fridolin Stier über Josef von Arimathäa: „Selbst auf den Hohen Rat fällt ein Licht, wenn in ihm einer saß, und dieser vielleicht nicht als einziger, der Jesus wohlwollte und sich ihm auf die Mächtigkeit Gottes zu geöffnet hielt. Denn er wartete des Reiches Gottes, und er nahm, nachdem er die Felsengruft geschlossen, seine Hoffnung in jene tiefe Nacht hinaus, in der Gott tatenlos zu schweigen schien.“

Joseph von Arimathäa Von Fridolin Stier Welche Bedenken auch immer seinem Gang zu Pilatus widerraten mochten – er setzte sich … Mehr

Timothy Radcliffe, Auf dem Heimweg von Emmaus (Lukas 24,13-35). Überlegungen zur Osterzeit: „Das erste Zeugnis für die Frohe Botschaft ist unsere Freude, noch bevor die Menschen verstehen, warum wir uns freuen. Aber das ist nicht die erzwungene Fröhlichkeit derer, die darauf bestehen, dass wir glücklich sein müssen, weil Jesus uns liebt. Es ist die Festlichkeit Jesu, sein Essen und Trinken und seine Freude an den Menschen, die seine erste Verkündigung des Evangeliums ist.“

Auf dem Heimweg von Emmaus. Überlegungen zur Osterzeit Von Timothy Radcliffe Viele Katholiken sind zutiefst empört über die Mitschuld der … Mehr

Siegfried Kettling, Eseleien. Einige Kapitel Eselspädagogik für solche, die ihm (nicht) ähnlich werden wollen: „»Alexamenos betet seinen Gott an« – ein Esel sei­nen Esel! Das älteste Christusbild, die älteste Kreuzesdar­stellung – eine Schmähzeichnung. Wir sollten das gerade heute nicht vergessen. Denn damit werden wir rechnen müssen, dass wir Christen nicht auf Dauer in einer Gesellschaft leben, die uns hofiert. Damit werden wir Christen wohl rechnen müssen, dass wir eines Tages spöttisch gefragt werden: »Wie, du stehst zu diesem gekreuzigten Juden?«

Eseleien. Einige Kapitel Eselspädagogik für solche, die ihm (nicht) ähnlich werden wollen Von Siegfried Kettling Inhalt Einführung ………………………………………………  7 Fazit … Mehr

Franz-Josef Steinmetz, Jesus und sein Esel. Eine Betrachtung zum Palmsonntag: „Ist unsere Theologie tief genug im Geheimnis des Kreuzes verwurzelt? Sind wir Esel genug, um dem treu zu bleiben, der nicht auf einem hohen Roß, son­dern auf einem Esel in Jerusalem einzog, um wie ein Esel die Last der Welt auf seine Schultern zu nehmen? Ahnen wir, welche Weisheit im Kreuz verborgen ist?“

Jesus und sein Esel. Eine Betrachtung zum Palmsonntag Von Franz-Josef Steinmetz, München Das Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem (Mt … Mehr

Ulrich Luz, Bild des unsichtbaren Gottes – Christus. Der Kolosserhymnus (Kol 1,15-20): „Vergessen wir nicht, dass dieser Text ein Lobpreis ist, ein Gebet also, kein Lehrtext. Er sagt, für wen wir Gott zu loben und für was wir ihm zu dan­ken haben. Er sagt, wie Gott durch Christus sich für uns manifestieren will: als Versöhner, als Friedensstifter, der die Menschen und die Welt zusammenführt. Er gibt uns damit auch eine in­haltliche Leitlinie, an die wir uns halten können, wenn Gott für uns unerkennbar geworden ist in der Zerstrittenheit der Religionen und ihrer Got­tesbilder und in der Gespaltenheit des Christus und seiner Kirchen.“

Bild des unsichtbaren Gottes – Christus. Der Kolosserhymnus (Kol 1,15-20) Von Ulrich Luz In einem der frühesten neutestamentlichen Texte haben … Mehr

Lesslie Newbigin, Das Evangelium als öffentliche Wahrheit (The Gospel as Public Truth): „Die Kirche darf keine andere Art von Autorität anstreben als die des gekreuzigten und auferstandenen Jesus. Der endgültige ‚Beweis‘ der These kann nur am Ende der Geschichte erfolgen, bei der endgültigen Vollendung, deren Unterpfand und Erstlings­frucht die Auferstehung Jesu ist.“

Das Evangelium als öffentliche Wahrheit (The Gospel as Public Truth) Von Lesslie Newbigin Lesslie Newbigin (1909-1998) war ein britischer Theologe, … Mehr