Walter Lüthis Predigt über Lukas 2,11: «Euch ist heute der Hei­land geboren», der Heiland meint nicht allein den einzelnen, sondern immer auch die Gemeinschaft. Dieses weihnachtliche «Euch» ist als Tisch in unsere Mitte gestellt. Wenn jetzt auch in der evangelischen Christenheit wieder Christnachtfeiern aufkommen, dann sollte deren Mitte nicht ein Krippenspiel sein, sondern das Abendmahl: «für euch gebrochen, für euch vergossen», für euch! «Euch ist heute der Heiland geboren.»

Christ, der Retter, ist da. Predigt über Lukas 2,11 Von Walter Lüthi Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher … Mehr

Martin Luther Vorrede auf die Offenbarung S. Johannis (1530): „Dies Buch – meine ich – zeige ja genug gräuliche, ungeheure Tiere, scheußliche, feindselige Engel, wüste und schreckliche Plagen. Ich will der andern großen Gebrechen und Mängel schweigen, welche doch allzumal sind in der Christenheit und unter den Christen gewesen, so dass freilich alle Vernunft unter solchem Wesen die Christenheit hat müssen verlieren.“

Vorrede auf die Offenbarung S. Johannis (1530) Von Martin Luther Mancherlei Weissagung findet man in der Christenheit. Etliche weissaget also, … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Vergegenwärtigung neutestamentlicher Texte (1935): „Vergegenwärtigung neutestamentlicher Texte heißt also zunächst: sie als Zeugnis von Christus als dem gekreuzigten, auferstandenen und in die Nachfolge rufenden Herrn auszulegen in der Gewissheit, dass Christus das Subjekt der Vergegenwärtigung ist. Dies Zeugnis ist als streng einmaliges Zeugnis eines einmaligen Geschehens zu verstehen.“

Vergegenwärtigung neutestamentlicher Texte Von Dietrich Bonhoeffer Die Frage nach der Vergegenwärtigung der neutestamentlichen Botschaft ist grundsätzlich einer doppelten Auslegung fähig. … Mehr

Karl Barth über Jesu Seligpreisungen (Kirchliche Dogmatik IV/2): „Die Seligkeit jener anderen Täter und jener anderen Leidenden ist gewissermaßen kumuliert die dieser Menschen, der um Jesu willen Verfolgten, die ja beides sind: Leidende um ihres Tuns willen und ganz besonders Tätige gerade in ihrem Leiden. Es geht um das Lob der Situation derer, die das Martyrium erleiden, weil sie Märtyrer, d. h. aber Zeugen des Reiches, Jesu selbst, sein und als solche sich bewähren und erst recht betätigen dürfen.“

Über Jesu Seligpreisungen Von Karl Barth Wir schließen unsere Überlegungen zu diesem vierten Punkt mit einem Blick auf das eigentümliche … Mehr

Edith Stein, Die Krippe und das Kreuz. Das Geheimnis von Weihnachten (1931): „Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in dunkler Nacht, auch heute noch. Das Geheimnis der Menschwerdung und das Geheimnis der Bosheit gehören eng zusammen. Ge­gen das Licht, das vom Himmel herabgekommen ist, sticht die Nacht der Sünde umso schwärzer und unheimlicher ab.“

Die Krippe und das Kreuz. Das Geheimnis von Weihnachten Von Edith Stein Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in … Mehr

Eberhard Jüngel, Predigt über Lukas 21,25-30: „Wenn es unwiderrufbar dunkel wird in unserem Leben, in unserer Welt, dann wird Gott selber das Licht sein, das uns leuchtet und wärmt. Das ist gemeint, wenn es heißt, dass der Menschensohn kommen wird mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und wie das Sonnenlicht die Pflanze dazu bringt, sich aufzurichten und dem Licht entgegenzuwachsen, so wird der in Gottes Licht erscheinende Men-schensohn uns aufrichten: äußerlich und innerlich aufrichten. Er wird aus dem krummen Holz, das wir nach dem Urteil des unbestechlichen Immanuel Kant alle sind, endlich, endlich aufrechte Menschen machen.“

Predigt über Lukas 21,25-30 Von Eberhard Jüngel Liebe Gemeinde! Ziel oder Ende – das ist hier die Frage: Lang er­sehntes … Mehr

Martin Luther in seiner Predigt zu Lukas 21,25-33 von 1522 über die Zeichen der Endzeit: „Darum will Christus uns gewiss machen und aufwecken, daß wir ja gewiss des Tages warten, wenn die Zeichen kommen. Wenn die Zeichen auch ungewiss wären, so laufen doch die keine Gefahr, die sie für gewiss halten, wohl aber die, die sie verachten. Darum lasst uns aufs Gewisse setzen und die obengenannten Zeichen für die rechten halten, damit wir nicht mit den Geistlosen anlaufen: fehlen wir, so haben wirs doch getroffen, fehlen aber die andern, so wirds gefehlt mit ihnen bleiben.“

Predigt über Lukas 21,25-33 (1522) Von Martin Luther Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen … Mehr

Rudolf Bultmanns Adventspredigt über Offenbarung Johannes 3,14-20 (1940): „»Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an!« Das gilt aber endlich und vor allem von dem Worte der Heiligen Schrift, das uns eben zu solcher Wachsamkeit und Bereitschaft ruft. Es spricht hinein in unser Alltagsleben als das Wort aus einer anderen Welt. Es spricht im Grunde schon aus den Kirchenglocken, deren Ton von allen anderen Klängen, die sonst unser Ohr umklingen, verschie­den ist, – eine fremde Stimme in unserer vertrauten Welt. Und es wäre traurig, würde der Klang der Kirchenglocken in unsern Dörfern, unseren Städten je verstummen.“

Predigt über die Offenbarung Johannes 3,14-20 Von Rudolf Bultmann Und dem Engel der Gemeinde Laodicea schreibe: Das sagt der Amen, … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über Lukas 18,1-8 von 1915: „Sehen wir heute die Welt im Kriegsgeist wie einmütig, warum sollen wir nicht auch im Geist Gottes einmal erleuchtet werden? Sehen wir Völker in der Begeisterung aufwachen und im eitlen Wahn immer nur auf ihren Sieg warten, wie wenn dann etwas geholfen wäre — vielleicht könnte auch Gott es machen, daß man einmal begeistert wird für das Gute, für das Wahrhaftige, für den Frieden? Aber nur sein Geist wird es machen, nur sein Geist kann dem Geist der Welt entgegentreten.“

Beten und nicht laß werden! Predigt über Lukas 18,1-8 Von Christoph Blumhardt Der Heiland sieht auch in große Städte hinein. … Mehr