Rolf Wischnath, Auferstanden von den Toten. Ostertheologie in sechs Schritten: „Drei Tage nach der Kreuzigung und in den Wochen danach wäre es in Jerusalem unmöglich gewesen, die Behauptung aufzustellen: ‚Der gekreuzigte Jesus ist auferstanden!‘, wenn nicht zugleich auch das Grab des Gekreuzigten leer gewesen wäre. Die Behauptung einer Auferstehung von den Toten im Angesicht eines ‚vollen Grabes‘ wäre für jeden aus dem Volk Israel der reine Unsinn, ja eine Tollheit gewesen.“

AUFERSTANDEN VON DEN TOTEN – OSTERTHEOLOGIE IN SECHS SCHRITTEN Von Rolf Wischnath 1. SCHRITT: UNGEHEUERLICH Wenn einer stirbt, muß er … Mehr

Über das Opfer Abrahams. George Steiner und Pierre Boutang im Fernsehgespräch (1987): „Für Boutang ist es also, wenn ich das richtig verstehe, der Teufel. Gott, der im Voraus weiß, dass er das Kind retten wird, fragt das nicht von einem Vater. Ich weiß, dass er es verlangt hat, und dass er das Kind nicht gerettet hat, und dass er es heute nicht rettet, und dass er es nicht retten wird auf der Straße, morgen, vor uns, vor dem Unfall, ich spreche überhaupt nicht mehr vom Dämon, ich spreche von der Straße, morgen, vom Krankenhaus heute Nachmittag …“

Über das Opfer Abrahams. George Steiner und Pierre Boutang im Fernsehgespräch (1987) George STEINER: In allem, was ich schreibe, dreht … Mehr

Rolf Wischnath, Zweimal schreit Jesus am Kreuz. Hörbares in der Matthäuspassion: „Merkwürdigerweise gebraucht Matthäus hier im Griechischen für ’schreien‘ ein anderes Wort als zuvor. Das erste Wort lautet genau übersetzt ‚aufschreien‘. Das zweite lautet ‚krazein‘ und kommt im Deutschen vor in den Worten ‚kreischen‘ und ‚kreißen‘. ‚Kreißen‘ – denken wir an den ‚Kreißsaal‘ – ist das alte Wort für ‚in Geburtswehen liegen‘ und darin vor Schmerz ‚laut schreien / brüllen‘.“

Zweimal schreit Jesus am Kreuz Hörbares in der Matthäuspassion Von Rolf Wischnath Unter dem Kreuz Jesu wurde nach dem Matthäusevangelium … Mehr

Walter Brueggemann über den Lobgesang der Hanna (1.Samuel 2,1-10): „Es ist JHWHs Fähigkeit, angesichts des menschlichen Handelns den Schwachen und Ausgegrenzten Hoffnung zu geben. JHWHs Eingreifen verändert das Missverhältnis von Macht und Möglichkeiten im menschlichen Handeln. So können im Krieg die Mächtigen nicht siegen und die Schwachen stark sein.“

Der Lobgesang der Hanna. Kommentar zu 1. Samuel 2,1-10 Von Walter Brueggemann Die Geburt eines Kindes für eine unfruchtbare Frau … Mehr

Hans Joachim Iwand, Gedanken zu Karfreitag: „Mein Heil liegt darin begründet, dass es Gott um seine Sache geht und meine (böse) Sache in diese seine (gute) Sache eingeschlossen ist. Dem pro me Gottes, an das ich mich im festen Glauben hal­te, liegt ein pro se Gottes zugrunde! Es geht Gott hier, in der Tilgung und Aufhebung meiner Sünden, um seine Gerechtigkeit und seine Gnadenwahl.“

Gedanken zu Karfreitag Von Hans Joachim Iwand Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht … Mehr

Reinhold Schneider, Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952): „Wir haben in dieser Stunde kein mächtigeres Wort als das des Ostertages; es verkündet den Sieg, in den jeder auf Erden mögliche Sieg eingeschlossen ist. Der Sieg hat kein anderes Zeichen als das Kreuz. Und nur diejenigen werden die gülti­gen, glaubwürdigen Zeugen dieses Sieges sein, denen wie den Aposteln die Bereitschaft zum Kreuze eingeprägt ist. Die ge­schichtliche Tat des Christen ist das Zeugnis des Lebens.“

Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952) Von Reinhold Schneider »Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, welchen Gott auferweckt hat von … Mehr

Wenn 1.Korinther 15,27f im Schatten des Lateinischen ’subjektiv‘ bzw. ‚unterwürfig‘ übersetzt wird: „Ob ‚unterwerfen‘ für das Verhältnis von Jesus Christus als Sohn zu seinem Vater angebracht ist, muss hinterfragt werden. Bei Unterwerfen ist jedenfalls ein Zwangs- bzw. Gewaltverhältnis konnotiert.“

Wenn 1.Korinther 15,27f im Schatten des Lateinischen ’subjektiv‘ bzw. ‚unterwürfig‘ übersetzt wird Konkordant übersetzen ist für mich ein Gebot der … Mehr

Martin Luthers Auslegung von Philipper 2,5-11 in seiner Fastenpostille 1525: „Unsre Augen sind noch blind und finster, die nicht sehen, dass er’s sei und ihm alle Dinge gehorsam sind. Am Jüngsten Tage aber wird’s offenbar werden. Da werden wir sehen, was jetzt schon geht, nämlich wie Christus göttlicher Gestalt sich entäußert hat und ist wie ein Mensch worden.“

Epistel auf den Sonntag Palmarum, Philipper 2,5-11 (Fastenpostille 1525) Von Martin Luther Hier hält uns Paulus abermals das mächtige Exempel … Mehr