Predigt zu Matthäus 5, 43-48 Von Jürgen Moltmann Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Elazar Benyoëtz, Kajin wurde verdammt, Repräsentant seines Bruders zu sein: „An ihrem schieren Anfang setzte Kajin der Brüderlichkeit ein Ende. Er konnte nicht genau wissen, was er tut, aber einsehen, was er tat: Er führte den Tod in die Welt ein und sprach der Reue ihr erstes Wort.“
Kajin wurde verdammt, Repräsentant seines Bruders zu sein Von Elazar Benyoëtz Kajin hat seinen Bruder erschlagen, gestellt, versuchte er seine … Mehr
Gottfried Bachl, Wider die harmlose Redseligkeit (1991): „Dagegen begegnet mir heute eine Kirchensprache, aus der der Gott der Zumutungen verschwunden ist. Alles, was den Menschen hart angeht: ungefragtes Dasein in dieser Welt, die Schwere der Materie, die Unausweichlichkeit der Freiheit, der Schmerz des geistigen Bewußtseins, der dunkle Abstand zum Urheber des Ganzen, dessen schroffe Andersheit, das zufahrende Wort aus dem Bereich des Heiligen, die Ungewißheit der Spannung zwischen Gut und Böse – all das wird überspielt von einer Monotonisierung der Sprache auf Liebe.“
Wider die harmlose Redseligkeit. Thesen zur Sprachkultur in der heutigen Kirche Von Gottfried Bachl Die Sprache der Kirche ist heute … Mehr
Eberhard Jüngel, ‚sola scriptura‘. Von der reformatorischen Lust, aus der Quelle zu trinken: „Die Texte der Heiligen Schrift locken uns nun, zu ihnen zurückzukehren, in sie einzukehren, um uns in ihnen aufzuhalten, in ihnen gleichsam Wohnung zu nehmen, in ihnen hin und her zu gehen wie in einem Haus mit vielen Gemächern. Dann vermitteln sie uns eine Geborgenheit oder so etwas wie Heimat, ohne die man in der komplexen, ja überkomplexen Wirklichkeit unserer Welt schwerlich seinen Weg findet.“
‚sola scriptura‘. Von der reformatorischen Lust, aus der Quelle zu trinken Von Eberhard Jüngel I. Breit dahinfließende Ströme haben etwas … Mehr
Kristlieb Adloff, »Das beladenste aller Menschenworte«. Vom Judentum über G’tt sprechen lernen: „Wenn Gott, anders als im Judentum, als der dem Menschen Zugewandte, nicht in eins damit der Richter, der Gott des Gesetzes und des konkreten Gebietens sein kann, bleibt nur das Feld einer vagen »Spiritualität« und einer jeweils zeitgemäßen Moral. Das Judentum könnte das Christentum daran erinnern, dass der von ihm verkündigte Gott nicht irgendeine Gottheit, sondern in der Nachfolge Jesu der ist, dessen Name geheiligt werden soll.“
Am 20. Dezember 2023 ist Kristlieb Adloff im Alter von 89 Jahren verstorben. Ihn zeichnete eine biblische Theologie aus, die … Mehr
Walter Brueggemann, David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23: „Geschichte ist keine Abfolge von zufälligen Ereignissen. Geschichte ist die Verwirklichung einer Verheißung, die „erniedrigt und erhöht“, die „arm macht und reich“, die „erniedrigt und erhöht“. Saul wird nun erniedrigt, verarmt, zu Fall gebracht. Die Erzählung verweilt jedoch nicht bei Saul. Sie richtet ihr Augenmerk auf den, der zum Herrschen bestimmt ist.“
David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23[1] Von Walter Brueggemann Dieses Kapitel weist enge … Mehr
Werner Schmauch, Reich Gottes und menschliche Existenz nach der Bergpredigt: „„Ihr seid das Salz des Landes.“ „Ihr seid das Licht der Welt.“ Diese Bestimmung widerstreitet allem natürlichen Selbstverständnis. Denn sie meint ja nicht eine ichbezogene Existenz, die sich zugleich auf die Nächsten, die anderen, auf die Welt richtet, sondern sie beseitigt alle Ichbezogenheit, auch die fromme, indem sie diese „Ihr“ ausschließlich in ihrem „Für-sein“, in der Proexistenz bestimmt. Und auch darin wiederum so, daß jede Inanspruchnahme dieses So-seins in der bloßen Reflexion ein böses, wenn auch bei Christen und Kirchen leider nicht seltenes Mißverständnis ist.“
Reich Gottes und menschliche Existenz nach der Bergpredigt[1] Von Werner Schmauch Sehe ich das Thema recht, so fragt es nach … Mehr
Margarete Susman über Ezechiel, Exilprophet der Umkehr: „Der Prophet ergreift mit gewaltiger Hand den im Leeren hängenden Baum, reißt ihn vollends heraus aus dem alten Erdreich, reißt auch noch die letzten Wurzelfasern, die sehnsüchtig im Heimatboden hängen, aus, reißt ihn herum in die entgegengesetzte Richtung und pflanzt ihn in einer ungeheuren Umkehrung gegen alles natürliche Wachstum, die Wurzeln nach oben, wieder ein.“
Ein Exilprophet, Ezechiel Von Margarete Susman Der Tempel ist zerstört, das Land innerlich zerfallen, äußerlich verwüstet, das Volk hinweggetrieben, es … Mehr
Margarete Susman, Das Gesetz (1950): „Dennoch ist Einer gekommen / Durch die verschlossenen Tore, / Aber er sprengte sie nicht. / Ruhig trat er, ein Licht, / Durch die geschlossenen Fenster / Und verwandelte alles. / Aber er ließ es bestehn. / Aufzulösen war nimmer / ein Werk; sein Werk war Erfüllung.“
Das Gesetz Im steinernen Haus des GesetzesIst feste, doch düstere Heimat.Gleichnislose GewalttatGöttlichen Geistes – so reckt esGrau aus der Tiefe … Mehr