Hans Joachim Iwand in seiner Bonner Vorlesung zu Luthers Theologie: „Der Nationalsozialismus war eine Schöpfung des «Protestantismus». Geistig kommt er von dieser Wurzel her, geistig ist er ein wirkliches Ende, so dass wir heute ganz neu gefragt sind: Wer sind die Seinen? Es müsste deutlich werden: die Seinen sind wir, als Protestanten, als Erben der Reformation, schon lange nicht mehr.“

Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum von 2017 ist dies die entscheidende Frage: Ist der gegenwärtige Protestantismus legitimer Erbe der Reformation? … Mehr

Was verstand Luther unter Religion? (im Verständnis von Karl Holl): „Luthers Religion ist Gewissensreligion im ausgeprägtesten Sinne des Worts. Mit all der Eindringlichkeit und persönlichen Bedingtheit, die einer solchen zukommt. Wie sie aus einer Gewissenserfahrung bestimmter Art, aus dem von Luther in eigenartiger Schärfe erlebten Zusammenstoß eines zugespitzten Verantwortungsgefühls mit dem als unbedingt, als schlechthin unverrückbar geltenden göttlichen Willen hervorging, so ruht sie als Ganzes auf der Überzeugung, daß im Bewußtsein des Sollens, in der Unwiderstehlichkeit, mit der die an den Willen gerichtete Forderung den Menschen ergreift, das Göttliche sich am bestimmtesten offenbart. Und zwar um so klarer und unzweideutiger, je tiefer das Sollen den Menschen erregt und je schärfer es sich von den »natürlichen« Lebenswünschen des Menschen abhebt.“

Was verstand Luther unter Religion? Von Karl Holl Der Klassiker eines religionistischen Missverständnisses von Reformation ist noch immer Karl Holls … Mehr

Was tut eigentlich eine ganz normale evangelische Kirchengemeinde in Bayern? „In einer ganz normalen Kirchengemeinde versammeln sich Christinnen und Christen am Sonntag zum Gottesdienst. Dort hören sie auf Gottes Wort, wie es in der Heiligen Schrift bezeugt ist, und rufen den dreieinigen Gott im Gebet und Lobpreis an. Außerdem feiern sie im Abendmahl die leibliche Gegenwart Christi. Wesentlich ist, dass Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen mit ihrem eigenen Herzen in das Gotteslob einstimmen können.“

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Der Kirche Tribut zollen? – Warum Kirchensteuern für Christen fragwürdig sind: Im Evangelischen Staatslexikon wird die Kirchensteuer wie folgt definiert: „Unter Kirchensteuern versteht man nichtständige öffentlich-rechtliche Zwangsabgaben in Geld, die von Religionsgesellschaften mit öffentlich-rechtlicher Korporationsqualität (oder ihren Unterverbänden) zur Finanzierung kirchlicher Aufgaben kraft eines kirchenrechtlichen Anspruchs in der Regel nur von ihren Mitgliedern ohne Gegenleistung erhoben werden, wobei die Steuerpflicht an einen allgemein bestimmten Steuertatbestand anknüpft und eine Zwangsbeitreibung durch staatliche Hoheitsakt garantiert wird.“

Im neuen Korrespondenzblatt des bayerischen Pfarrervereins ist folgender Artikel von mir in Sachen Kirchensteuer erschienen: Der Kirche Tribut zollen? – … Mehr