Russell T. McCutcheon zur Problematik des Religionsbegriffs: „Da die Ursprünge des Religionsbegriffs keinen Hinweis darauf geben, wie wir ihn heute verwenden sollten, stoßen Wissenschaftler, die ‚Religion‘ zur Bezeichnung einer Untergruppe kultureller Praktiken verwenden, auf eine Reihe von Fragen, die es zu untersuchen gilt: Wenn eine Kultur den Begriff nicht kennt, können wir dann ‚ihre Religion‘ studieren? Sollte die Wissenschaft nur Konzepte verwenden, die für die untersuchte Gruppe typisch sind? Ist die Sache, auf die unser Wort verweist, allen Menschen gemeinsam, ungeachtet ihres Selbstverständnisses? Ist die Verwendung unseres lokalen Begriffs, als wäre er ein universeller Signifikant, ein Akt des Kulturimperialismus?“

Religion Von Russell T. McCutcheon Wie alle Gegenstände der Kultur haben auch Wörter eine Geschichte; Bedeutung und Gebrauch ändern sich … Mehr

Ernst-Wolfgang Böckenförde, Wie können die Religionen friedlich und frei beisammen leben? (2007): „Mithin bleibt als Grundfrage, wieweit der Islam seiner Art nach auf eine grundsätzliche Trennung von Religion und Staat und die Anerkennung des säkularisierten Staates hin vermittelbar ist. Man muss hier genau auf die Auffassungen im Islam hinsehen und darf sie nicht vorschnell mit Äusserungen islamistischer Gruppen gleichsetzen.“

Wie und unter welchen Umständen kann der Islam in Deutschland toleriert werden? Dazu hat der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht und … Mehr