Wenige Monate vor seinem Tod hielt Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) in Bad Boll folgende Predigt zum Reformationsgedächtnis: Der Herr kommt! … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Lesslie Newbigin, Das Evangelium und die moderne westliche Kultur (1993): „Wenn ich mit der Frage herausgefordert werde: ‚Woher wissen Sie, dass Ihre Geschichte die wahre ist?‘, darf ich auf keinen Fall den fatalen Fehler wiederholen, die Hilfe der Philosophie zu suchen, um die Glaubwürdigkeit der göttlichen Offenbarung zu untermauern, als ob etwas wäre zuverlässiger verfügbar war als das, was Gott in Jesus Christus getan hat. Ich kann nur sagen: Das hat Gott getan, und ich bin beauftragt, Ihnen diese Einladung zu überbringen.“
Das Evangelium und die moderne westliche Kultur Von J. E. Lesslie Newbigin In diesem 20. Jahrhundert verbreitet sich das Christentum … Mehr
Karl Barth über Johann Christoph Blumhardt: „Die akademische Theologie hat es sich zu leicht gemacht, indem sie diese Fragen überhörte, weil Blumhardt sie nur seelsorgerlich, nicht wissenschaftlich gestellt und beantwortet hat. Der Augenblick mußte kommen und er ist gekommen, der die Einsicht brachte, daß hier Entscheidendes zu lernen war: gerade für die akademische Theologie.“
Über Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) Von Karl Barth Die Behandlung dieses Mannes in einer Geschichte der Theologie scheint vom Begriff … Mehr
Eberhard Jüngels Predigt über Psalm 46 von 1998: „Genau dazu will uns der 46. Psalm ermutigen: dass wir glaubend über uns hinausfahren, dass wir glaubend hingerissen werden von Gott und zu Gott, dass wir glaubend außer uns geraten in die herrliche Ekstase der Freiheit. Und wenn wir singen, liebe Gemeinde, wenn wir singend unsere Herzen zu Gott erheben, dann ist das zumindest ein Anfang, ein kleiner Anfang einer großen Freiheit.“
Predigt über Psalm 46 Von Eberhard Jüngel, Tübingen Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem … Mehr
Lesslie Newbigin über Evangelium und Kultur (Gospel and Culture, 1995): „Es gibt nur eine Geschichte, denn es gibt einen Gott, einen Herrn Jesus Christus und einen Heiligen Geist, der uns dazu führt, den einen Herrn Jesus zur Ehre des Vaters zu bekennen. Alles, was wir von der Geschichte erzählen und was wir in unseren verschiedenen Kulturen leben, unterliegt dem Urteil dessen, dessen Geschichte es ist.“
Lesslie Newbigins Vortrag „Gospel and Culture“, den er 1995 in Dänemark gehalten hat, kann als sein Vermächtnis gelten: Evangelium und … Mehr
Karl Barth über die zwanziger Jahre in Zwischenzeit (Magnum, 1961): „In der deutschen evangelischen Kirche von damals konnte mir nie so richtig wohl werden. Sie entwickelte, dem Staat gegenüber zum erstenmal auf eigene Füße gestellt, ein merkwürdig pompöses Selbstbewußtsein, dem der Gehalt und Tiefgang ihrer Verkündigung nun doch nicht zu entsprechen schien. Schon gab es da und dort „Bischöfe“, solche, die die Bischöfe liebhatten, und solche, die selbst gern Bischöfe werden wollten.“
Zwischenzeit Von Karl Barth Was ich, dem an mich ergangenen Wunsch gemäß, hier bieten kann, ist keine geschichtsphilosophische Deutung jener … Mehr
Erik Peterson, Apostel und Zeuge Christi. Auslegung des Philipperbriefes (1940): „Das Martyrium bedeutet nicht nur ein Gültigwerden des Evangeliums, sondern auch eine Förderung der Evangeliumsverkündigung, die sich darin beweist, daß anderen der Mut kommt, „das Wort Gottes zu sagen“. Es gehört das zu der Gnade des Martyriums, daß es „das Wort Gottes“ in der Kirche entbindet, das aus Feigheit oder weltlicher Klugheit oder anderen Sünden heraus so oft nicht „gesagt“ wird.“
Da lebte Erik Peterson nach seiner Konversion zur römisch-katholischen Kirche mit seiner Familie in Rom in prekären Verhältnissen, als er … Mehr
Über Bartgebot und Bartverbot für „Geistliche“: „In der evangelischen Kirche ist der Bart Sache persönlicher Freiheit, doch sieht die Reformationszeit den kriegsmännischen Bart (Schnauzbart, Spitzbart) nicht gern. Die Konsistorien des 19. Jahrhunderts führen einen heimlichen, jedoch vergeblichen Kampf gegen den Schnurrbart.“
Es gibt wohl kein besserer Beispiel als die Barttracht dafür, wie sehr kirchliche Sittenlehren vom jeweiligen Zeitgeist beeinflusst sind: Bart, … Mehr
Hanns Bächtold, Deutscher Soldatenbrauch und Soldatenglaube (1917): „Der Soldat sieht sich fortwährend von mannigfaltigen Gefahren bedroht und wird sich seiner menschlichen Ohnmacht bewusst. Da neigt er gern zu dem Glauben, dass es übernatürliche Mächte gebe, die Schutz vor Not und Gefahr, Verwundung und Tod gewähren und holt sich aus diesem Glauben neue Hoffnung und neuen Halt. Es ist schwer, dabei die Grenze zwischen wahrem Glauben und Aberglauben zu ziehen; beide gehen in einander über. Wohl die meisten Soldaten tragen irgend etwas auf sich; das zeigen alle bisher gemachten Erhebungen. Der eine hat stets die Photographie lieber Angehöriger oder irgend ein anderes Erinnerungszeichen an sie, der andere eine geweihte Medaille, einen Bibelspruch oder die ganze Bibel usw.“
Deutscher Soldatenbrauch und Soldatenglaube (1917) Von Hanns Bächtold Wie kommen Soldaten mit dem Kriegsgeschehen religiös zurecht? Der schweizer Volkskundler Hanns … Mehr