Der ganze Mensch ist sein ganzer Name Von Elazar Benyoëtz Die erste Kleidung eines Menschen ist der Name, mit dem … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Aus den Apophthegmata patrum – Über die gemeinsame Wahrnehmung im Widerstreit des Gesehenen : „Da sagte der eine: »Siehst du die Taube da?« Der andere darauf: »Das ist doch eine Krähe!« Und sie begannen zu streiten, indem einer dem anderen widersprach, und sie erhoben sich und begannen einen Kampf bis aufs Blut zur größten Freude des Feindes, und sie trennten sich.“
Über die gemeinsame Wahrnehmung im Widerstreit des Gesehenen (aus den Apophthegmata patrum) Altvater Niketa berichtete von zwei Brüdern, die zusammenkamen, … Mehr
Fridolin Stier über Martin Buber: „Nach dem Essen zog sich Mutzi – wie gewohnt – in den Bettkasten zurück, um Mittagsschlaf zu halten, Martin Buber auf der Couch davor. Die Katze schmiegte sich an den Schlafenden – eine schwarze Pfote im weißen Bart.“
Über Martin Buber und die Katze Mutzi Von Fridolin Stier Wenn ich an Martin Buber denke, fällt mir Mutzi ein. … Mehr
Margarethe Susman, Emmaus (1944): „Doch unsre Herzen, Herr, sie brennen, brennen: / Brich uns das Brot, noch einmal brich es wieder, / Daß wir zusammenstürzend Dich erkennen!“
Emmaus Herr, bleibe bei uns! Es will Abend werden!Gott! welcher Abend, welches blutige Lohen!Bist du nicht längst der späten Glut … Mehr
Reinhold Schneider, Ostern (1945): „Mit Deines Leids Gewalten, / Aus Deines Todes Kraft / Hast Du den Fels gespalten / Und uns dem Tod entrafft. / Nun ziehst Du alle Pfade / Tief in Dein Leid hinein; / Es will die größte Gnade / Im größten Leiden sein.“
Ostern Mit Deines Leids Gewalten,Aus Deines Todes KraftHast Du den Fels gespaltenUnd uns dem Tod entrafft.Nun ziehst Du alle PfadeTief … Mehr
Kurt Marti, abendland: „schöner judas / da schwerblütig nun / und masslos / die sonne / ihren Untergang feiert / erührst du mein Herz / und ich denke dir nach“
abendland schöner judasda schwerblütig nunund masslosdie sonneihren Untergang feierterührst du mein Herzund ich denke dir nach ach was wardein einer … Mehr
Reinhold Schneider, Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952): „Wir haben in dieser Stunde kein mächtigeres Wort als das des Ostertages; es verkündet den Sieg, in den jeder auf Erden mögliche Sieg eingeschlossen ist. Der Sieg hat kein anderes Zeichen als das Kreuz. Und nur diejenigen werden die gültigen, glaubwürdigen Zeugen dieses Sieges sein, denen wie den Aposteln die Bereitschaft zum Kreuze eingeprägt ist. Die geschichtliche Tat des Christen ist das Zeugnis des Lebens.“
Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952) Von Reinhold Schneider »Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, welchen Gott auferweckt hat von … Mehr
Elie Wiesel, Wo ist Gott? (Die Nacht): „Mehr als eine halbe Stunde hing er so und kämpfte vor unseren Augen zwischen Leben und Sterben seinen Todeskampf. Und wir mussten ihm ins Gesicht sehen. Er lebte noch, als ich an ihm vorbeischritt. Seine Zunge war noch rot, seine Augen noch nicht erloschen. Hinter mir hörte ich denselben Mann fragen: ‚Wo ist Gott?‘ Und ich hörte eine Stimme in mir antworten: ‚Wo er ist? Dort – dort hängt er, am Galgen …'“
Wo ist Gott? Von Eli Wiesel Ich habe in der Folge mehreren Erhängungen beigewohnt. Nie habe ich einen der Verurteilten … Mehr
Reinhold Schneider, Passion (1953): „Das Kreuz kann hoch im Lichte erfahren werden von Begnadeten – und tief unten in den Schluchten, in die kein Strahl fällt; es steht ja in der Mitte aller Kreise des Geschaffenen. Der Christ wird entdecken, daß nicht seine Bestimmung, nicht seine Aufgabe das Letzte war, das ihm gesendet wurde, sondern das Kreuz, das sich in ihnen verbarg, und er wird ahnen, daß es verhüllt war in seiner Liebe und ihn mit deren Kräften zog.“
Passion (1953) Von Reinhold Schneider »Denn wenn die Toten nicht auferweckt würden, so wäre auch Christus nicht auferweckt worden; wäre … Mehr