Karl Barth in Sachen Barmen-Gedächtnis (1964): „Barmen ist zu einer alten Fahne geworden, die man alle fünf Jahre entrollt vor den Augen der kaum interessierten Jugend ein bißchen hin und her schwenkt und dann wieder in die Mottenkiste versorgt. Das mag ich nicht unterstützen.“

Nachdem ja die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern nun einen Satz zu Barmen in ihren Grundartikel eingefügt hat („In der Barmer … Mehr

Warum die evangelische Kirche die „rechte alte Kirche“ ist – Aus Martin Luthers Schrift „Wider Hans Worst“: „Zum neunten kann niemand leugnen, dass wir eben dasselbe Leiden (wie Petrus 1. Petr. 5, 9 fordert) wie unsere Brüder in der Welt haben. Da verfolget man uns an allen Orten, da erwürget, ertränkt, henkt und tut man uns um des Wortes willen alle Plage an und gehet es uns gleich wie der alten Kirche.“

In seiner Schrift „Wider Hans Wort“ von 1541 polemisiert Martin Luther gegen Herzog Heinrich von Braunschweig zu Wolfenbüttel, der in … Mehr

Norbert Lüdecke über die päpstliche Primatialgewalt: „Der Papst besitzt die formal so qualifizierte Gewalt in ih­rer ganzen Fülle. Dem Papst kommt die gesamte Gewalt Christi für seine Kirche auf Erden ohne jede Einschrän­kung zu. Die Vollgewalt mit ihren Funktionen der Ge­setzgebung, der Rechtspre­chung und der Verwaltung erstreckt sich auf die Glaubens- und Sitten­lehre wie auf die gesamte kirchliche Rechtsordnung, auf Lehre und Disziplin.“

Norbert Lüdecke über die päpstliche Primatialgewalt Wer wissen will, was die römisch-katholische Kirche im Unterschied zu anderen Kirchen ausmacht, muss … Mehr

Mein Kurzporträt Johann Michael Feneberg in Roland Werner/Johannes Nehlsen, Gesichter und Geschichten der Reformation: 366 Lebensbilder aus allen Epochen: „Auf Fenebergs Siegel lehnen Gehstock und Prothese am Kreuz. Er hatte in seinem Leben viel zu ertragen. Dennoch blieb er «seinem Christus bis ans Ende treu». Auch evangelische Christen können von einem katholischen Pfarrer lernen, aufzusehen zu Jesus, «dem Anfänger und Vollender des Glaubens» (Hebräer 12,2).“

  Für das jüngst erschienene Buch „Gesichter und Geschichten der Reformation: 366 Lebensbilder aus allen Epochen“ habe ich zwei Lebensbilder … Mehr

Martin Luthers Predigt über Christi Höllenfahrt (1533) mit deren Anti-Hermeneutik: „Weil wir uns ja unsere Gedanken und Vor­stellungsbilder von dem machen müssen, was uns in Worten vorge­tragen wird, und weil wir nichts ohne Bilder denken und verstehen kön­nen, so ist es fein und recht, dass man’s ganz wörtlich auffasst, so wie man’s malt: dass Christus mit der Fahne hinunterfährt und die Höllenpforten zerbricht und zerstört; die hohen, unver­ständlichen Gedanken sollen wir auf sich beruhen lassen.“

„Hermeneutik ist die Kunst, aus einem Text herauszukriegen, was nicht drinsteht.“ Odo Marquards bekanntes Diktum verweist auf die platonische Grundlage … Mehr