‚Gut‘ in der Bibel Von Hans Thimme „Das sei aber den Einfältigen gesagt, …daß man Gott alleine trauen und sich … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Hans G. Ulrich, »Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn« (Römer 14,8): „Es ist zu fragen, warum das Sterben, wie es zum Menschen gehört, in den verschiedenen Diskursen nicht wirklich als eben menschliches, als dem Menschen so zukommendes und auch gewährtes in den Blick kommt – mit all dem, was an Hilfe und Beistand geleistet werden kann, aber vor allem mit all dem, was von jener anderen Geschichte im Sterben präsent wird. Das Bleiben in der Anfechtung wie das Bleiben in der Geschichte, für die wir selbst nicht einstehen müssen, lässt uns befreit sein davon, das Sterben in die Regie nehmen zu müssen. Dies macht die ars moriendi und eine ihr entsprechende seelsorgliche Praxis aus, die in der Botschaft enthalten ist, dass wir Menschen gewürdigt sind, dieser anderen Geschichte zuzugehören, die Gott mit uns angefangen hat und die er weiterführen wird – in alle Ewigkeit.“
»Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn«[1] »Sterben« im Verständnis christlicher Tradition, auch im Blick auf die seelsorgerliche … Mehr
Hans Graf von Lehndorff, Zu welchem Ziel reisst uns die Zeit noch hin? (zu Johannes 14,6): „So legen wir die Zeit in deine Hand; / mag sie zu noch so fernen Ufern streben – / du bleibst der Weg, die Wahrheit und das Leben, / und alle Tage sind dir zugewandt.“
Zu welchem Ziel reißt uns die Zeit noch hin?(zu Johannes 14,6) Zu welchem Ziel reißt uns die Zeit noch hin?Herr … Mehr
Karl Barth, Wie man die eigene Lebensbahn findet? (Neujahr 1958): „Es geht schlicht um das Hören seines Wortes, das er uns nicht verschwiegen hat, keinem von uns verschweigt. Es ist lebendig mitten unter Bitten und Empfangen, Suchen und Finden, Anklopfen und Aufgetanbekommen sind, indem wir sein Wort hören, Eines. Und wieder indem wir es und in ihm ihn selbst hören, zeigt es uns auch unsere eigene, zeigt es je mir meine, je dir deine Lebensbahn, ist es deines und meines Fusses Leuchte, das Licht auf deinem und meinem Pfade. So auch in dem nun anhebenden Jahr 1958. Wir wissen nicht, wie unsere Lebensbahn in diesem Jahr aussehen wird. Es könnte für mich oder für dich deren letzte Strecke sein. Sie wird aber, indem wir auch in ihm Gottes Wort hören und also mit Gott leben dürfen, auf alle Fälle keine Todesbahn, sondern hell und also gangbar sein. Ein Jahr des Herrn und darum ein Jahr des Heils ist dann auch mit diesem neuen Jahr für uns angebrochen. «Jesu, geh voran, auf der Lebensbahn!»“
Wie man die eigene Lebensbahn findet? Von Karl Barth Indem ich die Frage genau so aufnehme, wie sie mir gestellt … Mehr
Martin Luther über den rechten Gottesdienst wider die Herodisten (Weihnachtspostille, 1522): „Wenn du das heilige Kreuz trägst und musst viel um solchen Glaubens und Bekenntnisses willen leiden, so dass du Leib und Leben, Gut und Ehre, Freund und Gunst daran setzen musst, das heißt recht gefeiert und den Sabbat geheiligt, da nicht du selbst, sondern Gott allein in dir wirkt, und du nur ein leidender, verfolgter Mensch bist. Das ist das dritte Stück des Gottesdienstes, im dritten Gebot zusammengefaßt. Siehe, das ist die erste Tafel mit den ersten drei Geboten, welche in die drei Stücke inbegriffen werden: Glauben, Bekennen und Leiden; dadurch wird diesem Leben und der Welt entsagt und allein Gott gelebt.“
Vom rechten Gottesdienst wider die Herodisten (Weihnachtspostille, 1522) Von Martin Luther Keinen bessern Unterschied kann man hierin haben als Gottes … Mehr
Karl Barth, Christus und die Christen (1947): „Es geht für den Christen darum, die Freude zu bezeugen, die ‚im Himmel‘ ist. In dieser Freude dürfen wir leben, d. h. in Jesus Christus sind wir Menschen, die schon getröstet sind und die, auch wenn sie es schwer haben, nicht verzweifeln müssen, sondern die durch Christus fest genug gehalten sind, um gegen den Betrug der Welt, gegen den Unfug der Kirche und gegen ihre eigene Verkehrtheit immer wieder einen Abend und einen Morgen überstehen zu können. Das bißchen Manna, das die Israeliten in der Wüste jeweils gerade für einen Tag bekommen haben, um jeweils zu diesem Tag wieder herzlich Ja zu sagen, wird auch uns nicht fehlen, wenn wir nur hinlaufen, es aufzusammeln, wo es vom Himmel gefallen ist. So steht es mit dem Leben unter dem christlichen Trost. Man kann ihn nicht aufsparen, man kann ihn sich immer wieder schenken lassen. Aber er wird einem auch geschenkt. Und indem man ihn aufnimmt, muss man nicht verzweifeln, sondern ist man ein durch Christus Getrösteter, getröstet in der Welt und in der Kirche, getröstet auch in seinem eigenen Herzen und Gewissen.“
Christus und wir Christen (1947) Von Karl Barth Unser Thema hat die Eigenschaft, sehr einfach zu sein. Christus und wir … Mehr
Alfred Delps Weihnachtsmeditation (1944, Haftanstalt Berlin-Tegel): „Den Lasten Gottes soll man nicht ausweichen. Sie sind zugleich der Weg in den Segen Gottes. Und wer dem herben und harten Leben die Treue hält, dem werden die inneren Brunnen der Wirklichkeit entsiegelt und ihm ist die Welt in ganz anderem Sinn nicht stumm, als er ahnen konnte. Die Silberfäden des Gottesgeheimnisses alles Wirklichen fangen an zu glänzen und zu singen. Die Last ist gesegnet, weil sie als Last Gottes anerkannt und getragen wurde.“
Laßt uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt Von Alfred Delp Es ist die unbegreifliche Tatsache der … Mehr
Peter Wusts Abschiedswort an seine Schüler vom Dezember 1939 im Angesicht seines bevorstehenden Todes: „Wenn Sie mich nun noch fragen würden, ob ich nicht einen Zauberschlüssel kenne, der einem das letzte Tor zur Weisheit des Lebens erschließen könne, dann würde ich Ihnen antworten: Jawohl, und zwar ist dieser Zauberschlüssel nicht das Denken, wie Sie es von einem Philosophen vielleicht erwarten möchten, sondern das Gebet.“
Abschiedswort Von Peter Wust 1937 erkrankte der Münsteraner Philosophieprofessor Peter Wust (1884-1940) an Gaumenkrebs. Im Februar 1939 muss er krankheitshalber … Mehr
Christoph Blumhardt, Morgenandacht zum Magnifikat (1898): „Der Herr Jesus geht nicht den Weg der Hoheit in dieser Welt, nicht den Weg des Selbstruhms und des Stolzes. Nicht mit Kunst und mit äußerlichem Wesen wird Er Sein Königreich aufrichten, sondern auf dem Boden der Wahrheit, auf dem Boden der Niedrigkeit, da wir Menschen sind, wie wir sind, und nichts Gesteigertes, nichts Gemachtes und nichts Gekünsteltes mehr an uns ist, denn das braucht die Welt: freie ungekünstelte Menschen.“
Morgenandacht zu Lukas 1,43 Von Christoph Blumhardt Er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. (Lukas 1,43) Das ist aus dem … Mehr