Peter Meinhold, Der Glaube Reinhold Schneiders: „Das Wort Christi »Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm« bezeugt deshalb für Reinhold Schneider nicht nur die Gottheit Christi, es ist vielmehr »das Ungeheuerste, das jemals aus Menschenmund kam«. Es sagt das ganze Wesen des Christentums aus. Dieses offenbart sich damit als eine neue Wirklichkeit, nicht etwa als eine neue Lehre.“

Der Glaube Reinhold Schneiders Von Peter Meinhold Im literarischen Werk Reinhold Schneiders nehmen die reli­giösen Schriften einen beachtlichen Umfang ein. … Mehr

Hans Joachim Iwands Weihnachtspostkarte an Ernst Burdach aus dem Gestapo-Gefängnis „Steinwache“ in Dortmund (1938): „Heute habe ich den letzten Satz zu der Neuherausgabe von Luthers Schrift de servo geschrieben, die nun bald – und endlich – erscheinen kann. Seit 2 Wochen sitze ich an dieser Arbeit. Sie hat mich getragen und belebt. Der Tenor der großen Schrift Luthers heißt: Linie halten. Hoffentlich begreifen wir allmäh­lich das große Glück, was es heißt, Weihnachten auf einer Kanzel zu stehen und die froheste aller frohen Botschaften verkünden zu dürfen, dass Gott Mensch wurde und damit die Menschheit – trotz allem und in allem – die große Verhei­ßung wiedergewann von der Gotteskindschaft.“

Brief aus dem Gefängnis an Ernst Burdach (1938) Von Hans Joachim Iwand Als nach den Novemberpogromen Hans Joachim Iwand Ende … Mehr

Kirsten Huxel über Jonathan Edwards‘ A Treatise Concerning Religious Affections (1756): „Die Affekte des Gnadenstandes zeichnen sich für Edwards da­durch aus, dass sie in einer geistgewirkten Er­leuchtung des Herzens, einer neu­en spirituellen Einsicht, Gotteser­kenntnis und -liebe gründen, mit einem vollständigen Wandel der menschlichen Natur einhergehen, einen christusförmigen Charakter hervorbringen und sich in christlicher Praxis manifestieren.“

A Treatise Concerning Religious Affections, In Three Parts (amer.; Abhandlung über religiöse Affekte, in drei Teilen), Jonathan Ed­wards; EA Boston … Mehr

Martin Luther, An die Ratsherren aller Städten deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen: „Lasst uns das gesagt sein, dass wir das Evangelium nicht recht erhalten werden ohne die Sprachen. Die Sprachen sind die Scheiden, worin dieses Messer des Geistes steckt. Sie sind der Schrein, worin man dieses Kleinod trägt. Sie sind das Gefäß, worin man diesen Trank fasst. Sie sind die Kammer, worin diese Speise liegt. Und wie das Evangelium es zeigt, sie sind die Körbe, in denen man diese Brote und Fische und Brocken aufbewahrt.“

An die Ratsherren aller Städten deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen (1524) Von Martin Luther Gnade … Mehr

Alfred Delp, Den Engel in der Todesfinsternis sehen (Advent 1944, Haftanstalt Berlin-Tegel): „Die Welt ist mehr als ihre Last und das Leben mehr als die Summe seiner grauen Tage. Die goldenen Fäden der echten Wirklichkeit schlagen schon überall durch. Lasst uns dies wissen und lasst uns selbst tröstender Bote sein. Durch den die Hoffnung wächst, der ist ein Mensch selbst der Hoffnung und der Verheißung. Advent ist Zeit der Verheißung, noch nicht der Erfüllung.“

Den Engel in der Todesfinsternis sehen (1944) Von Alfred Delp Den diesjährigen Advent sehe ich so intensiv und ahnungsvoll wie … Mehr

Kornelis Heiko Miskotte, Besserer Widerstand (Betere Weerstand. Ein illegales Flugblatt vom März 1941): „Die Raffinesse, mit der die Gewissen in Verwirrung gebracht wurden, war so geschickt, dass man ohne besondere Erleuchtung kaum hindurchsehen konnte. Vor allem aber: Auch sie wussten nicht und erkannten nicht, dass es auf den Totalstaat hinauslief, und noch weniger, dass die Weltanschauung dieses Totalstaates ein Nihilismus sein würde, die Verneinung aller christlichen Werte und moralischen Normen.“

Von Kornelis Heiko Miskotte stammt wohl folgende illegale Flugschrift geschrieben im März 1941 während der deutsche Besetzung der Niederlande. Sie … Mehr

Heinz-Dietrich Wendland über Mächte und Gewalten im Neuen Testament: „‚In dem Herrn und der Macht seiner Stärke‘ können und dürfen die Seinigen stark werden. Das ist aber nicht die Stärke der kosmischen Mächte und der Menschen­reiche, sondern die ‚Macht‘ der göttlichen Liebe und des heiligen Geistes, eine gewaltlose und macht­lose Macht, eine nicht-weltliche und gegen-weltliche Macht, die man glauben muß, um sie zu erfahren. Nur durch das Sein in Christus wird sie erschlossen.“

Macht, Mächte im Neuen Testament Von Heinz-Dietrich Wendland Mit der Mehrzahl „Mächte“ bezeichnen wir heute zusammenfassend eine Reihe von Wesenheiten, … Mehr

„Werden“-Zukunft versus ankommende Zukunft: „Dass diese göttliche Zukunft als Ankunft erwartet werden kann, braucht eine Rückbindung in der gegenwärtigen irdischen Wirklichkeit. Wenn in der christlichen Lehre von der Wiederkunft Christi die Rede ist („von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und Toten“ – Glaubensbekenntnis), verweist dies auf das Evangelium, also auf das Kreuz- und Auferstehungsgeschehen Jesu Christi.“

Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“) Wenn es um das deutsche Wort „Zukunft“ geht, sind damit zwei … Mehr

Cicely Saunders, „Wachet mit mir.“ Eine Adventsbesinnung für das St. Christopher’s Hospiz (1965): „Unsere wichtigste Grundlage für St. Christopher’s ist die Hoffnung, dass wir beim Zuschauen nicht nur lernen, wie man Patienten von Schmerz und Leid befreit, wie man sie versteht und niemals im Stich lässt, sondern auch, wie man schweigt, wie man zuhört und wie man einfach da ist. Wenn wir dies lernen, werden wir auch erfahren, dass die eigentliche Arbeit gar nicht unsere ist. Wir bauen für so viel mehr als nur für uns selbst. Ich denke, wenn wir versuchen, uns daran zu erinnern, werden wir sehen, dass die Arbeit wirklich der größeren Ehre Gottes dient.“

Wachet mit mir. Eine Adventsbesinnung für das St. Christopher’s Hospiz (1965) Von Cicely Saunders Der Advent ist die Zeit vor … Mehr