Was die Grablegung Jesu uns über Sargpflicht sagt „In Bayern gibt es eine gewachsene Bestattungskultur – dazu gehört die christliche … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Hans Joachim Iwand, Martin Luther – Der Kampf um die reine Lehre: „Am Anfang der Reformation steht kein sich selbst täuschender Optimismus, sondern ein neugewonnener Sinn für letzte Realität, für die Entdeckung der Wirklichkeit Gottes und des Menschen. Dieser tapfere Glaube wendet sein Angesicht ganz und gar der furchtbaren Wirklichkeit zu, der Wirklichkeit in uns und um uns, wie sie vor Gott und durch Gott vor aller Welt offenbar ist — mit der nimmt er den Kampf auf. Nicht aus eigener Kraft, aber aus der Kraft dessen, der am Kreuz das Gericht über unsere Wirklichkeit enthüllt und diese zugleich verändert hat. ‚Der Kreuzestheologe sagt, was wirklich los ist‘, schreibt Luther einmal. Seine Theologie ist schonungsloser Realismus der Tiefe und der Höhe, des Zorns und der Gnade. Weil es um den wirklichen Gott geht und um den wirklichen Menschen, darum muss der eingebildete Himmel und die eingebildete Menschennatur aus dem Blick gebracht werden.“
Martin Luther – Der Kampf um die reine Lehre Von Hans Joachim Iwand Wir haben uns hier versammelt, um uns … Mehr
In einem staatlichen Gerichtssaal muss das Kruzifix missverständlich wirken – Warum ich als Christ die skandalöse Kruzifixabhängung eines Richters billigen kann
Das hat Schlagzeilen gemacht, nicht nur in der BILD-Zeitung – die Abhängung eines Kruzifixes im Gerichtssaal des Miesbacher Amtsgerichts durch … Mehr
Charles A. Feys „Liberty Bell“ und das göttliche Lebensglück: „Der Klang der metallenen Wertmarken sowie der Einbau eines Glöckchens in den Mechanismus inspirierte Charles Fey zu der Namensgebung ‚Liberty Bell‘, die sich als Emblem – mit Riss – und dem entsprechenden Schriftzug auf dem Gehäuse seines Spielautomaten findet. Was für ein Versprechen – Gewinn der eigenen (finanziellen) Freiheit an einem Spielautomaten! Hirnforschung wie auch Lebenserfahrungen sprechen da eine gegenteilige Sprache: Im Zusammenspiel von Spielautomat und Spieler hat nämlich der Automat den Spieler im Griff. Geld erregt das Belohnungssystem im Gehirn.“
Charles A. Feys „Liberty Bell“ und das göttliche Lebensglück Als am 8. Juli 1776 in Philadelphia zum ersten Mal in … Mehr
Hans Joachim Iwand, Lutherische Kirche?: „Die VELKD ist eine Konstruktion in einem gedachten Raum. Hier wird keine der uns heute bedrängenden Fragen, sei es theologischer, christlich, ethischer, sozialer oder staatsrechtlicher Natur neu angefasst und entschieden. Ob sie kommt oder nicht, ist ‚praktisch‘ egal. Sie ist lediglich eine Umgruppierung ‚im kirchlichen Raum‘. Solche otia sind uns heute verwehrt und haben schon genug Mühe und Zeit gekostet. Es wird für die echten Lutheraner der Tag kommen, da die Kirche, die ihrem Bekenntnis wirklich gemäß ist, in echten, praktischen Entscheidungen wachsen wird, wir sind darum ausgerufen, gerade von unserem Bekenntnis her, diesen Sturm an uns vorübergehen zu lassen. Das ist nicht die Reformation an Haupt und Gliedern, die die furchtbaren Ereignisse, die über uns gekommen sind, von uns verlangen.“
Da hat Hans Joachim Iwand schon 1946 scharfsinnig erkannt, dass die „Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD“ nicht im Dienst des … Mehr
Zur Ethik der Zahlen: „Wenn hinter Zahlen nicht länger wertzuschätzende Güter stehen, werden sie selbst zur alles bestimmenden Wirklichkeit. Es entsteht ein zahlengetriebenes Handeln, das sich selbst nur noch zahlenwertig darzustellen und sich darin mit anderen Zahlengefügen zu vergleichen weiß. Die allumfassende Relativität der Zahlen lässt nichts gelten, was auf sich selbst beruhen kann. Zahlen sind in ihrer komparativen Eigendynamik nicht satisfaktionsfähig; ihnen fehlt die Genugtuung.“
Wenn Zahlen uns die alles bestimmende Wirklichkeit sind. Zur Ethik der Zahlen Zahlen sind uns alltäglich gegenwärtig, vorrangig im beruflichen … Mehr
Gemeinsam auf dem Teppich bleiben – warum unser Glaube das „Wir“ braucht: „Wenn ein (noch so) dünner Glaubensfaden im gemeinsamen Glaubensteppich anknüpft, bestärkt er den Glauben anderer und wird umgekehrt von deren Glauben aufrecht gehalten.“
Gemeinsam auf dem Teppich bleiben – warum unser Glaube das „Wir“ braucht Jeder hat seinen eigenen Glauben – wie wahr, … Mehr
„In der Hoffnung freuen wir uns, in der Bedrängnis üben wir Geduld, am Gebet halten wir fest“ – Wie die Zürcher Bibel Römer 12,9-16 als Wirklichkeitszusage übersetzt
Römer 12,9-16 als Wirklichkeitszusage in der Zürcher Bibel Das sind ja die Entdeckungen, die eine andere Übersetzung bescheren können. „Klassisch“ … Mehr
Landesbischof Martin Haug gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer (1950/54): „Man macht unserer Kirche ja den Vorwurf, dass wir eben das Kirchenvolk in die Kirche hineintaufen und es dauernd zum Objekt machen. Machen Sie bitte auch in finanziellen Dingen unsere Kirchenglieder je länger je mehr, was an uns liegt, zum Subjekt auf die Gefahr hin, dass vielleicht nicht wenige — ich bekomme ja viele Drohungen — wenn wir ernst machen die Kirche verlassen. Ich würde das sehr schwer nehmen und nehme es in jedem einzelnen Fall schwer. Aber ich würde das leichter nehmen, als dass wir sie auf diesem Weg allein festhalten. […] Wie kommen wir weiter auf dem Wege, auf den uns Gott gestellt hat, von der Staatskirche zur lebendigen Gemeinde?“
Das hat es im Nachkriegsdeutschland tatsächlich gegeben, ein Landesbischof, der sich deutlich gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer gestellt hat … Mehr