Dietrich Bonhoeffer, Der auferstandene Christus (Ethik): „Das Wunder der Auferstehung Christi hebt die Vergötzung des Todes, wie sie unter uns herrscht, aus den Angeln. Wo der Tod das Letzte ist, dort verbindet sich die Furcht vor ihm mit dem Trotz. Wo der Tod das Letzte ist, dort ist das irdische Leben alles oder nichts. Das Trotzen auf irdische Ewigkeiten gehört dann zusammen mit einem leichtfertigen Spielen mit dem Leben, krampfhafte Lebensbejahung mit gleichgültiger Lebensverachtung. Nichts verrät die Vergötzung des Todes deutlicher als wenn eine Zeit für die Ewigkeit zu bauen beansprucht und doch in ihr das Leben nichts gilt, wenn man große Worte spricht über einen neuen Menschen, eine neue Welt, eine neue Gesellschaft, die heraufgeführt werden soll, und wenn dieses Neue alles nur in einer Vernichtung des vorhandenen Lebens besteht.“

Der auferstandene Christus Von Dietrich Bonhoeffer Ecce homo – seht den von Gott angenommenen, von Gott gerichteten, von Gott zu … Mehr

Zu Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für eine nicht-religiöse Interpretation biblischer Begriffe: „Ein religionsloses Christentum stellt das Evangelium Jesu Christi als eigensinnige Botschaft vor. An Stelle einer hermeneutischen Transformation der Botschaft tritt die narrative Invitation in das Evangelium: Menschen sollen in die Namensgeschichte des Gottes und seines Sohnes Jesus Christus hineingenommen werden.“

Zu Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für ein religionsloses Christentum bzw. für eine nicht-religiöse Interpretation biblischer Begriffe Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für ein … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation über Johannes 10,11-16 (1940): „Nicht jeder, der flieht, ist ein Mietling, aber gewiss ist es, dass jeder Mietling flieht. Auch das ist Flucht, wenn man schweigt, wo man reden sollte, wenn man unterlässt, was man tun sollte. So gewiss der gute Hirte für seine Schafe stirbt, so gewiss flieht der Mietling. Auch der treueste Pastor ist nicht der gute Hirte; aber weil er weiß, dass ’seine‘ Gemeinde nicht seine, sondern des Herrn Jesu eigene Gemeinde ist und dass Jesus für diese Gemeinde gestorben ist und allein ihr guter Hirte ist, so lässt er Jesus weiter allein den guten Hirten seiner Gemeinde sein und flieht nicht. Der Pastor aber, dem sein Amt, der sich selbst, dem sein Gewinn wichtiger ist als die Gemeinde des guten Hirten, der ist ein Mietling und flieht, manchmal vielleicht gerade, indem er bei ’seiner‘ Gemeinde, die er für sein Eigentum hält, bleibt.“

Für das Evangelium zum Sonntag Misericordias Domini hatte Dietrich Bonhoeffer 1940 folgende Predigtmeditation verfasst, die in dem von Georg Eichholz … Mehr

Dietrich Bonhoeffers Brief an Eberhard Bethge über ein religionsloses „Christentum“: „Wenn wir schließlich auch die westliche Gestalt des Christentums nur als Vorstufe einer völligen Religionslosigkeit beurteilen müßten, was für eine Situation entsteht dann für uns, für die Kirche?“

Bonhoeffers Brief an seinen Freund Eberhard Bethge in Sachen religionsloses Christentum Tegel, 30. April 1944 Lieber Eberhard! Wieder ist ein … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigt über Römer 5,1-5 von 1938: „Wieviel Murren und Sich-Sträuben, wieviel Widerspruch und Hass gegen die Trübsal ist da bei uns aufgedeckt worden! Wieviel Verleugnen, Sich-beiseite-Stellen, wieviel Furcht, wenn das Kreuz Jesu auch nur ein klein wenig unser persönliches Leben zu beschatten anfing! Wie oft meinten wir, wir könnten unsern Frieden mit Gott wohl bewahren und doch dem Lei­den, dem Verzicht, der Gehässigkeit, der Gefährdung unserer Existenz aus dem Wege gehen! Ja, was am schlimmsten ist, mussten wir nicht von christlichen Brüdern immer wieder hören, dass sie das Leiden der Brüder verachteten, – und das allein darum, weil ihr eigenes Gewissen ihnen keine Ruhe ließ.“

Predigt über Römer 5,1-5 (1938) Von Dietrich Bonhoeffer „Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation über Johannes 20,19-31 (1940): „Auf dem, was wir sehen, kann der Glaube nicht ruhen und gewiss werden, sondern allein auf dem Worte Gottes. Millionen von Zweiflern werden nach Thomas kommen. Ihr Zweifel wird nicht durch Sehen und Tasten überwunden werden, sondern durch das Zeugnis von dem lebendigen Christus. Auch Thomas konnte nicht seinen Augen und Händen trauen, sondern Christus allein. Darum das Schweigen über das, was er tat, und der schlichte Bericht über sein Osterbekenntnis.“

Für den Sonntag Quasimodogeniti 1940 hatte Dietrich Bonhoeffer folgende Predigtmeditation verfasst: Predigtmeditation über Johannes 20,19-31 Von Dietrich Bonhoeffer Am Abend … Mehr