Als Gegenstück zu Rudolf Bultmanns „Weihnachtsbesinnung“ von 1953 eine Weihnachtspredigt von Karl Barth zu Lukas 2,7, gehalten am Weihnachtstag 1958 … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Rudolf Bultmann, Weihnachten (1953): „Wir sind des Lichtes Kinder. Wir sind es, weil das Licht göttlicher Liebe und Gnade, das in der Geburt Jesu Christi für die Welt aufgestrahlt ist, immer für uns alle leuchtet. Wir sind es, und zwar sind wir es als die, als die wir — unser eigentlich Ich — vor Gottes Augen im Lichte seiner Gnade dastehen. Wir sollen nicht wähnen, das wirklich zu sein, als was wir den Augen anderer, ja unsern eigenen Augen erscheinen. Wir sollen es nicht wähnen, weder im Hochmut der Selbstzufriedenheit noch in der Verzagtheit der Selbstverurteilung. Wir dürfen glauben, dass unser eigentliches Leben uns selbst verborgen ist. Wir sind wohl jetzt schon ‚Kinder Gottes‘, aber ‚es ward noch nicht offenbar, was wir sein werden‘ (1.Johannes 3,2).“
Weihnachten Von Rudolf Bultmann Warum entzünden wir an Weihnachten Kerzen und freuen uns ihres Glanzes? Welches auch die historischen Gründe … Mehr
Rudolf Bultmann, Was ist der Sinn unseres Weihnachtsfestes heute? (1964): „Was also ist das Eigentümliche der christlichen Weihnachtsfeier? Wenn ich es in theologischer Sprache ausdrücken darf, so ist es dieses, dass ein historisches Ereignis zugleich als das ‚eschatologische‘ Ereignis gilt, d. h. als das Ereignis, in dem die alte Welt ihr Ende gefunden hat und eine neue Welt heraufgeführt worden ist.“
Was Rudolf Bultmann 1964 im Feuilleton der Süddeutschen in Sachen Weihnachten geschrieben hat, dürfte in der einen oder anderen Weihnachtspredigt … Mehr
Friedrich Mildenberger über Martin Luther, Doktor und Prediger der Heiligen Schrift: „Das Wort, der Name Jesus Christus hat den Glauben ergriffen.“
Wie Martin Luther einer Gemeinde mittels seiner Predigten theologisch vorgestellt werden kann, hat Friedrich Mildenberger mit seinem Vortrag zum damaligen … Mehr
Friedrich Mildenberger über Martin Luthers De servo arbitrio (1983): „Für Luther ist die Behauptung unumgänglich: ‚Der freie Wille ist offenkundig nur ein Gottesprädikat.‘ Nur so gelingt ihm in der Kontroverse mit Erasmus eine einheitliche Auslegung der umstrittenen Bibeltexte. Und zugleich verlangt die Gewissheit des Glaubens, dass der Mensch gerade das wahrnimmt, was ihm Gott als Leben gewährt, im Hören auf das Wort wie im Tun dessen, was anliegt. Menschliche Spontaneität wird hier durch das entbunden, was ihr von außen zukommt, als Wort wie als die Gelegenheit zum Tun.“
Mein Dogmatiklehrer Friedrich Mildenberger hatte aus Anlass des 500. Geburtstags Martin Luthers am 4. November 1983 den akademischen Festvortrag zum … Mehr
„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ – Worin die Übersetzung des Missionsbefehls in der Luther-Bibel 2017 wirklich fragwürdig ist
„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ – Worin die Übersetzung des Missionsbefehls in der Luther-Bibel 2017 … Mehr
Paul Althaus über die Herrlichkeit Gottes: „Das Licht in der Natur, das Leuchten der Farben, der Glanz, der Blitz — das alles erinnert uns, dass Gottes Herrlichkeit auch sinnlich ist; das alles, als von Gott geschaffen, ist Gleichnis und Hinweis auf das ewige Leuchten seiner Gottheit. Gottes Herrlichkeit ist nicht nur die uns von sich überführende Wahrheit und Gutheit seines Wesens; sondern auch die Schönheit; und wiederum nicht nur die Schönheit geistiger Art, die der Wahrheit und Gutheit eignet, sondern die sinnliche Schönheit. Gott ist nicht nur das Beste, sondern auch „das Schönste“ (Paul Gerhardt), das die Sinne entzückt.“
Über die Herrlichkeit Gottes wird in dogmatischen Lehrbüchern lutherischer Provenienz in der Regel wenig gesagt. Das mag mit Luthers kreuzestheologische … Mehr
Warum das „Jünger gewinnen“ bzw. „Jüngerisieren“ für Jesu Missionsbefehl in Matthäus 28,18-20 unabdingbar ist: „Taufe auf Seinen Namen und Unterweisung in Jesu Sinne sind beides Beziehungsgeschehen, die das „Jünger gewinnen“ und damit die Gleichstellung mit den Jüngern Jesu in die Tat umsetzen.“
Warum das „Jünger gewinnen“ für Jesu Missionsbefehl in Matthäus 28,18-20 unabdingbar ist Philologische Erwägungen, mathēteusate in Jesu Missionsbefehl mit „lehret“ … Mehr
Ist der Missionsbefehl in der neuen Luther-Bibel 2017 falsch wiedergegeben? – Ja, schreibe ich in idea spektrum: „Was es heißt, als Jünger seinem Meister Jesus nachzufolgen, wird in den Evangelien erzählt: eine hingabevolle Gemeinschaft, die sich ganz auf Jesu Weisung und Lebensweg einlässt. Wenn nun der auferstandene Jesus seine Jünger beauftragt, Völker ebenso als Jünger zu gewinnen, sollen die Menschen in diese verbindliche Nachfolge eintreten. Zu Recht hat die Missionsbewegung im 20. Jahrhundert die grundlegende Bedeutung der biblisch verstandenen Jüngerschaft (Discipleship) wiederentdeckt. Wenn nun in der neuen Lutherbibel die Jünger-Werdung aus dem Missionsbefehl verbannt ist, wird damit – gewollt oder ungewollt – einem individualistischen religiösen Bewusstsein das Wort geredet.“
Ist der Missionsbefehl in der neuen Luther-Bibel 2017 falsch wiedergegeben? – Ja, schreibe ich in idea spektrum In der aktuellen … Mehr