Fast 60 Jahre später wird man wohl kaum noch erahnen können, wie provozierend Hans Jochim Iwands Gedenkrede am 9. November … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Hans Jonas, dass nicht Gott uns helfen kann, sondern wir ihm helfen müssen. Rezension über „Das denkende Herz. Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941-1943“: „Ein philosophischer Diskurs, der dieser doch nach Möglichkeit sein will, darf nicht mit der emotionalen Vergewaltigung seiner Leser enden, und wenn ich von mir selbst schließen darf, hat das eben Vorgebrachte etwas davon an sich.“
Da hatte Hans Jonas („Der Gottesbegriff nach Auschwitz“ ) ein feines Gespür dafür gehabt, welche Gebetssätze aus Etty Hillesums Tagebücher … Mehr
Hans Jonas, Prinzip Verantwortung. Zur Grundlegung einer Zukunftsethik: „Es ist in der Tat eine der vornehmsten, selbstbezogenen Pflichten des Prinzips Verantwortung, durch jetziges Tun in Freiheit künftigem Zwang zur Unfreiheit vorzubeugen und so sich selbst den weitesten Spielraum auch bei den Nachkommen offen zu halten. Da wir alle Mittäter am System sind, indem wir von ihm und den Früchten seines Raubbaus zehren, können wir alle – jeder von uns – etwas zur Änderung seiner Bedrohlichkeit tun, indem wir in dem und jenem unsern Lebensstil ändern – ja, schon zum Beispiel an der Rehabilitierung von Selbstdisziplin an sich mitwirken. Es ist nicht zu früh dazu – aber, sagen wir es laut gegen allen lähmenden Fatalismus: noch nicht zu spät!“
Das Prinzip Verantwortung, das 1979 erschienen ist, gilt als das ethische Hauptwerk Hans Jonas’. Darin hat Jonas eine „Ethik für … Mehr
„Glauben ist gemeinsam feiern …“ – Von der hoffnungslosen Apotheose des selbstbezüglichen Glaubens
„Glauben ist gemeinsam feiern …“ – Von der hoffnungslosen Apotheose des selbstbezüglichen Glaubens Das ist in der Tat ein schönes … Mehr
„Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln“ – Warum die Luther-Bibel 2017 immer noch „Kuschi“ falsch übersetzt
„Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln“ – Warum die Luther-Bibel 2017 immer noch „Kuschi“ falsch übersetzt In der Zeitschrift … Mehr
„Wir gehen nicht verloren“. Eine Betrachtung zum Aquarell „Heilige Märtyrer von Libyen“ (Nikola Sarić, 2015): „Die Mörder starren sich in ihrer Untat an. Hoffnungslos todesstarr zeigen sie sich. Ganz anders die Köpfe der Todgeweihten – sie schauen in den Himmel auf, geben ihr Leben damit nicht verloren, scheinen in ihrer Todesstunde eine lebendige Aussicht finden. Was im Bild aufblicken lässt ist Christus von einer rötlich abgestuften Mandorla mit Kreuz im Hintergrund umgeben. Seine Hände ruhen auf den Schultern. Er lässt die Todgeweihten nicht los – gleichsam in einer Tischgemeinschaft mit ihnen verbunden. So schaut uns der eine, der 21. an: ‚Seht her, wir gehen nicht verloren. In den Armen des gekreuzigten und auferstandenen Christus sind wir mit unserem Leben erlöst.'“
„Wir gehen nicht verloren“. Eine Betrachtung zum Aquarell „Heilige Märtyrer von Libyen“ Was für ein Bild: Da werden 21 Männer … Mehr
Why Liberalism Failed (Patrick J. Deneen)
Gegenwärtig sorgt Patrick Deneens Buch Why Liberalism Failed für Furore in den USA. Deneen hinterfragt die liberalen Grundannahmen des Westens … Mehr
Warum in der Luther-Bibel 2017 „’ădonāj JHWH“ falsch übersetzt ist und die Luther-Bibel 1545 es besser weiß: „Keine Lösung ist es, den Gottesbegriff an Stelle von JHWH oder ’ădonāj in die Übersetzung einzuführen. Wenn entgegen dem hebräischen Wortlaut von einem „Gott der Herr“ (in Anlehnung an Luthers missglückter Übersetzung von jhwh ’älohîm) die Rede ist, wird der NAME als Apposition sinnentleert. Dem biblischen Zeugnis zufolge geht der NAME einem anonymen ‚Gott-sein‘ bzw. dem Appellativum ‚Gott‘ voraus.“
Warum in der Luther-Bibel 2017 „’ădonāj JHWH“ falsch übersetzt ist und die Luther-Bibel 1545 es besser weiß Zurück zu Luther … Mehr
Hans Joachim Iwands Pfingstpredigt über Hesekiel (Ezechiel) 37,1-14 vom Mai 1944: „Das ist das Feld der Totengebeine, wo jeder Mensch hart und leblos wird, wo das Gewissen verstummt, wo keiner mehr glaubt, keiner mehr betet, wo alle in jener furchtbaren Gleichheit des Nichts ihre Wesensgestalt und Farbe ihres Wesens verlieren. Das ist das Bild, das der Prophet sieht. Und nun fragt Gott: Glaubst Du, dass diese Gebeine leben?“
Da ist nach einem schweren alliierten Bombenangriff auf Dortmund die Marienkirche in Dortmund provisorisch vom Schutt gereinigt. Es steht der … Mehr