Adolf Schlatter, Erfolg und Misserfolg im theologischen Studium (1931): „Wenn wir der heute stürmisch vertretenen Forderung nachgäben, auf die Wahrheitsfrage verzichteten und unseren Beruf darin sähen, der Seele bei ihrem seltsamen Drang, religiöse Dichtungen zu produzieren, als Berater beizustehen, damit sich ihr Dichten nicht zu weit von der beobachtbaren Wirklichkeit entferne und für unser Zusammenleben unschädlich, vielleicht sogar fruchtbar bleibe, so könnte uns nicht vorgeworfen werden, dass wir unnütze Arbeit tun. Der Mythus bekommt ein verschiedenes Gesicht, wenn die Phantasie ihn ungehemmt produzieren darf oder wenn eine nach Wahrheit verlangende Theologie ihn meistert.“

Erfolg und Misserfolg im theologischen Studium (1931) Von Adolf Schlatter Kommilitonen! Ich darf wohl mit der Andeutung beginnen, dass diese … Mehr

Adolf Schlatters unsägliche antisemitische Äußerungen aus seiner Schrift „Wird der Jude über uns siegen?“ von 1935: „Während der Weihnachtszeit sieht Deutschland seltsam aus. Nun marschieren zahlreiche und überzeugte Deutsche auf einmal Arm in Arm mit der Judenschaft. Aus dem Reichstag und der Universität, aus Amtsstube, Theater und Zeitung haben wir die Juden verdrängt. Nun aber gewähren wir ihnen für ihr wichtigstes Anliegen unsere Unterstützung. … Es ist freilich möglich, dass der Jude zunächst einen machtvollen Sieg über uns gewinnt; aber dieser Sieg wird nicht endgültig sein. Denn den Glauben an Gott hat nicht der Jude in die Welt gebracht, und ebensowenig können die Juden und Judengenossen ihn zerstören. Sie können dies nicht, weil sie nicht ungeschehen machen können, daß der Christus in die Welt gekommen ist.“

Adolf Schlatters antisemitische Äußerungen aus seiner Schrift „Wird der Jude über uns siegen?“ Man hält den Atem an, wenn man … Mehr