„Du siehst, wie ungeschickt ich bin“ – Luthers Pfarrgebet (für den eigenen Pfarrdienst)

Altar gesamt 1915
Altar der Vicelinkirche St. Petri in Bosau am Plöner See, Kreis Ostholstein (Aufnahme von 1915)

Von Martin Luther stammt folgendes Gebet für den eigenen Pfarrdienst:

Herr Gott,
du hast mich in deiner Kirche als Pfarrer ein­gesetzt.
Du siehst, wie ungeschickt ich bin,
dies große und schwere Amt recht auszuüben.
Ohne deinen Bei­stand hätte ich schon längst alles verdorben.
Darum rufe ich dich an!

Ich will mit Mund und Herz für dich da sein.
Ich will dein Wort weitersagen.
Ich will auch selbst noch dazulernen,
mich mit deinem Wort beschäftigen und fleißig darüber nachdenken.

Gebrauche mich als dein Werkzeug!
Doch, lieber Herr, verlass mich nicht!
Denn wenn du mich allein lässt,
werde ich schnell alles verderben!

Quelle: Gebete Martin Luthers. Eine Gebetshilfe, hrsg. von Hans-Joachim Kandler, Bielefeld: Luther-Verlag,, 2. A., 1983, S. 69.

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