Abraham Joshua Heschel, Das Gebet als Äußerung und Einfühlung (1939): „Beten heißt, an ein Wort fassen, an den Endpunkt einer Schnur, die gleichsam zu Gott führt. Je größer die Kraft, um so höher ist der Aufstieg an dem Wort. Beten heißt aber auch, daß der Widerhall des Wortes wie ein Senkblei in die Tiefe der Person fällt. Je reiner die Bereitschaft, um so tiefer dringt das Wort.“

Das Gebet als Äußerung und Einfühlung Von Abraham Joshua Heschel In den Betrachtungen über das Gebet ist man gewohnt, vor … Mehr

Bernhard Häring, Die Kirche im 21. Jahrhundert: „Der von Jesus verheißene Geist formt den eucharistischen Christen und die eucharistische Kirche von Grund auf. Er weckt das dankbare Gedächtnis, leitet es auf die Mitte hin; er weckt die Bereitschaft, Wachsamkeit und Unterscheidungsgabe für die Gnade des Kairos, der gegenwärtigen Heilsstunde; er ermuntert uns zur Hoffnung auf die göttlichen Verheißungen, er gibt uns die Kraft, gemäß diesen Verheißungen Zeugen und Werkzeuge des immer neuen Kommens des Gottesreiches zu werden.“

Die Kirche im 21. Jahrhundert Von Bernhard Häring Wenige Jahre vor seinem Tod hatte der römisch-katholische Moraltheologe Bernhard Häring (1912-1998) … Mehr

Albrecht Grözinger, Reden von Gott – Jenseits von Selbstverständlichkeit und Notwendigkeit: „Wir geben in unserer Gottesrede Gott dann die Ehre, wenn wir ihn den Menschen nicht als eine wie auch immer geartete Notwendigkeit andienen. Ins Positive gewendet: Wir geben in unserer Gottesrede Gott dann die Ehre, wenn wir in einer Sprache der Anmutung sein Ankommen erwarten. Dies ist der unverfügbare Sinn, von Gott zu sprechen.“

Reden von Gott – Jenseits von Selbstverständlichkeit und Notwendigkeit Von Albrecht Grözinger I. Die homiletische Diskussion der letzten fünfzig Jahre … Mehr

Martin Niemöller, Predigt über Matthäus 5,13-16 (1937): „Die stumme Kirche, die nicht mehr sagt, wozu sie da ist, verleugnet sich selbst. Das Wort Gottes laut und deutlich zu verkündigen, das ist unser Dienst; aber dass die Kirche weiter lebt und nicht umgebracht wird, dass das Licht nicht ausgepustet wird, Freunde, das ist nicht unse­re Sache. »Wer sein Leben erhalten wird, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.« Und das gilt vom Leben der Gemeinde genau so, wie es im Leben des einzelnen Christen seine Geltung hat.“

Predigt über Matthäus 5,13-16 (1937) Von Martin Niemöller Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, … Mehr

Karl Christian Felmys Predigt über Matthäus 22,1-14 (1987): „So ist es nun einmal im Reich Gottes. Gemeinschaft, Einheit beruhen nicht auf unserer Sym­pathie und unserer Wahl. Gemeinschaft, Einheit stiftet Er mit Seinem Wort, mit dem einen heiligen Brot und dem einen gesegneten Kelch. Alle sind eingeladen: Fromme und Unfromme, Edle und Unedle, ja auch Böse. Gott schenkt sich allen ohne Vorbedingung.“

Predigt über Matthäus 22,1-14 Von Karl Christian Felmy (1938-2023) Liebe Brüder und Schwestern! Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der … Mehr

Johannes Rau, Anmerkungen zur politischen Diskussion in der christlichen Gemeinde (1983): „Es bleibt die Frage, ob man der politischen Diskussion abspürt, dass es nicht um Dogmen geschichtlicher Richtigkeiten, sondern um eine Welt geht, die nicht im Leid ersticken und nicht im Krieg untergehen soll, deren Schicksal nicht besiegelt ist durch Raketen und Feindschaftsdenken, die vielmehr ei­ne Zukunft hat. Christliche Botschaft muss das vermitteln und weitersagen. In allem Streit muss deutlich werden, daß es nicht um unser Rechthaben geht, sondern um die zugesagte Hoffnung für eine Welt, die im Argen liegt und die doch nicht verloren gegeben wird.“

Anmerkungen zur politischen Diskussion in der christlichen Gemeinde Von Johannes Rau Nach dem deutschen Zusammenbruch 1945 hat sich die politische … Mehr