Christus von Auschwitz (Chrystus oświęcimski) Von Zofia Posmysz Sein Haupt schmückt keine Krone. Stattdessen hat der Künstler den auf der … Mehr
Schlagwort: Theodizee
Paul-Henri Thiry d’Holbach, Gebet eines tugendhaften Atheisten (1770): „Wolltest du mich hart und ewig strafen, weil ich auf die Vernunft hörte, die dein Geschenk ist, wolltest du mich für meine Täuschungen züchtigen, wolltest du mir zürnen, weil ich in die Schlingen fiel, die du mir überall stelltest, dann wärest du der grausamste und ungerechteste Tyrann, du wärest kein Gott, sondern ein boshafter Dämon, dem ich mich unterwerfen und dessen Wut ich sättigen müsste; aber dann wäre ich stolz daraus, dein unerträgliches Joch abgeworfen zu haben.“
Gebet eines tugendhaften Atheisten, der zu seiner Überraschung sich nach seinem Tode einem gerechten und gütigen Gott gegenüber befände (gekürzt) … Mehr
Augustinus, Von der Haltung der Frommen gegenüber den Bösen (zu Psalm 55,4): „Glaubet nicht, die Schlechten seien umsonst auf dieser Welt! Jeder Böse lebt entweder dazu, dass er gebessert werde, oder er lebt dazu, dass durch ihn ein Guter geübt werde.“
Von der Haltung der Frommen gegenüber den Bösen Von Aurelius Augustinus Ich bin verstört vom Lärmen des Feindes, vom Geschrei … Mehr
Dietrich Ritschl, Gott wohnt in der Zeit. Auf der Suche nach dem verlorenen Gott (1986): „Es bleibt uns noch das Hineinschlüpfen in die enge Geschichte von Abraham bis heute, die zugleich die Weite und Freiheit der Trinität ist: Drin-Stehen und Teilnehmen an der Geschichte und am Tun des jüdischen Gottes und seines Gleichnisses von Nazareth, bewegt in unserem Geist von seinem Geist.“
Gott wohnt in der Zeit. Auf der Suche nach dem verlorenen Gott Von Dietrich Ritschl Die »Suche nach dem verlorenen … Mehr
Basilius von Cäsareas verunglückte Theodizee in seiner Predigt über den Ursprung des Übels in der Welt: „Wie also der Arzt auch dann wohltut, wenn er dem Körper Leiden und Schmerzen verursacht – denn er kämpft mit der Krankheit, nicht mit dem Kranken –, so ist Gott gut, wenn er durch teilweise Züchtigung für das Heil aller sorgt.“
Über den Ursprung des Übels in der Welt Von Basilius von Cäsarea Woher kommen die Krankheiten? heißt es. Woher die … Mehr
Elie Wiesel über seine Ankunft im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 1944: „Nie werde ich diese Nacht vergessen, die erste Nacht im Lager.“
Nie werde ich diese Nacht vergessen, die erste Nacht im Lager, die aus meinemLeben eine siebenmal verriegelte lange Nacht gemacht … Mehr
Elie Wiesel, Habe ich mich geändert?: „Das Äußere der Dinge und mehr noch der menschlichen Wesen war mir zuwider. – Wäre es mir möglich gewesen, dann hätte ich mich irgendwo in Indien in einen Ashram zurückgezogen. Aber ich konnte es nicht. Ich hatte unter dem glühenden Himmel Indiens so unermeßliches und schreckliches Elend gesehen, das ich einfach nicht tolerieren konnte. Angesichts dieses Elends bedrängte mich das Problem des Bösen mit zerstörerischer Kraft. Ich hatte die Wahl, mich davor zu verschließen oder die Flucht zu ergreifen.“
In dem 1982 in der Herderbücherei erschienenen Band Was meinem Leben Richtung gab. Bekannte Persönlichkeiten berichten über entscheidende Erfahrungen findet … Mehr
Elie Wiesel über einen Prozess gegen Gott in Auschwitz: „Was er dann tat, war, ein rabbinisches Tribunal einzuberufen und Gott anzuklagen. Er hatte zwei andere gelehrte Rabbiner hinzugezogen, und sie beschlossen, Gott anzuklagen, in angemessener, korrekter Form, wie es ein richtiges, rabbinisches Tribunal tun soll, mit Zeugen und Argumenten usw.“
Über einen Prozess gegen Gott in Auschwitz Von Elie Wiesel Lassen Sie mich ein Beispiel geben: Während des Krieges, im … Mehr
Jürgen Habermas, Israel und Athen oder: Wem gehört die anamnetische Vernunft? (1993): „Die Spannung zwischen dem Geiste Athens und dem Erbe Israels hat sich innerhalb der Philosophie nicht weniger folgenreich ausgewirkt als innerhalb der Theologie. Wenn aber das philosophische Denken nicht aufgeht in der synthetischen Arbeit jenes Idealismus, der das kirchlich verfaßte Heidenchristentum des Abendlandes auf den theologischen Begriff gebracht hat, dann kann sich die Kritik am hellenisierten Christentum auch nicht gegen die argumentierende Vernunft per se, gegen die unpersönliche Vernunft der Philosophen als solche richten.“
Als die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster am 16. Juni 1993 unter dem Titel «Gott in dieser Zeit» ein Symposion … Mehr