Martin Buber, Geleitwort zu „Die chassidischen Bücher“ (1928): „Die Ganzheit seines Weltlebens Gott zuwenden und es dann in all seinen Augenblicken bis auf den letzten sich auftun und abfolgen las­sen, das ist Wirken des Menschen an der Erlösung. Wir leben in einer unerlösten Welt. Aber aus jedem willkürlos weltverbundnen Menschenleben fällt in sie ein Samen der Erlösung, und die Ernte ist Gottes.“

Geleitwort zu „Die chassidischen Bücher“ Von Martin Buber Franz Rosenzweig gewidmet Ehe ich dieses Buch in die Weh gehen lasse, … Mehr

Martin Buber über Jesu Spruch vom Zinsgroschen in „Geltung und Grenze des politischen Prinzips“ (1953): „Wird die Geschichtszeit und die Geschichte verabsolutiert, so kann es sich leicht ereignen, dass in der geschehenden Geschichte der zeitbe­fangene Denker dem aktuellen staatlichen Machtgetriebe den Charakter des Absoluten und in diesem Sinn Zukunftbestimmenden zuspricht. Danach mag für ein Weilchen der Gnom Erfolg krampfhaft grinsend den Gottessitz der Vollmacht einnehmen.“

Geltung und Grenze des politischen Prinzips Von Martin Buber Dieser Vortrag ist im Juni 1953 anläßlich der Verleihung des hansischen … Mehr

Martin Buber über die Selbstbesinnung (Der Weg des Menschen nach der chassidischen Lehre): „Wenn Gott fragt ‚Wo bist du?‘, will er vom Menschen nicht etwas erfahren, was er noch nicht weiß; er will im Menschen etwas bewirken, was eben nur durch eine solche Frage bewirkt wird, vorausgesetzt, dass sie den Menschen ins Herz trifft, dass der Mensch sich von ihr ins Herz treffen läßt.“

Selbstbesinnung Von Martin Buber Als Rabbi Schneur Salman, der Raw von Reussen, weil seine Einsicht und sein Weg von ei­nem … Mehr

Martin Buber, Kirche, Staat, Volk, Judentum. Aus dem Zwiegespräch mit Karl Ludwig Schmidt im Jüdischen Lehrhaus in Stuttgart (14. Januar 1933): „Das Leiden um Gottes willen, die verborgene Geschichte der Pfeile, die Gott nicht verschickt, die im Dunkel des Köchers sein Werk wirken – von da aus leben wir seither als Israel. Aller seitherige Widerstreit kann nur von da aus verstanden werden.“

Kirche, Staat, Volk, Judentum. Aus dem Zwiegespräch mit Karl Ludwig Schmidt im Jüdischen Lehrhaus in Stuttgart[1] (14. Januar 1933) Von … Mehr

Martin Buber über Rabbi Schmelke (Samuel Horowitz in Nikolsburg): „Die Predigt war sein Element, weil er an die verwandelnde Wirkung des Wortes glaubte; und er glaubte an sie, weil er an die Göttlichkeit des echten Wortes glaubte. Die Predigt betrachtete er in tief religiöser Konzeption als die Handlung, durch die das Gebet der Gemeinde zu seiner höchsten Reinheit und Kraft gesteigert wird.“

Über Rabbi Schmelke Von Martin Buber Rabbi Schmelke (st. 1778) ist der große Prediger der Schule. Die Predigt war sein … Mehr

Martin Buber, Hoffnung für diese Stunde. Eine Ansprache (1952): „Die Hoffnung für diese Stunde ist auf die Hoffen­den selber, auf uns selber gestellt. Ich meine damit: auf die unter uns, die die Krankheit des heutigen Menschen am tiefsten empfinden und in seinem Namen das Wort sprechen, ohne das es keine Heilung gibt: Ich will leben. Die Hoffnung für diese Stunde geht auf eine Erneuerung der dialogischen Unmittelbarkeit zwischen den Menschen.“

Martin Bubers Ansprache vom 6. April 1952, die er in Carnegie Hall in New York gehalten hatte, ist immer noch … Mehr