Martin Luther über die Vernunft im Hinblick auf Gott (Der Prophet Jona ausgelegt, 1526): „So spielt auch die Vernunft Blindekuh mit Gott und tut lauter Fehlgriffe und tappt immer daneben, so dass sie das Gott nennt, was nicht Gott ist, und umgekehrt nicht Gott nennt, was Gott ist, was sie beides nicht täte, wenn sie nicht wüßte, dass Gott wäre, oder gerade wüßte, welches oder was Gott wäre.“

Was kann man kraft der eigenen Vernunft von Gott wissen? Dieser Frage geht Martin Luther in seine Auslegung zum Jonabuch … Mehr

Martin Luther, Eine Lobrede auf die Musik (Vorrede zu den Symphoniae Iucundae, 1538): „Ich möchte fürwahr dieses göttliche und überragende Ge­schenk, die Musik, aus ganzer Seele loben und allen an das Herz legen. Wenn du die Sache selbst betrachtest, findest du, dass die Musik vom Anfang der Welt an den gesamten Geschöpfen, jedem einzelnen und allen zusammen, mitgegeben und mit ihnen geschaffen worden ist. Denn es gibt nichts ohne Klang und Rhythmus.“

1538 brachte der Wittenberger Buchdrucker Georg Rhau eine Sammlung geistlicher vierstimmiger Kompositionen mit dem Titel „Symphoniae iucundae” heraus, die eine … Mehr

Martin Luther über die Auferstehung mit Christus in seiner Predigt über 1.Korinther 15,20-22: „Christus ist aller Christen Haupt. Er ist (aus dem Grab) hervorgekommen, also werden ihm die Hände und der Rücken nachfolgen. Es wird nicht nur um den Kopf gehen, sondern um den ganzen Leib, ob er schon jetzt in der Erde liegt. Wie die Weiber sagen: Wenn bei einem Kindlein bei der Geburt der Kopf hervorgekommen ist, hat’s nicht mehr not; andernfalls (ist Gefahr im Verzug). So ist das Haupt der Herr über den Tod und Teufel. Durchs Evangelium, das Sakrament und die Taufe werden wir ihm eingeleibt. Wenn wir ihn für unser Haupt halten, was soll da noch unser Tod bedeuten? Der ist nur ein Schlaf.“

In einer Predigt über 1.Korinther 15,20-22 vom 13. Oktober 1532 hat Martin Luther die endzeitliche Auferstehung mit Christus mit einer … Mehr

Protestantische Selbstsäkularisierung: „Je allgemeinverständlicher die ‚Kommunikation des Evangeliums‘ zu sein hat, umso weniger vermag sie Menschen für das Passah-Mysterium Jesu Christi einzunehmen. Und je weniger man als Christ kirchlich beansprucht wird, umso bedeutungsloser erscheint einem die christliche Botschaft.“

Im Hinblick auf den anstehenden Reformationstag habe ich in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung Christ in der Gegenwart (aus dem … Mehr