Gustav W. Heinemann, Selbstbestimmung – theologisch im Evangelischen Staatslexikon von 1966: „Nirgendwo sonst ist Völkergeschichte primär oder zentral Got­tesgeschichte. Die Zerstreuung der Menschen in die Verwirrung ihrer Sprachen und damit in ihre völkischen Gegensätzlich­keiten ist ein Gericht Gottes. Thema des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes blei­ben über diese Entstehung der Völker hinaus allein der alte Bund Gottes mit Israel und der neue Bund mit der Gemeinde aus allen Völkern.“

Zur theologischen Beurteilung des Selbstbestimmungsrechts Von Gustav W. Heinemann Zur Rechtfertigung eines Selbstbestimmungsrechts der Völker und der damit in der … Mehr

Gustav Heinemanns Antrittsrede als Vorsitzender des CVJM Essen 1937: „Zur Grundlage der evangelischen Kirche gehört die Gemeinde, d. h.: der Kreis der Hörer und Täter des Wortes, d. h.: eben auch der sogenannten Laien. Wer könnte dazu bessere Mitarbeit leisten als ein CVJM, der junge Männer in die Bibel einführt und mit ihnen christliche Ge­meinschaft lebt?“

Antrittsrede im CVJM Essen Von Gustav W. Heinemann Liebe Freunde! Mit Dank für das Vertrauen, welches mir entgegengebracht wird, mit … Mehr

Gustav Heinemann 1937 über das Gleichnis vom ungerechten Haushalter (Lukas 16,1-15): „Besitz ist ein Prüfstein, ob wir Gott vertrauen wollen. Nicht Recht­fertigung vor uns sel­ber oder vor anderen, sondern Rechtfertigung vor Gott, und die hängt davon ab, dass wir treu sind in der Verwaltung unseres eige­nen Besitzes, nach dem Willen Gottes Gemeinschaft stif­tend.“

In seiner Eigenschaft als erster Vorsitzender des CVJM Essen hielt Gustav Heinemann 1937 folgende Textauslegung über das Gleichnis vom ungerechen … Mehr

Gustav Heinemanns im Brief an Wilhelm Röpke von 1922: „Andere finden keinen neuen Himmel über sich. Zu diesen bin ich, wie ich glaube, jetzt endgültig gekommen. Warum? Das kann ich verstan­desmäßig allein nicht begründen. Erziehung und persönliche Veranlagung, Notwendiges und Zufälliges mögen dabei eigentümlich durcheinan­derfließen. Was soll ich anders sagen als: »ich bin nun einmal so«? Religiös im eben angedeuteten Sinne kann ich nicht sein; ich bin »religiös unmusikalisch«.“

Aufschlussreich ist der Brief des fast 23jährigen frisch promovierten Gustav Heinemann an seinen gleichaltrigen Freund Wilhelm Röpke (1899-1966),  der ja … Mehr

Gustav Heinemanns Fernsehansprache vom Ostersonntag 1968 nach den studentischen Unruhen im Zusammenhang mit dem Dutschke-Attentat: „Wer mit dem Zeigefinger allgemeiner Vorwürfe auf den oder die vermeintlichen Anstifter und Drahtzieher zeigt, sollte daran denken, dass in der Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger zugleich drei andere auf ihn zurückweisen. Das Kleid unserer Freiheit sind die Gesetze, die wir uns selber gegeben haben. Diesen Gesetzen die Achtung und Geltung zu verschaffen, ist die Sache von Polizei und Justiz. Es besteht kein Anlass zu bezweifeln, dass Polizei und Justiz tun, was ihre Aufgabe ist. Wichti­ger aber ist es, uns gegenseitig zu dem demokratischen Verhalten zu verhelfen, das den Ein­satz von Polizei und Justiz erübrigt. Zu den Grundrechten gehört auch das Recht zu demon­strieren, um öffentliche Meinung zu mobilisieren.“

Gustav Heinemanns Fernsehansprache vom Ostersonntag 1968 Als es nach dem Attentat auf Rudi Dutschke vom 11. April 1968 studentische Demonstrationen … Mehr

Gustav Heinemanns eschatologisches Schlusswort zu seinem Abschied als Bundespräsident: „,Meine Herren! Entweder die Welt geht jetzt noch nicht unter und unser Herr kommt noch nicht – dann ist kein Grund vorhanden, die Sitzung abzubrechen. Oder unser Herr kommt jetzt – dann soll er uns bei der Arbeit finden. Die Sitzung geht weiter!‘“

Eschatologisches Schlusswort zum Abschied als Bundespräsident Von Gustav W. Heinemann Folgende Geschichte hatte Gustav Heinemann zu seinem Abschied als Bundespräsident … Mehr