Hannah Arendt, Einige Fragen der Moralphilosophie (Some Questions of Moral Philosophy, 1965): „Wir haben den totalen Zusammenbruch aller etablierten moralischen Standards im öffentlichen und privaten Leben während der 30er und 40er Jahre miterlebt, und zwar nicht nur (wie man heute gewöhnlich annimmt) in Hitlerdeutschland, sondern auch in Stalins Russland, wo in diesem Moment von der jüngeren Generation Fragen gestellt werden, die große Ähnlichkeit mit denen haben, die derzeit in Deutschland diskutiert werden.“

Einige Fragen der Moralphilosophie. Einführungsvortrag Von Hannah Arendt Meine Damen und Herren! Viele von uns haben in den letzten Wochen … Mehr

Joachim Track über den Teufel: „Wenn vom Teufel ‚personal‘ geredet wird, so kann dies als Ausdruck der Erfahrung gedeutet werden, dass ein der eigenen Person sich bemächtigender fremder Wille begegnet. Vom Teufel nur so zu reden verdeckt aber die bleibenden Unterschiede seines ‚Wesens‘ zum Wesen Gottes und der Menschen. Die ‚Zwischenstellung des Teu­fels‘ erfordert auch eine Rede vom Teufel als transpersonaler Macht.“

Teufel VI. Systematisch-theologisch Von Joachim Track In der christlichen Tradition wird der Teufel als „Widersacher“ Gottes, als „Ver­führer“ und „Versucher“ … Mehr

Hannah Arendt über das gedankenlose Böse (Vom Leben des Geistes): „Könnte vielleicht das Denken als solches – die Gewohnheit, alles zu untersuchen, was sich begibt oder die Aufmerksamkeit erregt, ohne Rücksicht auf die Ergebnisse und den speziellen Inhalt – zu den Bedingungen gehören, die die Menschen davon abhalten oder geradezu dagegen prädisponieren, Böses zu tun?“

Vom gedankenlosen Bösen Von Hannah Arendt Was das Faktische betrifft, so hat meine Beschäftigung mit der Geistes­tätigkeit zwei recht verschiedene … Mehr

Hans Joachim Iwand, Über das Wesen und die Wurzel des Bösen (1960): „Meinen Sie vielleicht, die Deutschen hätten den Nationalsozialismus deswegen gemacht, weil sie so schlecht waren? Sie haben ihn doch deswegen gemacht, weil sie gut waren! Ach, alles, was mich dazu trieb, war ach so gut, war ach so lieb. Meine Studenten sind doch nicht darum damals so begeistert gewesen für diese Dinge, weil sie die Judenmorde wollten oder weil sie die Verbrechen wollten, die dann begangen sind, sondern weil sie meinten, hier sei ein Licht, hier sei Hoffnung; sonst wäre es ja so leicht, einfach den Menschen zu sagen, tue das doch nicht! Wer tut denn eine böse Tat um des Bösen willen?“

Im Januar 1960 hielt Iwand auf dem Kongress der Vereinigung der Studierenden an den theologischen Fakultäten (VSTF) in Leiden einen … Mehr