Peter Meinhold, Der Glaube Reinhold Schneiders: „Das Wort Christi »Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm« bezeugt deshalb für Reinhold Schneider nicht nur die Gottheit Christi, es ist vielmehr »das Ungeheuerste, das jemals aus Menschenmund kam«. Es sagt das ganze Wesen des Christentums aus. Dieses offenbart sich damit als eine neue Wirklichkeit, nicht etwa als eine neue Lehre.“

Der Glaube Reinhold Schneiders Von Peter Meinhold Im literarischen Werk Reinhold Schneiders nehmen die reli­giösen Schriften einen beachtlichen Umfang ein.…

Karl Barth, Predigt über Johannes 14,1 (1936): „Lassen wir uns gesagt sein, dass dieses Wort: Euer Herz erschrecke nicht! gerade auch in diese unsere letzten und tiefsten Nöte hinein gesagt ist. Wir dürfen sie ausbreiten vor Ihm, der das zu uns gesagt hat: wir dürfen und sollen ihm gestehen: Da bin ich, und kann nicht fromm sein, kann nicht beten, kann nicht glauben, weiß nicht, wie man das alles macht. Ich weiß nur das Eine, daß du der Herr, auch mein Herr, bist. Meine Freunde, wenn wir nur das wissen und gestehen, dann haben wir schon gehorcht und geglaubt, dann ist es schon geschehen, was geschehen muß, dann ist der Glaube schon da in unseren Herzen in seiner ganzen Kraft gegen alles Erschrecken.“

Das Wort sie sollen lassen stahn. Jesus sprach zu seinen Jüngern:Euer Herz erschrecke nicht!Glaubet an Gott uns glaubet an mich!Joh.…

Hans Joachim Iwands Weihnachtspostkarte an Ernst Burdach aus dem Gestapo-Gefängnis „Steinwache“ in Dortmund (1938): „Heute habe ich den letzten Satz zu der Neuherausgabe von Luthers Schrift de servo geschrieben, die nun bald – und endlich – erscheinen kann. Seit 2 Wochen sitze ich an dieser Arbeit. Sie hat mich getragen und belebt. Der Tenor der großen Schrift Luthers heißt: Linie halten. Hoffentlich begreifen wir allmäh­lich das große Glück, was es heißt, Weihnachten auf einer Kanzel zu stehen und die froheste aller frohen Botschaften verkünden zu dürfen, dass Gott Mensch wurde und damit die Menschheit – trotz allem und in allem – die große Verhei­ßung wiedergewann von der Gotteskindschaft.“

Brief aus dem Gefängnis an Ernst Burdach (1938) Von Hans Joachim Iwand Als nach den Novemberpogromen Hans Joachim Iwand Ende…

Kirsten Huxel über Jonathan Edwards‘ A Treatise Concerning Religious Affections (1756): „Die Affekte des Gnadenstandes zeichnen sich für Edwards da­durch aus, dass sie in einer geistgewirkten Er­leuchtung des Herzens, einer neu­en spirituellen Einsicht, Gotteser­kenntnis und -liebe gründen, mit einem vollständigen Wandel der menschlichen Natur einhergehen, einen christusförmigen Charakter hervorbringen und sich in christlicher Praxis manifestieren.“

A Treatise Concerning Religious Affections, In Three Parts (amer.; Abhandlung über religiöse Affekte, in drei Teilen), Jonathan Ed­wards; EA Boston…

Menschliche Wegbereitung passt nicht zu göttlicher Stärke. Warum der Wochenspruch für den 3. Sonntag im Advent Jesaja 40,3.10 aus der Lutherbibel 1912 geändert werden sollte: „Wo einer mit Macht und Stärke auf uns zukommt, muss diesem eben kein Weg geebnet werden. Vielmehr wäre der würdige Empfang im Sinne einer zuwendenden Umkehr adventlich zu bedenken. Straßenbauarbeiten sind jedenfalls im Advent unangebracht.“

Menschliche Wegbereitung passt nicht zu göttlicher Stärke. Warum der Wochenspruch für den 3. Sonntag im Advent Jesaja 40,3.10 aus der…

Karl Rahner, Gnade in den Abgründen (1962): „Wenn man ein Christ ist, hat man erst recht die Pflicht, sich über diesen Weihnachtszauber nichts vorzumachen. Denn ein Christ darf nicht ein Mensch sein, der mit frommen Sprüchen die erbärmliche Wirklichkeit des Menschenlebens zudeckt. Bei Gott nicht. Denn er hängt ja als Zeichen seines Glaubens ein Kreuz, einen Galgen, an dem ein Mensch angenagelt stirbt, an die Wände, die sein Dasein beengen. Und also kann für ihn Weihnachten auch nur den Anfang des Lebens bedeuten, das in dieser Welt an diesem Kreuz endet.“

Gnade in den Abgründen Von Karl Rahner Es ist kein Vergnügen, einen Leitartikel zu Weihnachten zu schreiben. Mit dem Lesen…

Friedrich Schleiermacher, Die Weihnachtsfeier. Ein Gespräch (1806 – in heutiger Rechtschreibung): „Sollen aber Feste sein und ist der erste Ursprung des Christentums für etwas Großes und Wichtiges zu achten, so kann niemand leugnen, dass dieses Fest der Weihnacht ein bewundernswürdiges Fest ist; so vollkommen erreicht es seinen Zweck und unter so schwierigen Bedingungen. Denn wenn man sagen wollte, dieses Andenken werde weit mehr durch die Schrift erhalten und durch den Unterricht im Christentum überhaupt als durch das Fest, so möchte ich dieses leugnen. Nämlich wir Gebildeten, zwar, so meine ich, hätten vielleicht an jenem genug, keineswegs aber der große Haufen des ungebildeten Volkes.“

Im Jahre 1806 veröffentlichte Friedrich Schleiermacher (1768-1834), damals noch Professor in Halle, „Die Weihnachtsfeier. Ein Gespräch“: Eine junge Familie hat…

Martin Buber, Die Führungskraft der Schrift (1955): „Die biblische Lehre trägt oft ihr Höchstes nicht vor, sondern lässt es sich auftun, – nicht durch Kryptologie und Allegorese, sondern durch diese jedem unbefangen aufmerksamen Hörleser er­kennbaren von Stelle zu Stelle geschlagenen Bogen bedeutsamer Wieder­holung.“

Die Führungskraft der Schrift Von Martin Buber Worin ruht die Führungskraft der Schrift für den heutigen Menschen? Seine eigentliche Not…