Rudolf Bultmann – eine persönliche Annäherung aus Anlass seines 50. Todestages am 30. Juli 2026 Von Albrecht Grözinger Elternhaus Rudolf … Mehr
Kategorie: Theologie
Ellen F. Davis und Richard B. Hays, Jenseits der Kritik: Die Kunst, die Bibel neu zu lesen (2004): „Die Schrift erzählt wahrhaftig die Geschichte von Gottes schöpferischem, richtendem und rettendem Handeln. Gott ist der Hauptakteur der biblischen Erzählung. Der dreieinige Gott, den Christen verehren, ist der Gott Israels, der sein Volk aus der Sklaverei führte, ihm die Tora gab und Jesus von den Toten auferweckte. Derselbe Gott wirkt auch heute in der Welt. Er ist keine Projektion menschlicher Religiosität. Wer die biblische Geschichte reduziert – als Symbol der menschlichen Psyche oder als Machtinstrument –, verfehlt ihre zentrale Botschaft. Die Schrift offenbart Gottes Wort, das Dinge ins Dasein ruft, unsere Vorurteile richtet und unvorstellbare Gnade schenkt.“
Jenseits der Kritik: Die Kunst, die Bibel neu zu lesen Von Ellen F. Davis und Richard B. Hays (1948-2025) Eine … Mehr
Jürgen Moltmann über die Theologie des Kreuzes (theologia crucis, 1983): „Die Bedeutung des Kreuzes darf jedoch nicht auf die Soteriologie beschränkt werden, wenn dabei das Wesen Gottes vom Tod Jesu unberührt bleibt. Von Gott im Tod Jesu zu denken, muss daher auch zu einer Umkehr führen, nämlich dazu, den Tod Jesu im Wesen Gottes zu denken: Das Kreuz Jesu Christi steht im Zentrum der göttlichen Trinität als eine Kluft zwischen Gott und Gott. Der Sohn gibt sich hin und erduldet das Sterben in der Verlassenheit durch Gott am Kreuz; der Vater verlässt den Sohn, gibt ihn dahin und leidet den Tod des Sohnes im Schmerz der Liebe.“
Theologie des Kreuzes Von Jürgen Moltmann 1. Die Theologie des Kreuzes (theologia crucis) ist die Kurzformel des wahren Glaubens, die … Mehr
Warum in der Kirche nicht von einer „Dreifaltigkeit“ Gottes die Rede sein sollte: „Ist im Deutschen von ‚falten‘ bzw. von ‚Faltigkeit‘ die Rede, wird ein flächiges, homogenes Kontinuum visuell gebrochen, wie uns das bei einer aufgelegten Tischdecke vor Augen geführt wird. Die anschauliche Rede von einer ‚Dreifaltigkeit‘ legt die Vorstellung nahe, dass der eine Gott sich uns in den drei ‚Faltweisen‘ von ‚Vater‘, ‚Sohn‘ und ‚Heiliger Geist‘ zeigt. ‚Faltungen‘ sind modal, haben keine eigene Subsistenz und können sich nicht in Beziehung zueinander setzen.“
Warum in der Kirche nicht von einer „Dreifaltigkeit“ Gottes die Rede sein sollte Jedes Mal zucke ich zusammen, wenn ich … Mehr
Peter Dabrock, Nachruf auf Hans Günter Ulrich: „Hans Günter Ulrich wollte immer wissen, wie andere denken. Auch und gerade die Jüngeren. Er wollte nicht nur selbst sagen, was Sache ist. Er wollte verstehen, was in anderen vorgeht, welche Fragen sie bewegen, wo ihre Denkwege verlaufen, wo es hakt, wo etwas drängt. Und weil er das wirklich wollte, konnte er zuhören wie nur wenige. Nicht taktisch. Nicht gönnerhaft. Nicht als pädagogische Geste. Sondern mit echter Aufmerksamkeit, nicht resonant, sondern responsiv.“
Nachruf auf Hans Günter Ulrich Von Peter Dabrock Liebe Karin,liebe Frau Ulrich,liebe Frau Ulrich-Riedhammer,liebe Familie Ulrich, liebe Trauergemeinde, es war … Mehr
Stanley Hauerwas und William H. Willimon über den Heiligen Geist (2015): „Der Heilige Geist ist mehr als eine persönliche Erfahrung; der Heilige Geist ist, wer Gott ist und was Gott als Dreieiniger tut – ob wir es fühlen oder nicht. Weil der Heilige Geist zutiefst gemeinschaftlich, beziehungsorientiert und leibhaftig ist, gibt es die Kirche. Alles, was wir über den Heiligen Geist sagen, muss sich am Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu messen lassen und damit übereinstimmen. Der Heilige Geist ist das Geschenk, durch das wir selbst in einer Welt im Krieg in Frieden leben können, durch das Feinde zu Freunden werden und durch das wir selbst in einer Kultur der Lügen die Wahrheit sagen können.“
Über den Heiligen Geist Von Stanley Hauerwas und William H. Willimon Christen sind nichts ohne den Heiligen Geist. Der historische … Mehr
Friedrich Christoph Oetinger, Vorrede zu Prokop Diviš, Längst verlangte Theorie von der meteorologischen Electricité (1765): „Ich übergebe dieses Werk allen, die daran interessiert sind, Theologie und Naturwissenschaft miteinander zu verbinden. Herr Divisch hat als Theologe gezeigt, wie sich Aussagen der Heiligen Schrift im Licht der Elektrizität neu deuten lassen. Denn wenn der Heilige Geist uns dazu anleitet, die Werke Gottes zu betrachten, gibt er zwar Hinweise in wenigen Worten, überlässt es uns aber, ihre Bedeutung durch das Studium der Natur selbst zu erschließen.“
Vorrede zu Prokop Diviš, Längst verlangte Theorie von der meteorologischen Electricité (1765) Von Friedrich Christoph Oetinger Man hat die durch … Mehr
Gerhard O. Forde über Rechtfertigung (Justification): „Rechtfertigung stellt den Menschen vor Gott in Frage. Wahre Rechtfertigung tröstet zwar die Bedrängten, aber sie – vielleicht noch mehr – beunruhigt die Selbstzufriedenen. Zweitens entscheidet die Frage der Rechtfertigung die grundlegende theologische Frage nach dem Wesen Gottes. Ein Gott, der die Gottlosen rechtfertigt um seines Namens willen, muss ein lebendiger Gott sein, der in der Gegenwart Neues schafft: nicht nur Sünder rechtfertigt, sondern auch sich selbst – indem er seinen Anspruch, Schöpfer und Erlöser zu sein, einlöst.“
Rechtfertigung (Justification) Von Gerhard O. Forde Rechtfertigung ist ein grundlegender biblischer und dogmatischer Begriff, der das Handeln Gottes beschreibt, durch … Mehr
Ernst Ortlepp, Vaterunser des neunzehnten Jahrhunderts (1845): „Der Frühling, sonst ein sichtbarer Gott, / Wird vor dem Weltenherbst zum Spott, / Und alle Wonnen, die wir sehn, / Sind Rosen, die auf Gräbern stehn. / Der Geist ist wüst, das Herz ist kalt, / Das Lied vom Glauben ist verhallt, / Aus allen Tiefen der Seel’ herauf / Quillt nicht ein Tröpfchen Andacht auf; / Der alten Zeiten Religion / Verachtet der neuen Tage Sohn, / Und grinsend ruf die ganze Erde: / ‚Dein Name nicht geheiligt werde!‘“
Vaterunser des neunzehnten Jahrhunderts (1845) Von Ernst Ortlepp „Allen, die gezweifelt und gerungen,Sei das grause Lied gesungen!“ Vater! – Vater? … Mehr