Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933): „Nach dem Neuen Testament ist die christliche Kirche eine Kirche aus ‚Juden und Heiden‘, die sich sichtbar in einer Gemeinde zusammen finden. Nach dem Neuen Testament sind für die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde allein der Glaube und die Taufe maßgebend; es können aber Juden und Heiden in gleicher Weise zum Glauben kommen und getauft werden. Nach dem Neuen Testament sind zu kirchlichen Amtsträgern Juden und Heiden in grundsätzlich gleicher Weise geeignet. Sie werden zu einem kirchlichen Amt allein nach dem Maßstab ihres Glaubens, ihres Wandels und ihrer persönlichen Eignung von der Kirche und nur von ihr berufen.“

Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933) Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen … Mehr

Paul Schempp, Predigt über Johannes 7,33-39 (1935): „Wird Gottes Wort weiterziehen und eine tote, selbstsichere Kirche zurücklassen, deren Gottesdienste wie leerlaufende Maschinen sind? Ist vielleicht gar schon die Zeit angebrochen, da man Christus umsonst sucht? An der Kirche wird heute viel herumgedoktert und man möchte sie gern lebendig und stark und einflußreich haben. An der Organisation fehlt’s, sagt der eine; an der zeitgemäßen Predigt, der andre. Ja, ja, es fehlt hinten und vorne, oben und unten, bei den Pfarrern und den Gemeinden, aber es könnte auch noch viel schlimmer sein: Christus könnte uns fehlen.“

Predigt über Johannes 7,33-39 Von Paul Schempp 33 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei … Mehr

Rudolf Hermann, Der erinnerte Christus (1960): „Gott ist in dem, wo­von da berichtet wird, zumal in Christus, nicht vorfindbar, wohl aber, wenn man ihn sucht, auffindbar. Das Trostwort Jeremias im Namen Gottes an die nach Ba­bylon Exilierten: ‚So ihr mich von ganzem Herzen suchet, will ich mich von euch finden lassen‘, darf von uns auch auf jene von Gott erwählte Ge­schichte angewandt werden.“

Der erinnerte Christus Von Rudolf Hermann Die Frage nach Jesus Christus, zumal auch nach seiner geschichtlichen Erschei­nung, hängt nicht zuletzt … Mehr

Walter Brueggemann über das Lesen des Alten Testaments (2002): „Wir beginnen wieder einmal einen neuen Anfang / wie es unser Lernen immer tut – / nur um wieder einmal zu entdecken / dass unsere Anfänge inmitten deines Fortgangs liegen, / deiner fortwährenden souveränen Forderung, / deiner fortwährenden gnädigen Barmherzigkeit, / deiner fortwährenden, von Furcht erfüllten Gegenwart.“

Über das Lesen des Alten Testaments Wir beginnen als eifrige Biber,teils in Freude über neue Aufgaben,teils in Angst vor der … Mehr

Nerses IV. Schnorhalis typologische Auslegung der Geschichte vom barmherzigen Samariter in „Jesus der Sohn (Hisous Vorti)“: „Sie sahen ihn mit seinen Wunden von unerträglichen Schmerzen, / mit klaffenden Wunden / und liefen vorbei mit ihren Arzneien, / die doch nichts als leere Worte waren / unfähig zu heilen.“

Da bezieht sich Nerses IV. Schnorhali (1102-1173), herausragender armenischer Theologe und Dichter seiner Zeit, mit seiner typologische Auslegung der Geschichte … Mehr

Jürgen Roloff, Predigt über Offenbarung 21,1-7: „Inbegriff und Sinnbild dieser Treue Got­tes ist die heilige Stadt, das neue Jerusa­lem. Johannes sieht sie auf die erneuerte Erde herabkommen, ‚bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann‘. Ich darf aus diesem sprechenden Bild heraus­hören: Für Gott ist seine Geschichte mit dem alten Jerusalem, jener Stadt im judäischen Bergland, weder eine belang­lose Episode, noch ein gescheitertes Ex­periment. Er steht vielmehr zu ihr.“

Predigt über Offenbarung 21,1-7 Von Jürgen Roloff Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste … Mehr

Elie Wiesel, Elischa. Der perfekte Jünger: „Ich denke oft an Elischa, den Sohn von Schafat. Ich wollte ihn so gerne sehen, als ich ein kleiner Junge war, in der dunkelsten aller Zeiten. Wo war er, als so viele jüdische Kinder zusammen mit ihren Müttern umkamen? Hätte er wenigstens eines retten können? Immer wenn ich an diese Kinder denke, fällt mir Elischa ein.“

Elischa. Der perfekte Jünger Von Elie Wiesel Der Mann ist seltsam, schwer fassbar, komplex und voller Widersprüche. Warum ist er … Mehr

Martin Bucer über das Volk Israel (1536): „So hat Gott dieses Volk gewiss mit allem ausgezeichnet, bis einmal Christi Zeit ge­kommen ist, auf dass dieser, unter Wahrung derer, die aus diesem Volk übrig sind, sein Reich den Heiden übertrage, und es wieder dem einmal wiederhergestellten Volk darreichen wird. Daher ist es so also nicht ein neues Volk, das Gott im Herrn Jesus aus den Völkern angenommen hat, so dass es ein anderes sei als das alte, sondern es ist dem alten eingepflanzt, auf dass es noch weiter aufblühe im Leben Gottes.“

Über das Volk Israel (1536) Von Martin Bucer So hat Gott dieses Volk gewiss mit allem ausgezeichnet, bis einmal Christi … Mehr

Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. März: „Zum Schluss ist unsre endgültige Meinung und Wille: Wenn wir einen oder mehrere Artikel hier aufgestellt hätten, der dem Wort Gottes nicht gemäß ist, dieselben Artikel sollten für uns nicht gelten. Desgleichen, wo uns schon Artikel zugelassen wür­den und sich nachmals aus dem Wort Gottes klar erfände, dass sie unrecht wären, wollen wir das gar nicht haben.“

Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. … Mehr