William H. Willimon, Die Bedeutung des Gottesdienstes (Dialogpredigt, 1975): „Clown: Das meinst du nicht ernst! Was für ein Witz! Sich an ihm erfreuen? Ha! Schau dir mal die da draußen an! (zeigt zur Gemeinde) Sehen die aus, als hätten sie an irgendwas Freude? Mann, schau dir diese Gesichter an! Wenn das Freude ist, dann habt ihr eine echt merkwürdige Vorstellung davon, wie man Spaß hat! Und euer Gesang vorhin – den hätte man hören sollen! (geht zur Mitte des Chorraums und imitiert langsam und eintönig:) ‚Lob Gott, den Herrn, den mächtigen König der Ehren…‘ Ich hab schon auf einer Beerdigung mehr Freude gehört!“

DIE BEDEUTUNG DES GOTTESDIENSTESWilliam H. Willimon(Diese Predigt ist ein Dialog zwischen einem Pastor und einer Clown-Figur. Der Clown trägt weiße … Mehr

Kornelis Heiko Miskotte über das Buch Hiob (Over het boek Job, 1971): „Stellen Sie sich vor, Hiob hat richtig über den gesprochen, der ihm begegnet ist. Diese Anklagen, diese Auflehnung, diese Wut – das war schließlich in der Tiefe doch die richtige Art und Weise, über Gott in diesen Umständen zu sprechen. Stellen Sie sich vor! Hiob, der Kämpfer gegen Gott, gewinnt den Preis. In all diesem Protestieren und Blasphemieren hat er so über den Verborgenen gesprochen, dass es die Realität unseres Daseins berührt, trifft.“

Über das Buch Hiob (Over het boek Job, 1971) Von Kornelis Heiko Miskotte Unsere Einteilung der biblischen Bücher folgt der … Mehr

Eduard Thurneysen, Die Zukunft hat schon begonnen! Predigt zu Jesaja 2,1-5 (1961): „Wenn uns gesagt wird, dass die ganze dunkle Gegenwart nicht das Letzte ist, weil es eine letzte Zeit gibt, der auch diese unsere Gegenwart entgegengeht, eine letzte Zeit, von der her Licht und Heil in unsere Zeit hereinbricht, dann wird diese unsere Zeit, auch unsere eigene kleine Lebenszeit zu einer Insel, die rings umflossen ist von der Zeit Gottes, von der Ewigkeit. Dann müssen wir all das, was hier und jetzt noch geschieht an Schwerem, bei allem Ernst, nicht mehr ganz ernst nehmen. Es gibt etwas, das noch ernster ist als das, was wir vor Augen haben; es gibt ein Heil Gottes, das aus der letzten Zeit her zu uns kommt.“

Die Zukunft hat schon begonnen! Predigt zu Jesaja 2,1-5 Von Eduard Thurneysen Das ist’s, was Jesaja, der Sohn des Amos, … Mehr

Friedrich Mildenberger, Abraham und wir – einige systematisch-theologische Reflexionen (1980): „Solange und soweit unser Bemühen um die Bibel das Werk ist, dessen wir uns rühmen – jeder kanns besser, und der Dogmatiker natürlich sowieso besser als der Exeget, aber miteinander können wir’s doch am allerbesten – solange wird nichts Rechtes daraus. Aber vielleicht begegnet uns Abraham wieder, wenn wir uns herausrufen lassen aus unserer idololatria Chaldaica und uns wieder auf den Weg machen, um hinter die historischen und hermeneutischen, die wissenschaftlichen und religiösen Horizonte zu kommen, in denen wir die Bibel gerade nicht erfassen können.“

Abraham und wir – einige systematisch-theologische Reflexionen Von Friedrich Mildenberger Meine Überlegungen sollen nicht in der schweren dogmatischen Rüstung Sauls … Mehr

Georg Merz, Tausendjähriges Reich: „Sie er­hoffen das Reich Christi als ein Ereignis der Ge­schichte, unterscheiden darum das Tausendjährige Reich als eine Epoche dieser Geschichte von der Wiederkunft Christi in seiner Herrlichkeit als dem Ende aller Geschichte. In der Aussage von Offenbarung 20 und in den auf dieses Kapitel sich beziehenden Aussagen der Schriften Alten und Neuen Testaments sehen sie ein unüberhörbares Zeugnis für die Realität der dieser Erde zugesagten Hoffnung.“

Tausendjähriges Reich Von Georg Merz In der Offenbarung des Johannes wird im 20. Kapitel berichtet, daß der Satan „tausend Jahre“ … Mehr

Wenn das Volk murrt … hat man da noch Töne? Gerold Jaspers über das Murren in der Bibel: „Gegenüber schweren Schickungen Gottes oder dem Leiden überhaupt bedeutet das Nichtmurren keineswegs ein fatalistisches Sichabfinden, sondern ein williges Aufsichnehmen der Last, die um Gottes oder Christi willen getragen werden will. Gleichzeitig erweist sich darin das Vertrauen zu Gott, dessen Liebe sich in der Auferstehung Christi so unverhüllt zu erkennen gegeben hat, daß alle Dunkelheiten des Lebens, und wäre es das Sterben selbst, dem Glaubenden nur als Gelegen­heiten göttlicher Hilfe und Rettung erscheinen (bis hin zur Auferstehung zum ewigen Leben), aber keinen Grund zum Murren bieten.“

Murren, murmeln in der Bibel Von Gerold Jaspers Das Wort begegnet als Aus­druck der Unzufriedenheit mit widerwärtigen Ereig­nissen und Taten, … Mehr

Otto Böcher über den Antichrist im Neuen Testament: „Die Offenbarung des Johannes beschreibt in den Kapiteln 12 und 13 eine sa­tanische Antitrinität, deren »Personen« der christlichen Trinität po­lar entsprechen: Gegenspieler Gottes ist der »Drache«, identisch mit dem Teufel und Satan; dem Gottessohn entspricht als zweite Person der Antitrinität das »(erste) Tier«, dem Heiligen Geist dagegen das »zweite Tier«. Das »erste Tier«, drachengestaltig und siebenköpfig wie sein Vater, der Teufel, des­sen belebtes Spiegelbild es darstellt, wird mit dem Imperium Romanum bzw. dem römischen Kaiser, das »zweite Tier« als »falscher Prophet« mit der priesterlichen Propaganda des Kaiserkults gleichgesetzt.“

Antichrist Von Otto Böcher I. Die Vokabeln antíchristos, Gegen-Gesalbter, Anti-Messias, und pseudóchristos, falscher, lügnerischer Messias bzw. Christus, sind Neubildungen der … Mehr

Karl Barth, Dieses und das zukünftige Leben. Zu 1. Korinther 15,19-20: „Es gibt nichts Erbärmlicheres als das christliche Leben, wenn ihm jene Hoffnung fehlt: nichts Erbärmlicheres als dieses Leben unter dem Zei­chen des ewigen Lebens, wenn das Zeichen uns doch gar nichts zeigt, wenn das ewige Leben doch gar nicht ist; nichts Erbärmlicheres als ein Pfeil zu sein, der doch nie zum Ziele fliegen wird. Armer Christ — und wenn er Christus noch so viel Stärkung, Vertiefung und Verbes­serung, und wenn er ihm die größte Verklärung in diesem Leben zu verdanken hätte — ohne die Zukunft des ewigen Lebens!“

Dieses und das zukünftige Leben Von Karl Barth Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hof­fen, so sind wir … Mehr

Bruno Jordahn, Vorhang im Tempel: „Nach Markus 15,38 zerreißt der Vorhang beim Sterben Jesu Christi von oben an bis unten auf. Dieser Vorgang bedeutet nach dem Vorhergehenden, dass nunmehr die ‚Scheidewand‘ zwischen Gott und Mensch beseitigt ist. Darum ist dieses ganze Geschehnis im Rahmen der ‚Aufhebung‘ des alttestamentlichen Kultus zu begreifen und bildet darin ein überaus wichtiges Moment. Der Hebräerbrief weist darauf hin. Dabei wird den Stellen von dem Zerreißen des Vorhangs eine neue Deutung gegeben insofern, als nunmehr der Vorhang mit dem Fleisch Jesu Christi gleichgesetzt wird.“

Vorhang im Tempel Von Bruno Jordahn Wenn in der Bibel vom Vorhang die Rede ist, dann ist immer der Vorhang … Mehr