Erich Auerbach über die Bibel in „Mimesis“ (1946): „Die Geschichten der Heiligen Schrift werben nicht, wie die Homers, um unsere Gunst, sie schmeicheln uns nicht, um uns zu gefallen und zu bezaubern – sie wollen uns unterwerfen, und wenn wir es verweigern, so sind wir Rebellen.“

Die Geschichten der Heiligen Schrift wollen uns unterwerfen Von Erich Auerbach Erich Auerbach (1892-1957) hatte sein Meisterwerk „Mimesis. Dargestellte Wirklichkeit … Mehr

Gerhard von Rad über die Weisheit in Israel (1970): „Wirklich weise ist nur der, der sich nicht weise dünkt. Sich selber weise zu dünken, ist ein sicheres Zeichen der Torheit. Nie kann die Weisheit selbst zum Gegenstand des Vertrauens, zur letzten Stütze des Lebens werden. Am großartigsten hat das Jeremia ausgesprochen: »Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit und ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke und ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Vielmehr dessen rühme sich, wer sich rühmen will, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der Herr bin.« (Jeremia 9,22 f.)“

Bekanntlich gilt die letzte Monographie Gerhard von Rads der Weisheit in Israel (Neukirchener Verlag). Dazu gibt es auch einen Rundfunkvortrag … Mehr

Gerhard von Rad, Das Opfer des Abraham (1. Mose/Genesis 22,1-19): „Der Abgrund hat sich geschlos­sen, die Not wurde durchgestanden. Abraham hat die Bindung an Gott nicht abgeworfen, und dafür empfängt er aus dem Munde Gottes selbst das Ehrenprädikat eines Gottesfürchtigen, d. h. eines Gehorsamen. Aber noch mehr: Auf der Überwindung dieser Not liegt auch ein Segen. Von jetzt ab kann sich jeder Nach­komme Abrahams sagen: Er hat’s durchgestanden, und du stehst im Genuß des Segens, der über ihm ausgerufen wurde.“

Gerhard von Rads letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten ist seine meisterliche Auslegung von Genesis 22,1-19, die 1971 im Christian Kaiser Verlag … Mehr

Zeitgenössische christliche Kunst aus China: „Eindrücklich ist die Gerechtigkeitsansage von Wei Lin. Das geschlachtete Lamm schwebt über einem Kultgefäß, das üblicherweise in bud­dhistischen oder daoistischen Tempeln für das Ver­brennen von Räucherstäbchen als Opfergaben aufgestellt ist. Die Inschrift auf dem Gefäß lautet „Gott liebt die Menschen auf der Erde“; das Schriftzeichen für „Erde“ ist in der Gestalt der drei Kreuze auf Golgatha gezeichnet. Die himmlische Gerechtigkeit, die sich blut­rot aus dem Opfer des Lammes ergießt, tränkt die ganze Welt.“

Isabel Hess-Friemann hat in ihrem Aufsatz „Evangelization through Art in China: A Protestant Perspective“ eine Reihe von zeitgenössischen christlichen Kunstwerke … Mehr

Origenes über die Einheit der Schrift: „Man muss an die Schrift in ihrer Gesamtheit herangehen wie an einen einzigen Leib und darf die Harmonie des Ganzen in ihrem straffen und festen Gefüge nicht zerbrechen und zerhacken wie es jene tun, die die Einheit des die gesamten Schriften durchdringenden Geistes nach Kräften zerbrechen.“

Über die Einheit der Schrift Von Origenes Ein schönes Zitat aus Origenes‘ Kommentar zum Johannesevangelium in Sachen pneumatologische Einheit der … Mehr