Effektives Christentum und das heilige Spiel. Über die Unterschiede zwischen asiatischem und europäischem Christentum: „In einer organisch-moralischem Lebenswirklichkeit, die über die empirische Welt hinausreicht, erweist sich das Christentum auf ganze eigene Weise effektiv: Wo moralisches Fehlverhalten sich auf das eigene Leben auswirkt, hat der universale Sühnetod Christi am Kreuz auf Golgatha eine existentielle Bedeutung: Christus als persönlichen Heiland in der eigenen Bekehrung annehmen heißt von einem selbst empfundenen Schuldverhängnis erlöst zu sein: Das selbst erwirkte Unheil hat sich im Tod Christi bereits ausgewirkt und ist daher nicht mehr zu befürchten. Durch den Glauben an Christus hat man Zugang zu der Über-Macht des einen Gottes, der Himmel und Erde erschaffen hat. Im Bittgebet partizipiert man an der göttlichen Vorsehung, die für die Gott-Zugehörigen Schutz, Heilung und Wohlstand bewirkt. Und schließlich erfahren wiedergeborene Christen eine bisweilen ekstatische Ermächtigung durch den Heiligen Geist sowie weitere göttliche Berufungen (‚callings‘) in Gebet und Bibelstudium, was wiederum eine eigene, selbstgewisse Lebensführung ermöglicht.“

Effektives Christentum und das heilige Spiel. Über die Unterschiede zwischen asiatischem und europäischem Christentum Ein deutscher Bischof dürfte da seine … Mehr

Das unsägliche ’stille Gebet‘: „Biblisch ist es jedenfalls nicht, wenn dort heißt, dass der Name des HERRN anzurufen ist und dass der HERR ‚der Gerechten Gebet erhört‘ (Spr 15,29) Von göttlichem Gedankenlesen ist in der Bibel nicht die Rede; und mal ganz ehr­lich, wer unter uns kann es leiden, wenn eine uns nahestehende Person nicht ausspricht, was Sache ist, sondern schlichtweg erwartet, wir hätten ihre Gedanken gefälligst (richtig) zu lesen. Nichts anderes wird von IHM erwartet, wenn wir uns unser stilles Gebet denken.“

Das unsägliche „stille Gebet“ Schon einmal etwas von einem stillen Gebet gehört? Ich auch nicht, geschieht es doch eben in … Mehr

Religionismus im Lexikonformat – was Meyer’s Konversationslexikon unter ‚Religion‘ versteht (1889): „Zunächst kann ein abschließendes Wort über Begriff und Wesen der Religion erst gesprochen werden als Ergebnis vergleichender Untersuchungen, wie die allgemeine Religionsgeschichte sie anstellt. Übersichtliches, klares Wissen um den Entwickelungsgang der Religion in der Menschheit ist die erste Vorbedingung zur Lösung der Aufgabe. Unsre Zeit strebt nach Erfassung des Weltzusammenhanges auf Grund der Erfahrungswissenschaften, nach spekulativen Resultaten auf der Unterlage empirisch gesicherter Prämissen, nach deduktiver Zusammenfas-sung von auf induktivem Wege gefundenen Erkenntnissen.“

Artikel „Religion“ in Meyers Konversationslexikon (1889) Religion (lat.), ein im Gesamtleben der Menschheit ebenso bedeutsames wie in seiner begrifflichen, ja … Mehr