The Gospel According to JD Vance – Die Taufe Amerikas: „Und als die Vereinigten Staaten aus den Wassern emporstiegen, öffnete sich der Himmel über ihnen. Der Geist Gottes kam herab wie ein Adler und ließ sich auf ihnen nieder. Und eine Stimme sprach vom Himmel: »Dies ist mein geliebtes Land, mein auserwähltes Volk unter den Völkern. Ihm habe ich meine besondere Gunst geschenkt. Es soll den Nationen vorangehen und ihnen den rechten Weg weisen. Seine Geschichte ist meine Geschichte, seine Berufung ist meine Verherrlichung.«“

The Gospel According to JD Vance – Die Taufe Amerikas[1] Da kam die Vereinigten Staaten an den Jordan, zu JD … Mehr

Stanley Hauerwas, Nachruf auf Robert Louis Wilken: „Robert war natürlich etwas schroff und konnte mit Dummheit überhaupt nichts anfangen. Wir lagen oft miteinander im Streit, aber es war die Art von Meinungsverschiedenheiten, die Lernen erst ermöglichte. Nirgendwo wird dies besser veranschaulicht als in Roberts Auseinandersetzungen mit Richard John Neuhaus und dessen Entscheidung, römisch-katholisch zu werden. Er hatte versucht, Neuhaus von seiner Entscheidung zur Konversion abzubringen. Robert sagte Richard, er müsse nicht konvertieren, denn im Haus unseres Vaters gebe es viele Wohnungen. Richard erwiderte, dass das zwar stimmen möge, aber dass einige der Wohnungen besser möbliert seien als andere. Das ist die Art von Beobachtung, die Robert gefiel und die er gern mit uns teilte. Wir werden ihn vermissen. Er ist jetzt im Haus unseres Vaters, und ich hoffe, es gibt gute Möbel dort.“

Nachruf auf Robert Louis Wilken (* 20. November 1936 – † 6. Juni 2026) Von Stanley Hauerwas Robert war gerade … Mehr

Nationalistischer Aufruf des Evangelischen Oberkirchenrates vom November 1918: „Am Totensonntag werden Ungezählte in bittrem Weh, dass ihre Toten nun umsonst gefallen sein könnten, sich in den Kirchen sammeln. Wir wollen ihnen den vollen Trost des ewigen Lebens bringen und ihnen den Glauben stärken, dass die heiligen Opfer mitwirken zur Auferstehung unseres Volkes. Wir gehen der sonst so lichten und nun so dunklen Advents- und Weih­nachtszeit entgegen. Viele in unserm Volk werden in der großen Gefahr sein, alle Hoffnungen fürs Vaterland zu begraben. Hoffnungslosigkeit ist der Tod. Wir wollen den Trost ergreifen, dass der Herr, der durch Tod zum Leben gegangen ist, immer im Kommen ist. Sein Weg ist auch in dunklen Wassern dieser Zeit. Jede Epoche der Weltgeschichte soll auch eine Epoche in der Geschichte seines Reiches sein. Er lebt und herrscht, er wird siegen. Er lässt seine Sache nicht im Stich! Das Reich muss uns doch bleiben!“

Aufruf des Evangelischen Oberkirchenrates: „Wir haben den Weltkrieg verloren“ In Sachen „christlicher Nationalismus“ finden sich auch in der deutschen protestantischen … Mehr

Drei Schriften von Eitelhans Langenmantel über das Abendmahl des Herrn: „Zum fünften, wollen sie dir das nicht nachgeben, so lege ihnen das vor, dass Christus auch den Kelch genommen hat und gesprochen: Dieser Kelch ist ein neues Testament in meinem Blut. So wollen wir auch keine Auslegung darüber machen lassen. So frag man sie, worin denn das Blut sei, so der Kelch im Blut ist. Zum sechsten frag man sie, ob einer Christum empfangen könne, er glaube an ihn. So sprechen sie nein. So glaubt das Brot nicht, so kann es auch den Leib Christi nicht empfangen. Denn der Glaube kommt aus dem Gehör, so kann das Brot nicht hören, kann es nicht hören, so kann es auch nicht glauben. Deshalb kann es denn den Leib Christi nicht empfangen.“

Drei Schriften von Eitelhans Langenmantel über das Abendmahl des Herrn [gekürzt]. Eitelhans Langenmantel, aus dem bekannten Augsburger Patriziergeschlecht der Langenmantel, … Mehr

Fußball und die Energie des Glaubens: „Für viele Spieler sind religiöse Gesten auf den Fußballplätzen dieser Welt Ausdruck einer tiefen inneren Überzeugung. Das Gebet vor dem Spiel garantiert keinen Sieg, und der Glaube schützt nicht vor Niederlagen. Aber er kann helfen, mit den Belastungen und Herausforderungen eines unsicheren Fußballer-Lebens umzugehen. In diesem Sinne vermag der öffentlich gezeigte Christusglaube mancher Fußballspieler auch uns Zuschauer inspirieren: Eigene Lebensglück erwächst nicht nur aus körperlicher Leistungsfähigkeit oder sportlichem Erfolg, sondern auch aus dem Christusvertrauen, selbst getragen zu sein – in den Höhen des Sieges ebenso wie in den Tiefen der Niederlage.“

Fußball und die Energie des Glaubens Die Fußball-Weltmeisterschaft hat schon jetzt ein Thema hervorgebracht, das weit über Taktik, Spielergebnisse und … Mehr

Karl Barth über den Protestantismus der Gegenwart (1932): „Die heutige Jugend ist in religiöser Hinsicht so entschlossen und fröhlich heidnisch, aber auch so reif zur Erkenntnis Gottes in Christus, wie dies vermutlich von der Jugend, aber schließlich in anderer Form, auch vom Alter aller Zeiten zu sagen gewesen ist und zu sagen sein wird. – Man darf sie bitten, sich sowohl in ihrer ‚Heutigkeit‘ wie in ihrer ‚Jugendlichkeit‘ nicht allzu wichtig zu nehmen.“

Protestantismus der Gegenwart Von Michael M. Hoffmann (Fragen) und Karl Barth (Antworten) I. Fragen 1. Womit erklären Sie die ungeheure … Mehr

Mit Verlusten in der Kirche zurechtkommen. Zehn Thesen zur christlichen Ethik des Abschiednehmens entfaltet (Kirchliche Abschiedsprozesse bewusst gestalten): „Um Verluste verabschieden zu können, dürfen sie nicht als alles bestimmende Unwirklichkeit gelten. Sie sind daher in einem perspektivischen Rahmen zu sehen – es ist eben nicht alles verloren. Fehlt eine solche Rahmung, entfalten Verluste eine unwiderstehliche Sogwirkung, als würde alles Liebgewonnene entschwinden. Soll es keinen fatalistischen Abschied geben, darf ein religionssoziologischer Deutungsrahmen, bei dem die Diffusion religiöser Selbstbezüglichkeit im Zentrum steht, nicht das letzte Wort haben. Dazu ist das Hinübergehen in eine andere Gattung (metábasis eis állo génos) angesagt, die als kohärente Erzählung nicht zu Fehlschlüssen führt.“

Mit Verlusten in der Kirche zurechtkommen. Zehn Thesen zur christlichen Ethik des Abschiednehmens entfaltet 1. In der Gesellschaft sind der … Mehr

Ernst Ortlepp, Vaterunser des neunzehnten Jahrhunderts (1845): „Der Frühling, sonst ein sichtbarer Gott, / Wird vor dem Weltenherbst zum Spott, / Und alle Wonnen, die wir sehn, / Sind Rosen, die auf Gräbern stehn. / Der Geist ist wüst, das Herz ist kalt, / Das Lied vom Glauben ist verhallt, / Aus allen Tiefen der Seel’ herauf / Quillt nicht ein Tröpfchen Andacht auf; / Der alten Zeiten Religion / Verachtet der neuen Tage Sohn, / Und grinsend ruf die ganze Erde: / ‚Dein Name nicht geheiligt werde!‘“

Vaterunser des neunzehnten Jahrhunderts (1845) Von Ernst Ortlepp „Allen, die gezweifelt und gerungen,Sei das grause Lied gesungen!“ Vater! – Vater? … Mehr

Martin Luther Vorrede zu Unterricht der Visitatoren an die Pfarrherrn im Kurfürstentum zu Sachsen (1528): „Da uns jetzt das Evangelium durch unaussprechliche Gnade Gottes so barmherzig wiedergekommen oder sogar erst überhaupt aufgegangen ist und wir dadurch gesehen haben, wie elend die Christenheit verwirrt, zerstreut und zerrissen ist, hätten wir auch dieses rechte bischöfliche und Besuchsamt, als aufs höchste vonnöten, gern wieder eingerichtet gesehen. Aber weil unser keiner dazu berufen war oder mit Gewissheit den Auftrag hatte und St. Petrus in der Christenheit nicht etwas schaffen lassen will, man sei denn gewiss, dass es Gottes Geschäft sei, hat sich keiner vor dem anderen erdreistet, es auf sich zu nehmen. Da haben wir sicheres Spiel haben wollen und uns an das Amt der Liebe gehalten, welches allen Christen gemeinsam geboten ist, und sind demütig mit Bitten an den durchlauchtigsten hochgeborenen Fürsten und Herrn, Herrn Johann, unseren gnädigsten Herrn als den Landesfürsten und unsere eindeutige weltliche Obrigkeit, die uns von Gott verordnet ist, herangetreten, dass Seine Kurfürstliche Gnaden aus christlicher Liebe — denn nach weltlicher Obrigkeit sind sie nicht verpflichtet — und um Gottes willen, dem Evangelium zugut und den elenden Christen in S.K.F.G. Landen zu Nutz und Heil gnädiglich etliche tüchtige Personen zu diesem Amt auffordern und verordnen sollten.“

Vorrede zu: Unterricht der Visitatoren an die Pfarrherrn im Kurfürstentum zu Sachsen (1528) Von Martin Luther Ein wie göttliches, heilsames … Mehr