Predigt über Lukas 18,1-8 (1890) Von Christoph Blumhardt Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und … Mehr
Kategorie: Predigten
Martin Luther über die guten Werke und den ausbleibenden Dank (Predigt über Matthäus 6,1–4, 1530): „Wer ein Christ sein will, muss sich also so verhalten, dass er kein gutes Werk tut oder unterlässt um der Leute willen, sondern allein deshalb, weil er in seinem Amt, Stand, mit seinem Geld, Gut oder was er hat, Gott dienen und ihm zu Ehren tun will, was er vermag – auch wenn er damit auf Erden niemals irgendeinen Dank verdient. Denn es ist auch unmöglich, dass einem frommen Menschen auch das geringste Werk, das er hier tut, jemals angemessen belohnt werden könnte – selbst wenn man ihn mit Gold krönen und ihm ein ganzes Königreich geben wollte.“
Über die guten Werke und den ausbleibenden Dank (Predigt über Matthäus 6,1–4, 1530) Von Martin Luther Wer ein Christ sein … Mehr
Dietrich Ritschl, Predigt zu Hebräer 11,8-9 und dem »story«-Konzept (1975): „Wollen wir neu in diese Geschichte eintreten? Damit Sie mich nicht mißverstehen: man kann auch leben, ohne ein Christ zu sein, auch glücklich leben; auch nützlich leben. Natürlich kann man das. – Wollen wir in diese Geschichte eintreten? Wohin sollen wir denn sonst gehen? Der Gott der Zelte ruft. Ihm sei Lob und Ehre und Preis und Anbetung von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“
Predigt zu Hebräer 11,8-9 und dem »story«-Konzept Von Dietrich Ritschl Aus Glauben erwies sich Abraham, als er berufen wurde, gehorsam, … Mehr
Hermann Diem, Predigt zu Johannes 14,23-31 (Pfingstsonntag 1939): „Wo Jesus mit seinem Wort vergeblich angeklopft hat, wo man ihn und seine Botschaft von der barmherzigen Liebe des Vaters nicht haben will, da kann der Heilige Geist nicht einkehren und an nichts erinnern. Ein Pfingstfest kann die Welt, die Christus nicht aufnahm, als er in sein Eigentum kam, nicht feiern. Sie ist aber darum von Christus nicht aufgegeben, sondern er hört nicht auf, sie mit seiner Liebe zu suchen.“
Predigt zu Johannes 14,23-31 (Pfingstsonntag) Von Hermann Diem „Jesus antwortete und sprach zu ihm: wer mich liebet, der wird mein … Mehr
Kornelis Heiko Miskottes Meditation über Psalm 68,29–30a zum Reformationstag 1940: „Unsere Kirche aber, besonders die in den Niederlanden, lebt im Gefühl und Geschick mit Israel verwandt. Unsere Kirche kann nicht herrschen. Sie wurzelt nicht im natürlichen Wesen menschlicher Religion. Unsere Kirche fängt die ersten Schläge des Gerichts auf, das über die Welt geht – wir sind wie „Benjamin, der Kleine“ (Vers 28) – wir sind nomadisch, verachtet, leben von dem, was wir nicht haben. Bettler sind wir – und bleiben es.“
Kirchenreform (Kerkhervorming, 1940) Von Kornelis Heiko Miskotte „Dein Gott hat dir Kraft geboten; stärke, o Gott, was du an uns … Mehr
Karl Steinbauer, Vom Gehorsam des Glaubens. Mosepredigten: „Die Kirche, die ihre Knie nicht mehr beugt vor der gegebenen Tatsache der Verheißung und Zusage Gottes und sie nimmer ernst nimmt, d. h. sie nimmer allein ernst nimmt, die muss sich zwangsläufig beugen vor den sogenannten gegebenen Tatsachen, d. h. diese werden sie beugen und knebeln und sie überwältigen, Herr über sie werden, Herren über sie werden, dass sie sich vor lauter Herren und Tyrannen nimmer auskennt.“
Vom Gehorsam des Glaubens. Mosepredigten (1946) Von Karl Steinbauer Meinen beiden Diaspora-Gemeindender Kirchenkampfzeit:Penzberg – Kochel – Seeshaupt (Obb.) undAy – … Mehr
Friedemann Jung, Predigt zu 1. Mose 3,1-24: „Diese Geschichte ist also nicht die der ersten Sünde, sondern die vom Anfang der menschlichen Freiheit – denn ohne die Möglichkeit des Ungehorsams kann es keinen Gehorsam geben, ohne die – wie Karl Barth es genannt hat: Die unmögliche Möglichkeit, das Böse zu tun, kann es auch keine Freiheit geben. Und, auch das eine kleine Pointe: Natürlich müssen die Menschen diese Freiheit schon vorher gehabt haben – sonst hätten Eva und Adam ja gar nicht auf die Schlange hören können.“
Liebe Gemeinde, diese Geschichte kennen wir alle. Man möchte fast sagen: Zur Genüge. Sie heißt ja „Die Geschichte vom Sündenfall“. … Mehr
Hans Ferdinand Fuhs zur spielenden Weisheit (Sprüche 8,30f): „Spiel vermag zur Realität auf Distanz zu gehen und sie zugleich zu verwandeln. Spiel heißt, ungesichert mit Möglichkeiten umzugehen und mit offenen Fragen zu leben, nicht gleich in allem einen letzten Sinn entdecken zu müssen, die Freiheit zu haben, dem Zwang eines geschlossenen Welt- und Lebensordnungssystems zu widerstehen.“
Zur spielenden Weisheit (Sprüche 8,30f) Von Hans Ferdinand Fuhs Das Spiel der Weisheit vor (nicht für) JHWH spielt an auf … Mehr
Friedrich Wilhelm Hopf, Predigt über Psalm 119,96 (Mai 1945): „Wir werfen jetzt nicht Steine auf andere, sondern schlagen an die eigene Brust und rufen: o unsere Schuld, unsere Schuld, unsere übergroße Schuld! Denn wir haben oft geschwiegen, wo wir als Kirche Jesu Christi in Deutschland hätten laut reden und deutlich Zeugnis geben müssen: Es ist nicht recht! Wir hätten reden müssen zum Mord an den Blöden in den Heil- und Pflegeanstalten. Wir hätten reden müssen zu dem großen Unrecht an anderen Völkern und zu der unheimlich anwachsenden Menschenvergötterung … Stattdessen ist mal leider mitgelaufen, hat mitgeschrieen und mitgesungen, wo für einen Christen ein ernstes Schweigen das Richtige gewesen wäre. So war’s überall in Deutschland. So war’s auch in Mühlhausen. Denkt ihr noch an den November 1938, wie es damals in unserem Dorfe zuging, an jedem trüben Tag, der für immer ein häßlicher Schandfleck in der Geschichte unserer christlichen Gemeinde bleiben wird? Wißt ihr noch, was man damals unserer Schuljugend angetan hat, als man sie von Haus zu Haus führte dorthin, wo Gewalttätigkeit und Ungerechtigkeit verübt wurden, als man in den Herzen unserer getauften Klinder wirklich mehr zerschlug als die Scherben von Glas und Porzellan von damals? Wer aber hat damals laut und deutlich gesagt: Es ist nicht recht!? Ist nicht das Schweigen in einem solchen Fall auch eine Mitschuld?“
Predigt über Psalm 119,96 (Mai 1945) Von Pfarrer Friedrich Wilhelm Hopf Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserm … Mehr