Martin Niemöller, Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935): „Wir haben nicht zu fragen, wieviel wir uns zutrauen; sondern wir werden gefragt, ob wir Gottes Wort zutrauen, dass es Gottes Wort ist und tut, was es sagt! Wir mögen wohl kleinmütig und verzagt dastehen, wenn wir die starken Worte hören, mit denen heute dem ‚Wüstendämon Jahve‘ der Kampf angesagt wird; und es mag uns bange werden, wenn wir sehen, wie die Wege, auf denen unser Volk früher zu dem lebendigen Gott geführt wurde, einer nach dem andern, mit meter­hohem Geröll verschüttet wird.“

Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935) Von Martin Niemöller Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott dem Vater und … Mehr

William H. Willimon, Die Bedeutung des Gottesdienstes (Dialogpredigt, 1975): „Clown: Das meinst du nicht ernst! Was für ein Witz! Sich an ihm erfreuen? Ha! Schau dir mal die da draußen an! (zeigt zur Gemeinde) Sehen die aus, als hätten sie an irgendwas Freude? Mann, schau dir diese Gesichter an! Wenn das Freude ist, dann habt ihr eine echt merkwürdige Vorstellung davon, wie man Spaß hat! Und euer Gesang vorhin – den hätte man hören sollen! (geht zur Mitte des Chorraums und imitiert langsam und eintönig:) ‚Lob Gott, den Herrn, den mächtigen König der Ehren…‘ Ich hab schon auf einer Beerdigung mehr Freude gehört!“

DIE BEDEUTUNG DES GOTTESDIENSTESWilliam H. Willimon(Diese Predigt ist ein Dialog zwischen einem Pastor und einer Clown-Figur. Der Clown trägt weiße … Mehr

Eduard Thurneysen, Die Zukunft hat schon begonnen! Predigt zu Jesaja 2,1-5 (1961): „Wenn uns gesagt wird, dass die ganze dunkle Gegenwart nicht das Letzte ist, weil es eine letzte Zeit gibt, der auch diese unsere Gegenwart entgegengeht, eine letzte Zeit, von der her Licht und Heil in unsere Zeit hereinbricht, dann wird diese unsere Zeit, auch unsere eigene kleine Lebenszeit zu einer Insel, die rings umflossen ist von der Zeit Gottes, von der Ewigkeit. Dann müssen wir all das, was hier und jetzt noch geschieht an Schwerem, bei allem Ernst, nicht mehr ganz ernst nehmen. Es gibt etwas, das noch ernster ist als das, was wir vor Augen haben; es gibt ein Heil Gottes, das aus der letzten Zeit her zu uns kommt.“

Die Zukunft hat schon begonnen! Predigt zu Jesaja 2,1-5 Von Eduard Thurneysen Das ist’s, was Jesaja, der Sohn des Amos, … Mehr

Huub Oosterhuis, Warum musst das sein? „Im Katharina-Krankenhaus in Eindhoven / hat jemand ihre Körper gewaschen und gepflegt, / Blumen zu ihnen gelegt / und eine Kerze angezündet. / Man hat sie noch gesehen: / sie waren nicht entstellt, / sie waren tot. / Tjeerd, als würde er schlafen. / Pientje plötzlich viel älter – / ‚mindestens zwanzig Jahre älter‘, / sagte ihre Mutter.“

WARUM MUSSTE DAS SEIN? Tjeerd Naves und Pien van Diemenverstorben am 29. Juli 1984 1 Sie waren wieder zusammen.Nach einer … Mehr

Martin Luther über die Sprache der Tiere und das menschliche Hörvermögen: „Alle Kreaturen schreien uns an, dass wir Gott dankbar sein sollen. Wenn ich nicht taub wäre, so müsst ich hören, wie die Kühe sprechen bei ihrem Ausgang und Eingang: freut euch, wir bringen Butter und Käs, esset, trinket und gebet andern! So sprechen die Hühner: wir wollen Eier legen.“

Alle Kreaturen schreien uns an, dass wir Gott dankbar sein sollen Von Martin Luther Alle Kreaturen schreien uns an, daß … Mehr

Martin Niemöller, Predigt über Matthäus 9,35-38 auf dem Kirchentag 1949: „Wir wissen nicht, wie wir die Menschen so anreden sollen, dass es ihnen im Herzen deutlich und im Gewissen zwingend wird; wir haben die Botschaft nicht so, dass wir sie aussprechen könnten. — Wir wissen alles und haben’s doch nicht verfügbar. Und darum hilft es nichts, dass wir zu allem Dienst und zu jedem Einsatz bereit sind; wir werden nicht Gottes Erntearbeiter durch unsere Bereit­schaft! — sondern nur durch Gottes Bevollmächtigung! Wir können tausend­mal Jesus Christus sagen, und das Wort bleibt tot, das aus unserem Munde kommt; und wenn wir’s ein einziges Mal in der Vollmacht Gottes, d h. im Heiligen Geist aussprechen, dann versetzt es Berge.“

Predigt über Matthäus 9,35-38 Von Martin Niemöller „Und Jesus ging umher in alle Städte und Märkte, lehrte in ihren Schulen … Mehr

Karl Barth, Dieses und das zukünftige Leben. Zu 1. Korinther 15,19-20: „Es gibt nichts Erbärmlicheres als das christliche Leben, wenn ihm jene Hoffnung fehlt: nichts Erbärmlicheres als dieses Leben unter dem Zei­chen des ewigen Lebens, wenn das Zeichen uns doch gar nichts zeigt, wenn das ewige Leben doch gar nicht ist; nichts Erbärmlicheres als ein Pfeil zu sein, der doch nie zum Ziele fliegen wird. Armer Christ — und wenn er Christus noch so viel Stärkung, Vertiefung und Verbes­serung, und wenn er ihm die größte Verklärung in diesem Leben zu verdanken hätte — ohne die Zukunft des ewigen Lebens!“

Dieses und das zukünftige Leben Von Karl Barth Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hof­fen, so sind wir … Mehr

Hans Joachim Iwand in seiner Predigtmeditation zu Lukas 6,36 (1950): „Könnten wir von hier aus denken, also von da aus, dass Gott barmherzig ist, dass alles, unser Sein und unser Erlöst-Sein, dies bezeugt und unter Beweis stellt, dann wür­den wir gewiß die tiefe, sich immer wieder gegen den Richter kehrende Problematik des Richtens begreifen, wir würden von uns aus mithelfen, dass die Umkehrung her­beigeführt wird, dass Gnade vor Recht kommt, Evange­lium vor dem Gesetz, Erbarmen vor dem Verurteilen, und würden so die Sache des Höchsten als unsere eigenste An­gelegenheit fördern und vertreten.“

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lukas 6,36) Gott ist barmherzig. Wir – obschon wir Staub und Asche … Mehr

Richard Lischer, Altar oder Tisch (1982): „Der Tisch, von dem wir Brot und Wein empfangen, ist nur möglich, weil es einst – für alle Völker – einen Altar gab, auf dem Gottes Sohn geopfert wurde. Frühe Christen, denen vorgeworfen wurde, keinen Opferort zu haben, antworteten: ‚Wir haben einen Altar‘ (Hebr. 13,10) – und meinten damit das gesamte Selbstopfer Christi. John Mason Neales Übersetzung eines alten eucharistischen Hymnus stellt die Verbindung zwischen Altar und Tisch vielleicht deutlicher dar, als moderne Christen es ertragen können: ‚Des Lammes hohes Mahl wir sehn, / In schneeweißen Königsgewändern stehn; / Das Rote Meer durchschritten gar, / Singen wir Christus, unserm König, hurra. / Auf des Kreuzes Altar / Erlöst sein Leib, was verloren war; / Und koste ich seines roten Bluts, / Mein Leben in Gott ist meines Mutes.'“

Altar oder Tisch Von Richard Lischer Er war das Wort, das es sprach,Er nahm das Brot und brach es;Und was … Mehr