Über das Predigtamt/Der rechte Prediger Von Martin Luther Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und … Mehr
Kategorie: Martin Luther
„Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht“ – Martin Luthers Auslegung von Galater 2,6: „Von Natur sind wir angelegt auf den Personenkult. Dies Laster ist uns eingepflanzt, dass wir die Personen bewundern und mehr achten als Gottes Wort, während Gott doch will, dass wir hängen und haften allein am Worte selbst. Er will, dass wir den Kern und nicht die Schale erwählen sollen, dass wir uns mehr um den Hausvater, als um das Haus kümmern. Er will nicht, dass wir in Petrus und Paulus das Apostelamt bewundern und verehren, er will, dass wir Christus ehren, der in ihnen redet, und das Wort Gottes selbst, das aus ihrem Munde geht.“
„Denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht“ (Deus personam hominis non accipit). Auslegung zu Galater 2,6 Von Martin Luther … Mehr
Karl Barth 1933 über „Luthers Wissenschaft“ im Anschluss an Psalm 130: „Ein solches Diktat des Herrn über Leben und Tod hat im Raum des Menschen stattgefunden.“
Von Karl Barth erschien im November 1933 aus Anlass des 450. Geburtstags Martin Luthers folgender Aufsatz: Luthers Wissenschaft (1933) Von … Mehr
Martin Luthers Predigt über das Vaterunser (Matthäus 6,5-15) von 1530: „Darum spricht nun Christus: ‚Euer himmlischer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr darum bittet‘; als wollte er sagen: Was tut ihr, dass ihr meint ihn mit eurem langen Gewäsch zu betäuben, dass er euch gebe, was ihr bedürfet? Ihr dürft ihn nicht mit Worten überreden, oder lange unterrichten, denn er weiß es zuvor besser, was euch not ist, denn ihr selber. Gleich als wenn du vor einen Fürsten oder Richter kämest, der deine Sache besser wüsste, denn du sagen könntest, und wolltest viel Gewäsch machen, ihn davon zu unterrichten, so wird er über dich lachen, oder vielmehr unlustig auf dich werden. Ja, wir wissen auch nicht, spricht Paulus (Römer 8,6.20), wie wir bitten sollen, dass, wenn er uns erhört und etwas gibt, so gibt er es, über das wir verstehen und hoffen können (Epheser 3,20). Darum lässt er uns häufig etwas bitten, das er nicht sofort gibt, oder wohl gar nicht gibt, als der wohl weiß, was uns not und nütze ist oder nicht; welches wir selbst nicht sehen, und zuletzt selbst müssen bekennen, dass uns nicht gut gewesen wäre, wenn er uns nach unserem Bitten gegeben hätte. Darum dürfen wir ihn nicht lehren noch vormahlen mit unserem langen Gewäsch, was und wie er uns tun soll; denn er will also geben, dass sein Name geheiligt werde, und sein Reich und sein Wille dadurch gefördert werden und fortgehe.“
In seinen Wochenpredigten über Matthäus 5-7 hatte Martin Luther 1530 auch über das Vaterunser gebetet: Predigt über Matthäus 6,5-15 Von … Mehr
Martin Luther, Auslegung von Matthäus 14,22-33: „Petrus, warum hast du gezweifelt? Das Meer hat keine Schuld, es hat nur getan, was seine Art und Wesen ist, und du hast auch leiden müssen, was deine Art und Wesen ist! Hättest du tapfer geglaubt und deine Art und Wesen ausgezogen, so hätte auch das Meer seine Art und Wesen ausgezogen und du wärest auf ihm weiter gegangen und es wäre dir fester Fels und Boden gewesen und geblieben. Zweifel und Glaube machen alles anders. Der Glaube macht aus dem Meer einen trockenen Weg und der Zweifel wiederum macht aus dem trockenen Weg das alte Meer. Dem Gläubigen ist alles möglich, dem Zweifler wiederum ist alles unmöglich. Der Glaube macht Götter, d.h. Gotteskinder und Wundertäter, der Zweifel macht Menschen, d.h. elende Leute.“
Auslegung von Matthäus 14,22-33 (Jesus und der sinkende Petrus auf dem Meer) Von Martin Luther Und alsbald trieb Jesus sein« … Mehr
Martin Luther in seinen Tischreden über den Heiligen Christophorus: „Die Figur des Christophorus sei ein sehr großer, starker Mann, der ein kleines Kind – das Jesuskind – auf der Schulter trägt. Doch das Kind sei so schwer, dass er sich unter seiner Last beugen und krümmen müsse, während er durch das tobende, wilde Meer schreitet. Dieses Meer stehe für die Welt, in der Wellen und Strudel – die Tyrannen, Banden und alle Teufel – ihn bedrängen und verfolgen. Sie wollten ihn um Leib und Leben, Besitz und Ehre bringen. Doch Christophorus hält sich an einem großen Baum fest, der wie ein Stab ist – das ist das Wort.“
Über den Heiligen Christophorus Von Martin Luther Doktor Martin Luther predigte am Gedenktag des heiligen Christophorus und sagte, dass dessen … Mehr
Martin Luther über die Heiligung durch Gottes Wort: „Gottes Wort ist der Schatz, das alle Dinge heilig macht; durch ihn sind alle Heiligen selber geheiligt worden. Zu welcher Stunde man nun Gottes Wort betreibt, es predigt, hört, liest oder bedenkt – immer wird dadurch Person, Tag und Werk geheiligt, nicht äußeren Werkes wegen, sondern um des Wortes willen, das uns alle zu Heiligen macht. Deswegen sage ich allezeit, dass unser ganzes Leben und Werk in Beziehung zum Worte Gottes stehen müsse, wenn es Gott gefällig oder heilig heißen soll.“
Gottes Wort ist der Schatz, der alle Dinge heilig macht Von Martin Luther Wir Christen sollen […] täglich mit Gottes … Mehr
Martin Luther über den Christus-Glaube in seiner Auslegung des Galaterbriefs von 1531: „Dennoch sitzt in dieser Finsternis Christus, der im Glauben ergriffen wird, so wie der Herr auf dem Sinai oder im Tempel mitten in der Finsternis saß.“
Über den Christus-Glaube Von Martin Luther Der Glaube ergreift Christus, der ist die „Grundform“, die den Glauben schmückt und gestaltet, … Mehr
Martin Luther, Predigt über Matthäus 8,23-27 (Jesu Sturmstillung, 1530): „Wenn das Schifflein auch im Abgrund versänke, so ist der im Schiff, der aus dem Wasser ein Gewölb machen kann. Wär ihr Glaube stark gewesen, so hätten sie so gesprochen. Aber ihr Glaube ist schwach; denn sie sprechen: hilf uns! Es ist ein kleines Blicklein in ihrem Herzen, das lebt und kennt den Heiland. Aber gegen dieses Blicklein stehen Wind, Wellen, Tod und Unwetter. Es ist ein einziges Fünklein gegen das ganze Meer. Wind und Meer hätten die Glut gewißlich bald gelöscht, wenn der Herr nicht aufgestanden wäre und hätte den armen schwachen Glauben gestärkt.“
Martin Luther hat über Matthäus 8,23-27 (Jesu Sturmstillung) mehrfach gepredigt. In seiner Predigt vom 30. Januar 1530 geht er in … Mehr