Martin Luthers Brief an Spalatin zum Ausbruch der Pest in Wittenberg 1527: „Die Pest hat hier zwar angefangen, aber sie ist recht gnädig. Die Furcht und die Flucht der Leute davor ist jedoch erstaunlich, so dass ich eine solche Ungeheuerlichkeit des Satans vorher noch nicht gesehen habe. So sehr erschreckt (er die Leute), ja er freut sich, die Herzen so verzagt zu machen, natürlich damit er diese einzigartige Universität zerstreue und verderbe, welche er nicht ohne Ursache vor allen anderen hasst.“

Luthers Brief an Spalatin zur Ausbruch der Pest in Wittenberg 1527 Als im August 1527 die Pest in Wittenberg zum … Mehr

Martin Luther in seiner Predigt über Matthäus 8,23-27 (Jesu Sturmstillung) von 1531: „Christus ist aber noch bei dir im Schiff, rufe nur zu ihm, so wird er dich hören. Man soll nicht gleich verzweifeln, wenn das Unglück angeht. Du mußt ein wenig herhalten und den Teufel ein wenig sausen lassen, damit du erkennen könntest, welche Macht der Glaube hat und wie er sich wehren kann, und wiederum auch, was für ein Gesell der freie Wille sei, wenn der Herr nicht hilft. Das heißt den Glauben gestärkt und geübt.“

Christus ist noch im Schiff! (aus einer Predigt über Mt 8,23-27) Von Martin Luther Hier ist eine Beschreibung der Person … Mehr

Martin Luther, Der 101. Psalm ausgelegt (1535): „Wer hätte auch jemals alle Bosheiten Stück für Stück in einem Buche, geschweige in einem Psalm aufführen können. Man sieht ja wohl, wie auch zu unsrer Zeit ein Gesetz nach dem andern, ein Recht nach dem andern, eine Ordnung nach der andern, eine Weise nach der andern gemacht wird, um solchen Lastern zu wehren, und ist, wie Salomo sagt, des Büchermachens kein Ende. Mit Büchern meint er hier nicht nur Papier und Tinte, sondern Lehre und Ordnung, die immer neu in der Welt aufgestellt wer­den und dennoch (den Lastern nur) schwer wehren und steuern.“

Neben Psalm 82 und Psalm 127 ist der 101. Psalm für Luther ein biblischer Schlüsseltext für seine politische Ethik: Der … Mehr

Martin Luthers Brief an Nikolaus von Amsdorf zur Ausbruch der Pest in Wittenberg 1527: „Die Frau des Kapellans Georg Rörer, die ebenfalls der Niederkunft nahe ist, ist von der Pest gepackt; aber man bemüht sich jetzt darum, ob auf irgendeine Weise das Kind gerettet werden kann. Der Herr Jesus stehe ihr barmherzig bei. So sind äußerlich Kämpfe, innerlich Angst, und gar harte; Christus sucht uns heim. Ein Trost besteht, den wir dem wütenden Satan entgegensetzen: wir haben nämlich das Wort Gottes, um die Seelen der Gläubigen zu erhalten, wenn er auch immer die Leiber verschlingen mag.“

Martin Luthers Brief an Nikolaus von Amsdorf zur Ausbruch der Pest in Wittenberg 1527 Als im August 1527 die Pest … Mehr

Martin Luther, Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können (1526): „Wie, wenn mein Herr unrecht hätte, Krieg zu führen? Antwort: Wenn du gewiß weißt, daß er unrecht hat, so sollst du Gott mehr fürchten und gehorchen als Menschen, Apg. 5,29, und sollst nicht Krieg führen noch dienen, denn du kannst da kein gutes Gewis­sen vor Gott haben. Ja, sprichst du, mein Herr zwingt mich, nimmt mir mein Leben, gibt mir mein Geld, Lohn oder Sold nicht; außerdem werde ich verachtet und ge­schmäht als ein Verzagter, ja als ein Treuloser vor der Welt, der seinen Herrn in den Nöten verläßt usw.“

Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können (1526) Von Martin Luther Dem gestrengen und ehrenfesten Assa von Kram, Ritter … Mehr

Martin Luther, Der 82. Psalm ausgelegt: „Aber gleichwie er auf dieser Seite dem Unfrieden des Pöbels wehrt und ihn darum unter Schwert und Gesetz wirft, so wehrt er auch auf der andern der Obrigkeit, dass sie solche Maje­stät und Gewalt nicht zu ihrem Mutwillen, sondern zum Frieden gebrauchen soll, für den sie von ihm gestiftet und erhalten wird. Trotzdem will er dem Pöbel nicht erlauben, die Faust wider sie aufzuheben oder zum Schwert zu greifen, als dürfte er die Obrigkeit strafen und richten. Nein, das soll er lasten, Gott wills nicht und hats ihm nicht befohlen. Darum soll er nicht selber Richter sein und sich nicht selber rächen oder mit Frevel und Gewalt fahren, son­dern er selbst, Gott, will die böse Obrigkeit strafen und der Obrigkeit Gesetz und Recht setzen und stellen. Er will über sie Richter und Meister sein. Er will sie wohl finden, bester als sie sonst jemand finden kann, wie er denn bisher von der Welt Anfang an getan hat.“

Der 82. Psalm ausgelegt (1530) Von Martin Luther Psalm 82 ist für Martin Luther neben Psalm 101 und Psalm 127 … Mehr