Warum die evangelische Rechtfertigungslehre heilskommerziell ruinös ist und die Kirchensteuer eine protestantische Notwendigkeit ist: „Dem Protestantismus fehlt es an einem ‚Vergelt’s Gott‘, verweigert sich doch die evangelische Rechtfertigungslehre einer vertragsrechtlichen Heilsökonomie ‚do ut des‘ (ich gebe, damit du gibst). Gläubiges Commitment scheint sich nicht als postmortalen Himmelslohn auszuzahlen.

Warum die evangelische Rechtfertigungslehre heilskommerziell ruinös ist und die Kirchensteuer eine protestantische Notwendigkeit ist Ein sprachlich wunderbarer und theologisch höchst … Mehr

Heilskommerz, Totenkult und die Reformation. Über Peter Browns „The Ransom of the Soul“: „Die evangelische Rechtfertigungslehre, die aus dem Bußsakrament erwachsen ist, hat zu einem kulturellen Bruch geführt, den man sich gegenwärtig kaum noch vorstellen kann. Wenn im Glauben an das Evangelium die gerichtsbeständige Vergebungszusage Jesu Christi erhalten wird, erübrigt sich jeglicher Heilskommerz. Durch die Reformation hat also die Kirche ihre religionsökonomische Grundlage verloren – mit weitreichenden finanziellen Folgen. Da sich protestantischerseits nichts heilskommerziell erwirtschaften ließ, musste der kirchenbauliche und klerikale Unterhalt in staatliche Hände überführt werden.“

Heilskommerz, Totenkult und die Reformation. Über Peter Browns „The Ransom of the Soul“ Im April ist Peter Browns Buch The … Mehr

Augsburger Bekenntnis vollständig in heutigem Deutsch: „Nach göttlichem Recht besteht deshalb das bischöfliche Amt darin, das Evangelium zu predigen, Sünden zu vergeben, Lehre zu (be)urteilen und die Lehre, die gegen das Evangelium ist, zu verwerfen und die Gottlosen, deren gottloses Wesen offenkundig ist, aus der christlichen Gemeinde auszuschließen – und zwar ohne menschliche Gewalt, sondern allein durch Gottes Wort (sine vi humana, sed verbo). Und hierin sind die Pfarrleute und die Kirchen den Bischöfen gehorsam zu sein schuldig gemäß dieses Spruches Christi: »Wer euch hört, der hört mich« (Lk 10,16). Wenn die Bischöfe aber etwas gegen das Evangelium lehren, festsetzen oder einrichten, haben wir Gottes Befehl, in einem solchen Fall nicht gehorsam zu sein.“

Wer nach einer Textfassung des Augsburger Bekenntnisses in heutiger Sprache sucht, wird im Internet nicht wirklich fündig. Auf der VELKD-Seite … Mehr

Mein Lohn ist, dass ich darf: Pfarrer nach Leistung bezahlen? (2002): „Der profanökonomische Kontext ist für den Pfarrdienst vorgegeben. Wer sich aus theologischen Gründen einem leistungsbezogenen Vergütungssystem verweigert, müsste dies konsequenterweise auch gegenüber einer statusorientierten Alimentation tun. Um im Pfarrdienst einem ökonomischen Anreizsystem zu entkommen, müsste die selbstlose Form einer vita apostolica als imitatio Christi gewählt werden.“

In der März-Ausgabe 2015 der zeitzeichen begründet Peter Barrenstein, Vorsitzender des Arbeitskreises evangelischer Unternehmer (AEU), in seinem pro-Artikel „Weiterentwicklung des … Mehr