Nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlichte Hermann Diem, Pfarrer in Ebersbach/Fils, 1946 die Schrift „Restauration oder Neuanfang in der Evangelischen Kirche?“, … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
John Henry Newman, Die Idee der Universität (The Idea of a University 1852/59): „Die Universität ist eine Stätte, an der Menschen aus der Welt für die Welt befähigt und ausgerüstet werden. Wir können die Menschen, wenn ihre Zeit kommt, unmöglich daran hindern, in die Welt hinauszugehen und Anschauungen oder Lebensgewohnheiten kennen zu lernen, die von den ihrigen weit verschieden sind; aber wir können ihnen im Voraus das nötige Rüstzeug mitgeben, um den unvermeidbaren Konfrontationen standzuhalten. Man kann nicht im unruhigen Wasser schwimmen lernen, wenn man sich nie hineinwagt.“
Die Idee der Universität (The Idea of a University) I. In neun Vorträgen, gehalten für die Katholiken von Dublin II. … Mehr
Arnold Angenendt, Reine Hände und Zölibat im Mittelalter: „Das mittelalterliche Motiv für den Zölibat, für das enthaltsame Leben bei allen direkt an der Bereitung der Eucharistie Beteiligten, kann, weil nicht neutestamentlich, nur religionsgeschichtlich sein: Es war das Prinzip der rituellen Reinheit. Für das mittelalterliche Ringen des Christentums mit allgemein-religiösen Vorstellungen weist dieses Kapitel eindeutig den Sieg der letzteren aus.“
Reine Hände und Zölibat im Mittelalter Von Arnold Angenendt In einem speziellen Punkt ist das Konzept der reinen Werkzeuglichkeit wenigstens … Mehr
Johann Philipp Gabler, Von der richtigen Unterscheidung der biblischen und der dogmatischen Theologie und der rechten Bestimmung ihrer beider Ziele (De justo discrimine theologiae biblicae et dogmaticae, regundisque recte utriusque finibus, oratio, Altdorf 1787): „Die biblische Theologie besitzt historischen Charakter, überliefernd, was die heiligen Schriftsteller über die göttlichen Dinge gedacht haben; die Dogmatische Theologie dagegen besitzt didaktischen Charakter, lehrend, was jeder Theologe kraft seiner Fähigkeit oder gemäß dem Zeitumstand, dem Zeitalter, dem Orte, der Sekte, der Schule und anderen ähnlichen Dingen dieser Art über die göttlichen Dinge philosophierte.“
Von der richtigen Unterscheidung der biblischen und der dogmatischen Theologie und der rechten Bestimmung ihrer beider Ziele.Rede, gehalten am 30. … Mehr
Friedrich Schleiermacher über die Ehe. Zweite Predigt (1820): „Möchten wir nur mit vereinten Kräften auf alle Weise aller Art von Herzenshärtigkeit entgegenarbeiten, welche die Gottgefälligkeit der Ehe in ihrem Ursprung und ihrem Fortgange gefährdet! Damit alle Ehen, welche die christliche Kirche segnet im Himmel geschlossen seien, und es unter uns keine Macht der Sünde mehr gebe, welche sie zu trennen vermöge. Amen.“
Über die Ehe. Zweite Predigt (1820) Von Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher Was wir so eben gesungen haben, m. a. Fr., … Mehr
Johannes Brenz, Fragstück des christlichen Glaubens für die Jugend (Katechismus von 1535): „Was ist die Tauf? Antwort: Die Tauf ist ein Sakrament und ein göttlich Wortzeichen, damit sich Gott, der Vater, durch seinen Sohn Jesum Christum samt dem Heiligen Geist verspricht, dass er dem Getauften ein gnädiger Gott will sein und verzeihe ihm alle sein Sünd, nehm ihn auf an eins Kinds Statt und zum Erben aller himmlischen Güter.“
Fragstück des christlichen Glaubens für die Jugend (1535) Von Johann Brenz (1499-1570) [Vorwort:] Johann Brenz den Kindern zu Schwäbisch Hall. … Mehr
Salmen Gradowski, Freitagabend (Aufzeichnungen aus Auschwitz): „Kann man denn jetzt den Schöpfer noch rühmen? Hat das noch einen Sinn? Ist es denn denkbar, samstäglichen Segen zu sprechen, wenn ringsherum das Blut in Strömen fließt? Das Gebet an denjenigen richten, der die Schreie und das Weinen unschuldiger Säuglinge nicht hören will? Nein! Mit schwerem Seufzer verließen die Gebetsgegner die Versammlungen, gegen alle zürnend, die ihre Empörung nicht teilten.“
Salmen Gradowski (gestorben am 7. Oktober 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau) war dem jüdischen Sonderkommando zugeteilt, das die Häftlinge bei der … Mehr
Ernst Wiechert über den Nationalsozialismus in seiner Rede an die deutsche Jugend 1945: Es war nicht eine politische Form wie andere Formen. Es war nicht ein System der Philosophie wie viele Systeme, die der Menschengeist geboren und dem Menschengeist dargeboten hatte. Es war nicht eine Sekte, die an das alte Gottesgewand einen neuen Saum nähte. Es war mehr als alles dieses. Es knetete mit seinen Händen ein neues Götterbild und richtete es auf, hoch über allem Volke, und es sagte: „Dies ist Gott, und nichts ist außer ihm. Und wer nicht anbetet, soll des Todes sterben.“
Seit Anfang der 1930er Jahre gehörte Ernst Wiechert (1887-1950) zu den meistgelesenen Autoren deutscher Sprache, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Nach … Mehr
Pfarrer Karl Steinbauer über die Verweigerung des Glockengeläuts zum Wahlsieg der NSDAP im März 1936: „Ich soll sozusagen mit dem Läuten Gott zu diesem Betrug ,Ja‘ sagen lassen und der Gemeinde gegenüber so tun, als sei die Wahl Anlass, auf die Knie zu fallen und Gott zu danken. Dann hätte ich Menschen und Gott belogen, wie es in der Apostelgeschichte bei Ananias und Saphira heißt (Apg. 5,1 ff.). Ich kann das um keinen Preis der Welt tun. Unsere Glocken rufen zum Wort der Wahrheit und zum Gebet. Ich würde mich schämen, wieder auf die Kanzel zu gehen, wenn ich wissentlich solchen Betrug mit Glockenläuten gedeckt hätte.“
Verweigerung des Geläuts nach der über 99 % „Ja-Wahl“ am 29.3.1936 Von Karl Steinbauer Zufällig war ich am Dienstag um … Mehr