Im Sommer 1944 predigte Hans Joachim Iwand in den Wochenschlussgottesdiensten in der St.-Marien-Kirche in Dortmund über Hiob. Hier seine siebte … Mehr
Kategorie: Hans Joachim Iwand
Hans Joachim Iwand, Predigt über Lukas 6,36-38 (1935/37): „Seid barmherzig. Wer dies Gebot versteht, der wird dadurch nicht unwahr, sondern im Gegenteil, er wird wahr. Denn der barmherzige Mensch, das eben ist der Mensch, der Mensch bleibt, der nicht auf der Leiter seiner Tugenden in den Himmel steigt und von oben auf die böse Welt heruntersieht; sondern er neigt sich zu den Niedrigen, er hält Gemeinschaft mit den Irrenden und Verlorenen, er steigt von seinem Maultier und liest den Unglücklichen vom Wegrande auf, der unter die Räuber gefallen ist, er hebt nicht Steine auf, um zu steinigen, wenn einer einen Fehltritt begangen hat, er lädt sich selbst die Fehler der anderen auf seine Schulter, er deckt ihre Sünden und trägt ihre Lasten, er zerbricht lieber selbst, als dass er andere zerbricht, er steigt lieber selbst herunter als dass er andere herunter stößt – er ist nicht ein Mensch, der Gott werden möchte und zum Teufel wird, sondern er ist ein Mensch, der so herabsteigt, wie Gott zu ihm herabgestiegen ist, ein schwacher, armer, verspotteter, ja vielleicht auch seinen eigenen Sünden und Fehlern gegenüber gebrechlicher und schwacher – aber dennoch, dennoch ein wahrer Mensch.“
Seid, was Gott ist. Predigt über Lukas 6,36-38 (1935/37) Von Hans Joachim Iwand Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater … Mehr
Helmut Thielicke im Nachruf auf Hans Joachim Iwand 1960: „Ich habe noch nie einen Menschen erlebt, der so unter seinem Gewissen gelitten hätte wie Hans Iwand, dem das Schicksal der Kirche, dem ihre Fehlentscheidungen und Irrwege buchstäblich den Schlaf raubten und sich wie die Last eigener Schuld und eigenen Versäumens auf die Seele legten“.
Nachdem Hans Joachim Iwand am 2. Mai 1960 in Folge eines Schlaganfalls in Bonn verstarb, hielt Helmut Thielicke vor seinen … Mehr
Hans Joachim Iwand, Wider den Mißbrauch des »pro me« als methodisches Prinzip in der Theologie: „… während der andere Weg der gerade von der Welt sich abhebende, private, Gottes Tat zu einem „Heilswert“ „für mich“ erklärende und damit „selbstgerechte“ Weg ist.“
Hier Iwands Kurzreferat von 1954, in dem er begründet, warum der Neuprotestantismus eben nicht das theologische Erbe der Reformation angetreten … Mehr
Hans Joachim Iwand zur christlichen Kultur (1954): „Es gibt das Verhältnis einer völligen Auflösung des Christentums in die moralischen und sozialen Werte unseres zeitlichen Daseins, es gibt aber auch eine solche Distanzierung des christlichen Glaubens von aller innerweltlichen, staatlichen, sozialen, wissenschaftlichen und künstlerischen Lebensbewegung, dass diese gänzlich ihren eigenen Gesetzen überlassen erscheint. Diese Tatsache, dass wirtschaftliche und politische Vorgänge in kein echtes Verhältnis zum christlichen Glauben gesetzt wurden, zeitigte schließt das furchtbare Verhängnis des NS, welcher von den Christen aus dieser ihrer indifferenten Haltung gegenüber der Kultur anfänglich bejaht und unterstützt wurde. Er ist das eindeutige Urteil, wohin wir kommen, wenn wir die Verantwortung des Christen für die kulturellen Vorgänge in der Welt vernachlässigen oder sie prinzipiell leugnen.“
Christliche Kultur Von Hans Joachim Iwand 1. Das Problem einer christlichen Kultur ist insofern ein echtes Problem, als es nicht … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigt über Matthäus 12,43-45 von 1952: „Unglückselige Götter sind wir geworden, wir haben den Trennungsstrich nicht beachtet, den Gott zwischen sich und uns gezogen hat.“
Predigt über Matthäus 12,43-45 Von Hans Joachim Iwand Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er … Mehr
Peter Sängers Annäherung an Hans Joachim Iwand: „Für ihn sieht es eher so aus, dass er seinen Lehrern und Freunden bis zum Äußersten theologisch die Treue hielt.“
Peter Sängers Einleitung in das Buch „Hans Joachim Iwand. Theologie in der Zeit“ bietet eine gute Einführung in das theologische … Mehr
Helmut Gollwitzer in seinem Geleitwort zu Hans Joachim Iwands Predigtmeditationen: „Ich habe selten einen Menschen getroffen, der so frei von Eitelkeit und Neigung zu Intrige war, überhaupt von Ichbezogenheit, frei zu Sachlichkeit und unbekümmerter Ehrlichkeit“
Über Hans Joachim Iwand. Geleitwort zu seinen Predigtmeditationen Von Helmut Gollwitzer Wo konnte ein Mann, der über das Geschehen und … Mehr
Hans Joachim Iwand über Predigtmeditation und Textpredigt 1949: „Der Text ist gerade in seiner Inhaltlichkeit, in seiner Wörtlichkeit, die ständige Erinnerung und die göttliche Verheißung, dass hier wirklich die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Toten auferstehen könnten.“
Vorwort zu den Predigtmeditationen für das Kirchenjahr 1949/50 Von Hans Joachim Iwand Vor einem Jahr erwies es sich als notwendig … Mehr