Paul Schempp 1931 über die Kirchensteuer in einem Brief an Theophil Wurm: „Ich stellte mit Berufung auf das Neue Testament den Antrag, zu beschließen, dass alle Zwangsmittel zur Eintreibung der Steuern aufgegeben werden sollen, da die Kirche nur die Waffen des Wortes kennt und nicht das Schwert der Obrigkeit für ihre eigene Sache verwenden darf, wenn sie Christus gehorsam bleiben will.“

Ähnlich wie Karl Steinbauer gegenüber Hans Meiser hatte auch Paul Schempp wiederholt den württembergischen Landesbischof Theophil Wurm heftig angegriffen. Der … Mehr

Max Horkheimer im Gespräch mit Paul Neuenzeit über die Funktion der Theologie in der Gesellschaft (1969): „Ich denke an den Begriff der Nächstenliebe. … In kühnen Träumen scheint mir, es könnte einmal so werden, dass eine Art mit Theologie verbundener Gesinnung sich entfalte, in der die Menschen es als ihre wesentliche Aufgabe ansehen, zusammenzu­stehen, damit niemand mehr hungere, damit jeder ein anständiges Heim habe, damit auch in notleidenden Ländern keine Epidemien mehr herrschen. Die Menschen würden versuchen, ihre Probleme als endliche Wesen gemeinsam zu lösen und die Existenz nicht nur länger, sondern auch schöner zu machen. Ja, ich gehe so weit, zu denken, dass sich die Solidarität schließlich sogar auf die anderen Kreaturen ausdehnen könnte. Diese Gedanken sind minde­stens so sehr in der Theologie wie in der Wissenschaft verwurzelt, aber die Vorstellung des Ziels würde eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Theologie bedingen.“

Die Funktion der Theologie in der Gesellschaft. Max Horkheimer im Gespräch mit Paul Neuenzeit NEUENZEIT: Vom Gespräch zwischen Kirche und … Mehr

Georg Fritzes Brief zur Verweigerung eines kirchliche Treueeids auf Adolf Hitler vom Juli 1938: „Viele Geschehnisse und öffentliche Erklä­rungen drängen zu der Befürchtung, dass der Eid eine Bindung dahin bedeute, dass um des Staates willen der Pfarrer die Substanz seiner Verkündigung mindestens mitbestimmt sein lassen solle von der nationalsozialistischen Weltanschauung“

Nachdem Georg Fritze (1874-1939), Pfarrer an der Kölner Kartäuserkirche ab 1928, in seinem Schreiben an den Konsistorialpräsidenten in Düsseldorf seine … Mehr

Martin Bormann im Rundschreiben an die Gauleiter der NSDAP vom 8. Juli 1938: „Für die Partei spielt der Unterschied zwischen den Geistlichen, die den Eid auf den Führer nach fünf Jahren nationalsozialistischer Erhebung geleistet haben, und solchen Pfarrern, die ihn nicht leisten, keine Rolle. Ein Eid auf den Führer hat vielmehr für die Partei und den Staat nur dann Bedeu­tung, wenn er auf Anordnung des Führers von der Partei oder von dem Staat dem einzelnen abgenommen wird.“

Rundschreiben Nr. 87/38 Nachdem im Sommer 1938 in den evangelischen Landeskirchen die kirchengesetzlich verordneten Vereidigungen der Pfarrer auf Adolf Hitler … Mehr

Über die Vorgeschichte des kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler: „Ich, NN, schwöre einen Eid zu Gott dem Allwissenden und Heiligen, daß ich als ein berufener Diener im Amt der Verkündigung dem Führer des Deutschen Volkes und Staates Adolf Hitler treu und gehorsam sein und für das deutsche Volk mit jedem Opfer und jedem Dienst, der einem deutschen evangelischen Manne gebührt, mich einsetzen werde“

Über die Vorgeschichte des kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler Bezüglich eines kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler, wie er 1938 von … Mehr