Am 21. Januar 1945 hielt Hans Joachim Iwand im zerbombten Dortmund seine Predigt über Römer 12,16b-21: Predigt über Römer 12,16b-21 … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Zur Ethik des Ansehens unter der Gottesperspektive: „Erhebt solchermaßen ein Höherrangiger das Angesicht des Niederrangigen, begegnen sie sich auf Augenhöhe. Der Höherrangige selbst wird damit beobachtbar. Sein eigenes Ansehen hängt fortan davon ab, was ihm die Angesichtserhobenen zuerkennen werden. In der Öffentlichkeit seines Ansehens lässt sich das eigene Handeln nicht länger verbergen.“
Zur Ethik des Ansehens unter der Gottesperspektive In der theologischen Ethik wird „Ansehen“ nicht eigens als Terminus bedacht. Dabei kommt … Mehr
Ernst Fuchs, Neues Testament und Wort Gottes (1972): „Gott in seiner Gnade ist die Alternative zum Selbst des Menschen. Gott ist Gott in der Wahrheit des Evangeliums, Gott ist Gott im Bezug zum sich selbst sowohl negativ als auch positiv entzogenen Menschen. Gott in seinem Wort, in Christus, das ist nun der Friede in allem Streit der Existenz (Phil 3,7). Eben dieser Friede war und ist paulinisch gesehen die Übersetzung der Christologie in die Anthropologie, die neue Zwischenbestimmung menschlicher Existenz.“
Wie hatte Ingolf Dalferth über Ernst Fuchs geschrieben: „Fuchs’ Texte muss man schwäbisch lesen, sonst erschließen sie sich kaum. […] … Mehr
Upton Sinclair über das Töten von Schweinen im Schlachthaus (Der Dschungel, 1906): „Sollte es wirklich nirgendwo auf der Erde oder über der Erde einen Himmel für Schweine geben, wo sie für all ihre Leiden entschädigt werden? Jedes dieser Schweine stellte doch ein Geschöpf für sich dar; manche waren rosa, andere schwarz oder braun, wieder andere gefleckt; manche waren alt, manche jung, manche waren rank und schlank, manche dick und fett. Und jedes hatte seine Individualität, seinen eigenen Willen, seine Wünsche und Hoffnungen; jedes besaß Selbstgefühl und Würde. Vertrauensvoll und stark im Glauben war es seinen Geschäften nachgegangen, während die ganze Zeit ein schwarzer Schatten über ihm schwebte und ein schreckliches Verhängnis seiner harrte. Und jetzt schlug dieses Schicksal plötzlich zu, kam wie ein Raubvogel herabgestürzt und packte es am Bein.“
Über die Zustände der Chigagoer Schlachthöfe zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Upton Sinclair 1905/06 seinen Roman Der Dschungel (The … Mehr
Tom Hollands, Warum ich in Sachen Christentum falsch lag (Herrschaft. Die Entstehung des Westens): „Mit Blick auf meine Ethik und meine Moral habe ich gelernt, dass ich weder griechisch noch römisch geprägt bin, sondern durch und durch christlich und dass ich stolz darauf bin.“
Tom Hollands „Dominion: The Making of the Western Mind“ (September 2019), das den nachhaltigen ethischen Einfluss des Christentums auf die … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über Lukas 6,36-42 (1939): „Meine Brüder und Schwestern, wir stehen hier vor der Grenze der menschlichen Moral. Jeder, der etwas erfahren hat vom menschlichen Leben, wird es wissen: wir können nirgends richten, ohne dass wir uns darin verurteilen. Wo wir auch immer glauben, mit unserer Moral, mit unserem Wissen von Gut und Böse die Menschen richten zu können, da richten wir uns selbst, ganz gleich was es sei. Wenn die Kirche heute die da draußen richtet, richtet sie sich selbst, und wenn die draußen heute die Kirche richten, richten sie sich alle selbst. Wenn sich heute die Leute hinstellen und die Moral predigen — es pfeifen uns ja die Spatzen von allen Dächern, es ist so, als ob wir alle das Lied singen könnten: Was richtest du einen anderen und dich selber nicht? Die ewigen Gesetze Gottes erfüllen sich hier über Menschen, die da glauben, andere richten, andere verdammen, andere verurteilen zu können; und es weiß doch die ganze Welt, dass wir selber genauso sind wie die, die wir richten. Das sagt Jesus. Es ist so, als ob er ein großes Halt hineinruft in dieses grausame menschliche Gericht, das wir vollziehen, ein: Haltet an, ihr wißt ja nicht, was ihr tut. Ihr baut die Mauer des Gefängnisses, in das ihr selbst einmal eingeschlossen werdet, in diesen Maßstab der Unbarmherzigkeit des Gerichts, da werdet ihr selbst eingeschlossen sein in Ewigkeit. Ihr baut heute schon mit eurer Hartherzigkeit die Mauern des ewigen Gefängnisses!“
Predigt über Lukas 6,36-42 Von Hans Joachim Iwand Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so … Mehr
Karl Barths Streitschrift „Theologische Existenz heute!“ von 1933 (vollständiger Text): „Wo keine theologische Existenz ist, da kann und wird es in unserer wie zu jeder Zeit der Kirche, in der sie sich selber helfen wollte, nur zu Totgeburten kommen.“
Karl Barths Streitschrift „Theologische Existenz heute!“ ist vom Zeitgeschehen des Frühjahrs bzw. Frühsommers 1933 bestimmt. Und doch gilt ihre Provokation … Mehr
Karl Barth 1933 über „Luthers Wissenschaft“ im Anschluss an Psalm 130: „Ein solches Diktat des Herrn über Leben und Tod hat im Raum des Menschen stattgefunden.“
Von Karl Barth erschien im November 1933 aus Anlass des 450. Geburtstags Martin Luthers folgender Aufsatz: Luthers Wissenschaft (1933) Von … Mehr
Karl Barth gegenüber Christianity Today 1961: „Der Ort, wo die falschen Götter stehen und verehrt werden, ist heute wie zu allen Zeiten zuerst die Kirche selbst.“
Als Karl Barth 1961 vom Magazin Christianity Today für die Ausgabe vom 13.10.1961 gefragt wurde „What are the most prevalent … Mehr