Upton Sinclair über das Töten von Schweinen im Schlachthaus (Der Dschungel, 1906): „Sollte es wirklich nirgendwo auf der Erde oder über der Erde einen Himmel für Schweine geben, wo sie für all ihre Leiden entschädigt werden? Jedes dieser Schweine stellte doch ein Geschöpf für sich dar; manche waren rosa, andere schwarz oder braun, wieder andere gefleckt; manche waren alt, manche jung, manche waren rank und schlank, manche dick und fett. Und jedes hatte seine Individualität, seinen eigenen Willen, seine Wünsche und Hoffnungen; jedes besaß Selbstgefühl und Würde. Vertrauensvoll und stark im Glauben war es seinen Geschäften nachgegangen, während die ganze Zeit ein schwarzer Schatten über ihm schwebte und ein schreckliches Verhängnis seiner harrte. Und jetzt schlug dieses Schicksal plötzlich zu, kam wie ein Raubvogel herabgestürzt und packte es am Bein.“

Über die Zustände der Chigagoer Schlachthöfe zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Upton Sinclair 1905/06 seinen Roman Der Dschungel (The … Mehr

Württembergisches Gebet gegen die Tierquälerei von 1850: „Liebreicher Gott, Schöpfer Himmels und der Erde, Du erbarmst dich aller deiner Werke und schonest aller; denn sie sind dein, o Herr, du Liebhaber des Lebens. Du tust deine milde Hand auf und erfüllst alles, was lebt, mit Wohlgefallen; du hilfst beiden, Menschen und Vieh; du gibst dem Vieh sein Futter und bereitest dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu dir rufen. Steure allen Ärgernissen der Rohheit und Hartherzigkeit, und lass Mitleid und Erbarmen wohnen unter uns, dass deiner Güte sich freuen beide, Menschen und Tiere, bis auf den großen Tag, da du auch die Kreatur frei machen wirst von dem Dienste des vergänglichen Wesens und deine Geschöpfe erlösen von allem Übel. Amen.“

Das Kirchenbuch für die evangelische Kirche in Württemberg, 1850 in der zweiten Auflage im Verlag der Chr. Belser’schen Buchhandlung erschienen, … Mehr