Ein Dokument revanchistischer Unversöhnlichkeit in vermeintlich christlichem Gewand ist die Erklärung Evangelische Kirche und Völkerverständigung der beiden Theologieprofessoren Paul Althaus … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Paul Schempps Predigt über Epheser 4,1-6 von 1946: „Was für eine widerliche, unnatürliche Sache kann doch die Demut sein, diese hündische Apportiertugend, diese weiche Schleicherei und lächelnde Dienstwilligkeit und Zu-stimmungsbereitschaft, dieses Allesgeltenlassen und Nichtsverantwortenwollen!“
Kurz nach dem 2. Weltkrieg hielt Paul Schempp auf der Arbeitstagung der Kirchlich-theologischen Sozietät in Württemberg und der Gesellschaft für … Mehr
Aus einem Polizeibericht über Karl Steinbauers Predigt in Weißenhorn im Juli 1938: „Ein Liebäugeln um die Zuschüsse und ein teilweises Verlassen evangelischer Belange sei ganz falsch. Wir wollen nicht von den Fleischtöpfen Ägyptens leben.“
In seiner Zeit als Pfarrverweser in Senden/Iller 1938/39 wurde Karl Steinbauer in den Gottesdiensten regelmäßig polizeilich überwacht. Folgender Bericht wurde … Mehr
Karl Steinbauers Passionsbesinnung von 1939: „Da ist der Herr stehen geblieben, hat sich umgedreht und sie zur Besinnung gerufen und gesagt: Ihr guten Leut, überlegt ihr euch auch, was das heißt mir nachfolgen? Ihr meint, das Nachlaufen ist Nachfolge. So einfach ist’s nicht. Ihr wisst alle gut, ein Haus bauen, das ist leicht, solange man nicht daran denkt, was das Bauen kostet. Hinter mir drein laufen ist leicht, solange es nichts kostet. Der Christenglaube, die Christusnachfolge kostet, und kostet gar nicht wenig: Es kostet das Kreuz!“
Da war Karl Steinbauer schon einmal für sechs Monate im Gefängnis in Weilheim/Oberbayern inhaftiert, bevor er 1938 als Pfarrverweser nach … Mehr
Brief Anna Kreisers, Sendener Gemeindeglied, an den inhaftierten Pfarrverweser Karl Steinbauer vom Januar 1939: „Heutigentags muss ein Pfarrer seine ganze Energie und seine ganze Glaubenskraft einsetzen, um den Menschen wachzuhalten und wachzurütteln, denn die Menschheit schläft und träumt und döst so dahin, und wenn sie dann, bildlich gesprochen, erwacht, ist es bei vielen zu spät, danken wir unserm Herrgott, dass wir so einen mutigen Pfarrer bekommen haben.“
Nachdem Karl Steinbauer am 15. Januar 1939 nach einem nächtlichen SA-Überfall auf das Pfarrhaus in Senden-Ay im Amtsgerichtsgefängnis Neu-Ulm (Ecke … Mehr
Karl Steinbauer, Predigt über Matthäus 2,13-23, gehalten 1939 in Senden/Iller: „Und darum ist es so ein unsäglicher Jammer, wenn man besonders den Kindern und der jungen Generation den Heiland entfremden und aus dem Herzen reißen will. Wir haben für diese Not und diesen Jammer nur deshalb vielfach keine Augen, weil es ein unblutiger, bethlehemitischer Kindermord ist, der sich hier vollzieht. Es müßte so sein, daß wir es sehen könnten, etwa wie bei einer Seuche, die die Kinder befällt. Es müßten Leichenwägen fahren für die, denen Christus aus dem Herzen gerissen worden ist, für die Opfer dieses unblutigen bethlehemitischen Kindermordes, dann würde uns die Haut schauern! Aber weil es äußerlich nicht sichtbar ist, kümmern sich die allermeisten nichts darum oder sie wollen nichts davon sehen und hören und stecken den Kopf in den Sand. Ihr dürft mirs glauben, es ist kein Vergnügen, immer wieder auf diese Not hinzuweisen, noch dazu, wo einen viele nicht verstehen, oder nicht verstehen wollen.“
Eine ganz starke Predigt über Matthäus 2,13-23 hatte Karl Steinbauer als Pfarrverweser am 8. Januar 1939 in Senden/Iller gehalten. Darin … Mehr
Ernst Käsemann über 70 Jahre Theologie in seinem Leben: „Jeder Christ befindet sich im Gegenüber zur ganzen Welt. Er hat stets seinen Herrn zu bekennen, wo irdisch die Götzen herrschen, sei es im Zeichen der Machtgier oder des Aberglaubens oder des Mammons.“
Bei der akademischen Feier in der Aula der Universität Tübingen am 12. Juli 1996 aus Anlaß seines 90. Geburtstages blickte … Mehr
Das Christuskreuz in der assyrisch-chaldäischen Form auf der Sohle eines Damenschuhs im Irak: „Wenn Menschen mit Absicht das Kreuz Christi in Staub und Dreck treten, gehen diese sich selbst heillos verloren.“
Das Christuskreuz in der assyrisch-chaldäischen Form auf der Sohle eines Damenschuhs im Irak Was für eine Provokation: Das Christuskreuz in … Mehr
Hans Joachim Iwand zur christlichen Kultur (1954): „Es gibt das Verhältnis einer völligen Auflösung des Christentums in die moralischen und sozialen Werte unseres zeitlichen Daseins, es gibt aber auch eine solche Distanzierung des christlichen Glaubens von aller innerweltlichen, staatlichen, sozialen, wissenschaftlichen und künstlerischen Lebensbewegung, dass diese gänzlich ihren eigenen Gesetzen überlassen erscheint. Diese Tatsache, dass wirtschaftliche und politische Vorgänge in kein echtes Verhältnis zum christlichen Glauben gesetzt wurden, zeitigte schließt das furchtbare Verhängnis des NS, welcher von den Christen aus dieser ihrer indifferenten Haltung gegenüber der Kultur anfänglich bejaht und unterstützt wurde. Er ist das eindeutige Urteil, wohin wir kommen, wenn wir die Verantwortung des Christen für die kulturellen Vorgänge in der Welt vernachlässigen oder sie prinzipiell leugnen.“
Christliche Kultur Von Hans Joachim Iwand 1. Das Problem einer christlichen Kultur ist insofern ein echtes Problem, als es nicht … Mehr