In seiner Eigenschaft als erster Vorsitzender des CVJM Essen hielt Gustav Heinemann 1937 folgende Textauslegung über das Gleichnis vom ungerechen … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Paul Althaus zur deutschen Schuld in einer Predigt von 1945: „Gott hat uns zu anderen Zeiten und anderen Völkern den großen Mann gegeben und ihn gesegnet, dass er mit reinen Händen baute und nicht in schwere Schuld fiel – warum hat er es uns in unserer Lage versagt? Es liegt doch an seinem Willen.“
Wie schwer man sich in der evangelischen Kirche unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg getan hat, eigene Schuld und Mitverantwortung im … Mehr
Dietrich Bonhoeffer in seiner Ethik über Schuld, Rechtfertigung und Erneuerung: „Die Kirche bekennt, die willkürliche Anwendung brutaler Gewalt, das leibliche und seelische Leiden unzähliger Unschuldiger, Unterdrückung, Haß, Mord, gesehen zu haben ohne ihre Stimme für sie zu erheben, ohne Wege gefunden zu haben, ihnen zu Hilfe zu eilen. Sie ist schuldig geworden am Leben der Schwächsten und Wehrlosesten Brüder Jesu Christi.“
Im Stuttgarter Schuldbekenntnis vom 19. Oktober 1945 ist nur ansatzweise zur Sprache gekommen, was Dietrich Bonhoeffer bereits 1941/42 in seiner … Mehr
Alexander Schmemann, Den Tod in Leben verwandeln (Aus der Freude leben): „Das Christentum ist nicht Aussöhnung mit dem Tod, sondern seine Offenbarung, und es vermag den Tod zu enthüllen, weil es selbst das Leben offenbart. Dieses Leben ist Christus. Und nur wenn Christus Leben ist, kann das Christentum den Tod als den Feind erklären, den es zu zerstören gilt, und nicht als «Geheimnis», das erklärt werden müßte. Indem Religion und Säkularismus den Tod interpretieren, verleihen sie ihm einen «Status»: er ist eine «rationale», eine Forderung der Vernunft, er wird als «normal» hingestellt. Nur das Christentum erklärt ihn als anormal und daher als wirklich furchtbar.“
Den Tod in Leben verwandeln Von Alexander Schmemann Unsere heutige Kultur leugnet den Tod; sie will so wenig wie möglich … Mehr
Karl Steinbauers Schrift „Ich glaube, darum rede ich“ vom März 1939 aus dem Amtsgerichtsgefängnis in Neu-Ulm: „Das Herzensbekenntnis ist nur echt, wenn es Mundbekenntnis wird. Das Mundbekenntnis ist nur echt, wenn es Herzensbekenntnis ist. Das Mundbekenntnis ist nicht leicht auf seine Echtheit zu prüfen – in geruhsamen Zeiten. Solange das Bekenntnis etwas einbringt, und wenn es nur der Schein der Heiligkeit ist, wird der und jener es reichlich pflegen. Wenn das Mundbekenntnis aber dann verstummt, wenn es nichts einbringt, wenn es vielleicht sogar Kreuz bringt, dann ist es in seiner Hohlheit entlarvt. Gott bewahre uns davor, dass wir uns auf ein unwahrhaftiges, faules, stummes sogenanntes Herzensbekenntnis zurückziehen und daran sterben.“
Nachdem Pfarrer Karl Steinbauer am 15. Januar 1939 nach einem nächtlichen SA-Überfall auf das Pfarrhaus in Senden-Ay im Amtsgerichtsgefängnis Neu-Ulm … Mehr
Karl Steinbauers zweiter Brief an das Bezirksamt vom Januar 1939: „Jeder nun, der mit steigender Besorgnis diese antichristlichen Machenschaften verfolgt, und um seines an das Wort Gottes gebundenen Gewissens willen, dazu nicht zu schweigen wagt, wird mit Namen wie ‚unverbesserlicher, gehässiger Gegner des heutigen Staates und der Partei‘ tituliert. Es ist ja durchaus verständlich, dass dieser systematische, antichristliche Feldzug möglichst in Vernebelung vorgetragen werden soll, und dass es deshalb unangenehm und peinlich ist, wenn da und dort einer den Nebel etwas zerreißt, aber die bösen Tatsachen werden durch noch so große Verleumdung dieser Zeugen für die Wahrheit und die Freiheit des Evangeliums nicht aus der Welt geschafft, auch nicht durch Schutzhaft, wie in meinem Falle oder gar durch Verdingung ins Konzentrationslager.“
Brief an das Bezirksamt vom Januar 1939 Von Karl Steinbauer Nachdem das Bezirksamt Neu-Ulm Karl Steinbauers Zulassung zum Religionsunterricht widerrufen … Mehr
Karl Steinbauers Brief an das Bezirksamt in Neu-Ulm vom Dezember 1938 in Sachen Verweigerung des Ariernachweises als Religionslehrer: „Nach dem Rassegesetz müsste der Herr Christus und seine Apostel vor den Schultüren stehen bleiben, wie auch meine Brüder nichtarischer Abstammung davor stehen bleiben müssen; ich will lieber mit meinem Herrn und seinen Aposteln und meinen Brüdern in Christo vor den Schultüren stehen, als ohne sie drinnen.“
Brief an das Bezirksamt in Neu-Ulm vom Dezember 1938 Von Karl Steinbauer Als Karl Steinbauer aufgefordert wurde, für seine Tätigkeit … Mehr
Friederike Popps Auslegung zu Epheser 3,14-21: „Ich gebe der Tiefe meines Lebens Raum, um zu wachsen. So erfüllt sich das Gebet und der Schöpferwille Gottes, der das Leben liebt.“
Multikulti (nicht nur) in Ephesus. Auslegung zu Epheser 3,14-21 Von Friederike Popp Darum beuge ich meine Knie vor dem Vater, … Mehr
Paul Schempp 1931 über die Kirchensteuer in einem Brief an Theophil Wurm: „Ich stellte mit Berufung auf das Neue Testament den Antrag, zu beschließen, dass alle Zwangsmittel zur Eintreibung der Steuern aufgegeben werden sollen, da die Kirche nur die Waffen des Wortes kennt und nicht das Schwert der Obrigkeit für ihre eigene Sache verwenden darf, wenn sie Christus gehorsam bleiben will.“
Ähnlich wie Karl Steinbauer gegenüber Hans Meiser hatte auch Paul Schempp wiederholt den württembergischen Landesbischof Theophil Wurm heftig angegriffen. Der … Mehr