Nikolaj Berdjajew Von Erich Bryner In der Theologiegeschichte unseres Jahrhunderts nimmt der Russe Nikolaj Berdjajew (1874-1948) mit seinem umfangreichen und … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Heiner Bielefeldt über Menschenrechte: „Die Menschenrechte institutionalisieren den Respekt vor der Würde des Menschen rechtspraktisch dadurch, dass sie jedem Menschen grundlegende Freiheits-, Gleichheits- und Teilhaberechte garantieren. Freiheit, Gleichheit und Teilhabe (früher: »Brüderlichkeit«) gelten als gleichsam architektonische Prinzipien, die alle menschenrechtlichen Einzelnormen prägen.“
Menschenrechte Von Heiner Bielefeldt I. Zwischen Recht, Moral u. religiöser Ethik Bei den Menschenrechten handelt es sich um grundlegende Freiheits-, … Mehr
Tagesgebet zum 1. Sonntag nach Trinitatis, 22. Juni 2025
Gott,Du unser Vater,dein Wort widersteht der Sündeund durchdringt den Tod.Wir bitten um deinen Geist:Er lasse uns deine Stimme unterscheidenvon all … Mehr
Martin Buber, Ein Protest gegen die Enteignung arabischer Böden (1953): „Wie uns jedoch bekannt ist, gibt es viele Fälle, in denen nicht Sicherheitserfordernisse, sondern ganz andere Ziele, z. B. die Erweiterung des Gebietes von bestehenden Ansiedlungen, zur Wegnahme der erwähnten Böden führte. Nach unserer Meinung sind diese Fälle in keiner Weise dazu angetan, die Tatsache zu rechtfertigen, dass die jüdische Legislative ihnen den Anschein der Rechtmäßigkeit verleiht. Uns sind außerordentlich bevölkerte Dörfer bekannt, in denen die beschlagnahmten Böden mehr als zwei Drittel des gesamten Bodens ausmachen. Als Juden und als Bürger des Staates Israel fühlen wir uns verpflichtet, gegen den Gesetzesvorschlag zu protestieren, der allem, was den Namen Jude trägt, in keiner Weise Ehre macht.“
Ein Protest gegen die Enteignung arabischer Böden (1953) Herrn Joseph SprinzakVorsitzender der KnessetJerusalem Jerusalem, den 7.3.53 Sehr geehrter Herr! Diese … Mehr
Christoph Blumhardts Predigt über Lukas 18,1-8 (1890): „Das Dasein des Heilandes ist noch nicht die Rettung. Das, daß der Heiland geboren ist, gestorben ist, auferstanden ist, ist noch nicht die Rettung. Das ist freilich auch wieder so ein Satz, der allem ins Gesicht schlägt, was man uns gewöhnlich lehrt, aber so steht’s eben da! Reißet mir den Kopf herunter, daß ich’s sage, aber da steht’s eben: die Rettung ist noch nicht da. Sie schreien wohl in die Welt hinein: ‚Jesus errettet mich jetzt!‘ aber das ist ein verlogener Satz.“
Predigt über Lukas 18,1-8 (1890) Von Christoph Blumhardt Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und … Mehr
Karl Barth, Die letzte Frage und Antwort (Weihnachten 1938): „Es beunruhigt uns mit Recht, dass so viele schon die rechten Fragen, die uns heute gestellt sind, immer wieder verfehlen und missverstehen: dass sie etwa den Zusammenhang zwischen dem offenkundig gefährlichen deutschen und einem blöden, aber vorläufig noch harmlosen schweizerischen Nationalismus, oder den Zusammenhang zwischen Antisemitismus und Barbarei, oder den Zusammenhang zwischen einer wirksamen Landesverteidigung und einer energischen Inangriffnahme des Arbeitslosenproblems, oder den Zusammenhang zwischen der Sache unserer Freiheit und der der Freiheit in ganz Europa so gar nicht sehen und dementsprechend auch lauter törichte Antworten geben.“
Die letzte Frage und Antwort (Weihnachten 1938) Von Karl Barth Die «Schweizer Zeitung am Sonntag» will an der Weihnacht nicht … Mehr
Martin Luther über die guten Werke und den ausbleibenden Dank (Predigt über Matthäus 6,1–4, 1530): „Wer ein Christ sein will, muss sich also so verhalten, dass er kein gutes Werk tut oder unterlässt um der Leute willen, sondern allein deshalb, weil er in seinem Amt, Stand, mit seinem Geld, Gut oder was er hat, Gott dienen und ihm zu Ehren tun will, was er vermag – auch wenn er damit auf Erden niemals irgendeinen Dank verdient. Denn es ist auch unmöglich, dass einem frommen Menschen auch das geringste Werk, das er hier tut, jemals angemessen belohnt werden könnte – selbst wenn man ihn mit Gold krönen und ihm ein ganzes Königreich geben wollte.“
Über die guten Werke und den ausbleibenden Dank (Predigt über Matthäus 6,1–4, 1530) Von Martin Luther Wer ein Christ sein … Mehr
Karl Barth, Was ist der Mensch? (1960): „Er ist der, der in seiner Verborgenheit ebenso wenig ernstlich und wirklich geleugnet werden kann wie der wahre Gott in seiner Verborgenheit. Und er ist darin wahrer Mensch, dass der wahre Gott seiner gedenkt, und zwar tätig und wirksam gedenkt: trotz der Pracht und Schande seiner vielen Kleider, aber auch in der ganzen Pracht und Schande, die sein Teil ist. Er ist darin wahrer Mensch, dass der wahre Gott sein Gott ist: der Gott, der es auf ihn abgesehen hat, der für ihn Gott ist, der tatsächlich gerade ihn geliebt hat, liebt und lieben wird.“
Was ist der Mensch? Von Karl Barth Wer sich in der Bibel ein wenig auskennt, dem mag bei dieser Frage: … Mehr
John C. Lawrenz, Auslegung zur Simson-Geschichte (Richter 13,1–16,31): „Der nächste Moment trifft uns mit voller Tragik: Simson dachte tatsächlich, dass er noch mit Gottes Kraft und Gegenwart ausgerüstet sei. Doch der HERR war von ihm gewichen – und die Philister fielen über ihn her. Sie nahmen ihm die Augen. Sie brachten ihn nach Gaza. In einer Mühle banden sie ihn an einen Balken, der den oberen Mühlstein drehte. Im Kreis wanderte Simson, blind, im Dunkeln, und mahlte Korn. Welche Ironie: Der, der einst die Philister in Lehi wie Esel behandelte, war nun selbst ein Mühl-Esel. Der, der einst die Stadttore von Gaza trug, war nun in Gaza eingekerkert. Der, der die Felder der Philister in Brand gesteckt hatte, mahlte nun das Korn für ihr Brot.“
Auslegung zur Simson-Geschichte (Richter 13,1–16,31) Von John C. Lawrenz (1943-2024) 13,1 Wieder taten die Israeliten, was böse war in den … Mehr