Arnold Angenendt, Lobpreis der Alten Liturgie?: „Zweifellos ist das Empfinden des Ewigen für die Liturgie als ein mächtiger religionspsychologischer Faktor einzuschätzen, so mächtig, daß daraus Kirchenspaltungen hervorgehen konnten, wie es jetzt auch wieder droht und was zu beheben alle Anstrengung wert ist. Aber darf diese Anhänglichkeit an das Alte zur Norm werden?“

Eine profunde liturgiegeschichtliche Kritik der Tridentinischen Messe hat jüngst Arnold Angenendt, emeritierter Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster, in … Mehr

Im Namen des Herrn

Während in der Süddeutschen Zeitung der Diskurs darüber geführt wird, ob Evangelikale ihre Kinder häufiger schlagen, gibt DIE WELT in … Mehr

SCHLINGENSIEF STIRBT. Eine ungehaltene Aschermittwochspredigt (2010). „Gegen das eigene Todesverhängnis kann man sich selbst nur mit narzisstischen Lebenszappeleien aufführen, für die es ja in den biblischen Psalmen sprachgewaltige Zeugnisse gibt. Man mag zu Leb-, oder besser, zu Stöhnzeiten mit einem authentizitätsüberschüssigen Passionsspiel andächtige Betroffenheit oder gar den Applaus seiner Mitmenschen finden. Aber selbstgestrickte Messliturgien, bei denen es auf dem Altar nicht um das corpus Christi, sondern um die eigene, morbide Seelenschau geht, enden auf Dauer im anamnetischen Leerlauf.“

Christoph Schlingensief ist am 21. August 2010 verstorben. Requiescat in pace (R.I.P.). In Vorahnung seines Todes und eingedenk seines „Fluxus-Oratorium … Mehr