Ernst Wolf, ‚Politischer Gottesdienst‘. Zum 80. Geburtstag des ‚Politikers‘ Karl Barth (1966): „Karl Barth musste der kulturprotestantischen, weithin lutherischen Tradition, er musste einem christlichen Nationalismus und einer kirchlichen Interessenpolitik in Deutschland einfach anstößig werden, denn er hat ihre Tabus angegriffen und zum Teil dann sogar entmachtet. Gerade damit aber hat er dem Christen in der Daseinsgemeinschaft mit Nicht- und Nichtmehr-Christen zu jener dienstbaren Freiheit verholfen, aus der allein echtes politisches Handeln am Gemeinwohl in Partnerschaft, an der salus publica sinnvoll und auch realisierbar ist, sofern es seine reine Weltlichkeit erkennt und bejaht.“

„Politischer Gottesdienst“. Zum 80. Geburtstag des „Politikers“ Karl Barth Von Prof. D. Dr. Dr. Ernst Wolf I. Man hat immer … Mehr

Hans Joachim Iwand zu Umkehr und Einsicht in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg: „Nur dem, der die Reue ablehnt, stehe die Vergangenheit still. Wer aber an den nur ihm selbst erkennbaren Punkt in der innersten Mitte seiner Geschichte tritt, wo der Mensch seiner Schuld ansich­tig wird, dem bewegt sich auch die Vergangenheit. Er zer­bricht ihre Fesseln und gibt dem stummen Schicksal den Mund, der es enträtselt.“

Umkehr und Einsicht (1956) Von Hans Joachim Iwand Als der letzte Versuch, Deutschland von seiner verhängnis­vollsten Regierung zu befreien, endgültig … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Uns ist ein Kind geboren. Predigtmeditation über Jesaja 9,5-6 (Weihnachten 1940): „Der heilige Eifer Gottes um seine Sache bürgt dafür, dass dieses Reich in Ewigkeit bleibt und zu seiner letzten Vollendung kommt, aller menschlichen Schuld, allem Widerstand zum Trotz. Ob wir dabei sind oder nicht, darauf wird es nicht ankommen. Gott selbst führt seinen Plan zum Ziel mit uns oder gegen uns. Aber er will, dass wir mit ihm seien. Nicht um seinetwillen, sondern um unsretwillen. Gott mit uns – Immanuel – Jesus – das ist das Geheimnis dieser Heiligen Nacht. Wir aber jubeln: »Uns ist ein Kind gegeben, ein Sohn ist uns geboren.«“

Eindrücklich ist Dietrich Bonhoeffers Predigtmeditation zu Jesaja 9,5-6, die er 1940 auf Weihnachten hin verfasst hat. Mitten in die Kriegssituation … Mehr

Karl Barth, Gottes Geburt (Weihnachten 1962): „Ohne ihr Geheimnis kann die Weihnachtszeit die fröhliche, die selige, die gnadenbringende, von der die Kinder singen, unmöglich sein. Es geht nicht um das «Dogma». Es stünde uns zwar wohl an, mit dem Dogma nicht so leichtfertig und auch nicht so misstrauisch umzugehen, wie es oft geschieht. Man könnte sich — und das wäre besser — durch seinen Lobpreis des wahren Gottes und des wahren Menschen, von dem zum Beispiel eben alle ordentlichen Weihnachtslieder erfüllt sind, auf das Geheimnis der Weihnacht aufmerksam machen lassen. Aber es geht nicht um das Dogma, sondern um das Geheimnis der Weihnacht selbst, das im Dogma doch nur stammelnd angezeigt ist.“

Zu Weihnachten 1962 erschien von Karl Barth in dem vom Migros-Genossenschafts-Bund herausgegebenen Wochenblatt „Wir Brückenbauer“ eine Besinnung, die die Weihnachtsbotschaft … Mehr

Karl Barth, Der Christ in der Gesellschaft. Eine Tambacher Rede (1919): „Nein nein, antworten wir, geht uns, ihr Psychiker, mit eurem Innseits! Apage Satanas! Jenseits, trans, darum gerade han­delt es sich, davon leben wir. Wir leben von dem, was jenseits des Reichs der Analogien ist, zu denen auch unser bißchen Innseits gehört. Von den Analogien führt keine Kontinuität hinüber in die göttliche Wirklichkeit. Kein gegenständlicher Zusammenhang zwischen dem, was gemeint ist, und dem, was ist, darum auch kein gegenständlicher, etwa entwicklungs­mäßig vorzustellender Übergang von hier nach dort. Das Himmelreich ist eine Sache für sich, seine Ver­heißung sowohl wie seine Offenbarung, wie die Fülle seiner Gegenwart, so gewiss es nicht für sich bleibt und bleiben kann. So ist das Ziel der Geschichte, das télos, von dem Pau­lus 1. Korinther 15,23-28 geredet, kein geschichtliches Ereignis neben andern, sondern die Summe der Geschichte Gottes in der Geschichte, in ihrer uns verhüllten, ihm aber und den von ihm erleuchteten Augen offenbaren Herrlichkeit.“

Im besten Sinne verstörend ist der expressive Gottesanspruch, den Karl Barth in seiner Tambacher Rede in die religiöse Landschaft nach … Mehr

„Die pfadfinderische Methode“ – Ein KIM-Artikel von Kurt Joa: „Baden Powell (BiPi) spricht von der pfadfinderischen Methode als einem „Sy­stem fortschreitender Selbsterziehung“ Zu ihr gehören: Sippensy­stem, Regeln und Versprechen, Lernen durch Tun (learning by doing), das Spiel, das Leben in der freien Natur, die Übernahme von Verantwor­tung durch den Einzelnen, die För­derung der Neugier im Menschen.“

Was Kurt Joa 1979 als bayerischer Landesvorsitzender des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) über die pfadfinderische Methode geschrieben hatte, … Mehr