Karl Barths Andacht für Karsamstag zu Richter 8,23: „Es brauchte schon ein feineres Ohr als das unsrige, um in dem tiefen Schweigen der Nacht und des Tages und der anderen Nacht von Karfreitag zu Ostern die Stimmen des ohn­mächtigen, gebrochenen Zornes der Dämonen dieser Welt und über ihnen die Stimmen des Triumphes der himmlischen Diener Gottes zu hören. Aber was wir noch nicht hören, ist doch schon wahr: «Du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen, auch nicht zugeben, dass Dein Heiliger die Verwesung sehe».“

Für das von Gerhard Jacobi initiierte Buchprojekt „Erhalt uns, Herr, bei Die­nem Wort! Evangelische Andachten für jeden Tag“, 1932 im … Mehr

Hans Joachim Iwand über das Blut Christi (1957): „Das Blut Christi umschließt die Wirkung des Todes und der Auferstehung. Es weist auf jene Mitte, wo Tod und Leben in Jesus Christus wie auch in uns in eins greifen. Insofern der Tod Jesu als Aktion Gottes mitten im Reich des Todes und der Sünde zu verstehen ist, hält die Re­deweise vom Blut Christi dieses Von-ihm-selbst-her-wirksam-Sein des Todes Jesu auf­recht.“

Da werden systematische Theologen schmallippig, wenn die Rede auf das Blut Jesu Christi fällt. Anders Hans Joachim Iwand in seinem … Mehr

Karl Barths Andacht für Karfreitag zu 1. Chronik 29,5: „Kehre dich jetzt einmal ab auch von deiner Ehrlichkeit und Ohnmacht. Hörst du es nicht, dass eben dieser ehrliche und ohnmächtige Mensch mit Christus am Kreuze gestorben ist? Und diesem Gekreuzigten zugekehrt, ihm zugekehrt, der alle Sünde getragen hat, höre nun den Aufruf und die Frage Davids noch einmal: Wer ist nun willig, seine Hand heute dem Herrn zu füllen? Du sagst: Aber ich bin noch immer arm, ratlos, hilflos und unwillig. Ja, wie solltest du nicht! Aber nun bring endlich das alles ihm dar: Eben deine Armut, deine Ratlosig­keit und Hilflosigkeit und Unwilligkeit. Eben das alles ist ja dein Herz und dein Leben.“

Für das von Gerhard Jacobi initiierte Buchprojekt „Erhalt uns, Herr, bei Deinem Wort! Evangelische Andachten für jeden Tag“, 1932 im … Mehr