Wenn 1.Korinther 15,27f im Schatten des Lateinischen ’subjektiv‘ bzw. ‚unterwürfig‘ übersetzt wird: „Ob ‚unterwerfen‘ für das Verhältnis von Jesus Christus als Sohn zu seinem Vater angebracht ist, muss hinterfragt werden. Bei Unterwerfen ist jedenfalls ein Zwangs- bzw. Gewaltverhältnis konnotiert.“

Wenn 1.Korinther 15,27f im Schatten des Lateinischen ’subjektiv‘ bzw. ‚unterwürfig‘ übersetzt wird Konkordant übersetzen ist für mich ein Gebot der … Mehr

Martin Luthers Auslegung von Philipper 2,5-11 in seiner Fastenpostille 1525: „Unsre Augen sind noch blind und finster, die nicht sehen, dass er’s sei und ihm alle Dinge gehorsam sind. Am Jüngsten Tage aber wird’s offenbar werden. Da werden wir sehen, was jetzt schon geht, nämlich wie Christus göttlicher Gestalt sich entäußert hat und ist wie ein Mensch worden.“

Epistel auf den Sonntag Palmarum, Philipper 2,5-11 (Fastenpostille 1525) Von Martin Luther Hier hält uns Paulus abermals das mächtige Exempel … Mehr

Von der Sinnwidrigkeit des „Todesopfers“: „Im Allgemeinen sind ‚Todesopfer‘ weder absichtlich geopfert worden, noch haben diese sich selbst geopfert. Dass Getötete dennoch als ‚Opfer‘ bezeichnet werden, hängt wohl damit zusammen, dass hierbei die passiv widerfahrene Tötung im Vordergrund steht, im Unterschied zu einer kombattanten Gefechtshandlung, wo aktive Handelnde töten und getötet werden. So gelten im Kampf gefallene Soldaten gemeinhin eben nicht als ‚Todesopfer‘. Allerdings war es die europaweite nationalistische Sakralisierung des Krieges seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die die unmenschliche Opferrhetorik befördert hatte. Im Gedächtnis an die gefallenen Soldaten wird deren gewaltsamer Tod sinngebend als Opfer für das eigene Vaterland geheiligt. Wo der Krieg das eigene ‚heldische‘ Opfer zu fordern scheint, findet in Friedenszeiten die Ausweitung einer Opferhandlung vom Kriegsgeschehen zu anderen Unheilsgeschehen hin statt. Todesfälle werden ursachenbedingt zu Todesopfern personalisiert.“

Von der Sinnwidrigkeit des „Todesopfers“ Ein unsägliches Wort in der deutschen Sprache ist „Todesopfer“. Unabhängig davon, ob das Wort „Opfern“ … Mehr

Elie Wiesel, Wo ist Gott? (Die Nacht): „Mehr als eine halbe Stunde hing er so und kämpfte vor unseren Augen zwischen Leben und Sterben seinen Todeskampf. Und wir mussten ihm ins Gesicht sehen. Er lebte noch, als ich an ihm vorbeischritt. Seine Zunge war noch rot, seine Augen noch nicht erloschen. Hinter mir hörte ich denselben Mann fragen: ‚Wo ist Gott?‘ Und ich hörte eine Stimme in mir antworten: ‚Wo er ist? Dort – dort hängt er, am Galgen …'“

Wo ist Gott? Von Eli Wiesel Ich habe in der Folge mehreren Erhängungen beigewohnt. Nie habe ich einen der Verurteilten … Mehr

Cicely Saunders, Betrachte ihn (Consider Him): „Es gibt keine einfachen Antworten – es gibt viele Momente, in denen nur ein Kruzifix Halt geben kann, in denen das einzige Gebet „Jesus – Retter“ und „Du weißt es“ ist, in denen die einzige Antwort nicht Worte, sondern eine Präsenz ist.“

Betrachte ihn (Consider Him) Von Cicely Saunders Auf meinem Schreibtisch steht ein gerahmtes Foto eines Kruzifixes aus der wied­eraufge­bauten Kathedrale … Mehr